Oper

Ariadne auf Naxos

Richard Strauss

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel Text von Hugo von Hofmannsthal

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

 

Keine weiteren Vorstellungen in dieser Spielzeit.

Ein reicher Mann hat sich für ein Fest von einem jungen Komponisten eine Oper schreiben lassen: Ariadne auf Naxos. Aber weil ihm diese tragische Oper um die von ihrem Geliebten Theseus verlassene Ariadne dann doch nicht unterhaltsam genug ist, lädt er zusätzlich eine Komödiantentruppe ein, die gleichzeitig mit dem Trauerspiel ihre Possen aufführen sollen. Eine Zumutung für den Komponisten, aber auch eine Chance: Denn so prallt die Trauer der verlassenen Ariadne auf die Lebenslust der Komödiantin Zerbinetta. David Hermann lässt in seiner Inszenierung des 1916 uraufgeführten Werkes die Welt der griechischen Tragödie auf die Leichtigkeit des französischen Rokoko treffen. »Ariadne auf Naxos« ist eine Oper über die Oper, über Treue und Wechsel und über die Verwandlungskraft der Liebe.

Handlung

Vorspiel
Im Haus eines reichen Mannes soll die Oper eines jungen Komponisten aufgeführt werden: »Ariadne auf Naxos«. Durch seinen Haushofmeister lässt der Mäzen bekannt geben, dass nach der ernsten Oper noch eine Komödiantentruppefür Unterhaltung sorgen soll. Den Protest des Musiklehrers, des Mentors des Komponisten, kontert der Haushofmeister mit dem Hinweis auf das Recht des zahlenden Auftraggebers. – Der Komponist empfindet die Nachbarschaft einer Komödie zu seinem Werk als Verrat an der Kunst, und die Mitwirkenden der Oper rümpfen die Nase über die Unterhaltungskünstler. Deren Anführerin Zerbinetta macht sich dagegen Sorgen, wie sie die Zuhörer nach der voraussichtlich langweiligen Oper wieder zum Lachen bringen soll. Da kommt der Haushofmeister mit einer weiteren Anweisung: Die Oper und die Komödie sollen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig aufgeführt werden. Der Komponist möchte am liebsten sein Werk zurückziehen, doch der Musiklehrer erinnert ihn an sein dringend benötigtes Honorar. Mit der Improvisationskunst der Zerbinetta, rät zudem der Tanzmeister, und einigen Kürzungen der Partitur stehe einer gelungenen Aufführung nichts im Wege. Der Komponist widerspricht zwar noch einmal vehement Zerbinettas Sicht auf den Mythos der Ariadne – doch in ihren Gedanken über Liebe, Treue und das eigene Selbst kommen sich beide näher. Als das Spektakel beginnt, möchte der Komponist am liebsten versteinern.

Oper
Die kretische Königstochter Ariadne hat dem Athener Theseus das Leben gerettet, indem sie ihm geholfen hat, die Bestie Minotauros zu töten und dem Labyrinth ihres Vaters Minos zu entkommen. Statt sie mit nach Athen zu nehmen und zu heiraten, hat Theseus jedoch Ariadne auf der Insel Naxos zurückgelassen. Von drei Nymphen begleitet, wartet die in Trauer erstarrte Ariadne auf den Tod, da ihr ein Leben ohne den geliebten Theseus nicht mehr lebenswert erscheint. – Zerbinetta und ihre Begleiter Harlekin, Brighella, Scaramuccio und Truffaldin versuchen, Ariadne mit Gesang und Tanz aufzuheitern. Doch Ariadne ignoriert die muntere Truppe. Daraufhin erläutert Zerbinetta der verlassenen Frau ihre Überzeugung, dass steter Wandel und Wechsel das Wesen der Liebe ausmachen. Als Ariadne auch davon nichts wissen will, gibt Zerbinetta von ihren vier Verehrern diesmal Harlekin den Vorzug. – Die drei Nymphen kündigen die Ankunft des Bacchus auf der Insel an. Der junge Bacchus, Sohn des Zeus und der Semele, steht noch unter dem Eindruck seiner ersten Erfahrung mit einer Frau, der Zauberin Circe, deren Verwandlungskraft an ihm jedoch abgeprallt ist. Auch Ariadne hält er zunächst für eine gefährliche Zauberin, die Männer in Tiere verwandelt. Ariadne jedoch sieht in Bacchus den Todesboten Hermes, auf den sie so lange gewartet hat. Im Prozess des gegenseitigen Erkennens verwandeln sich beide: Bacchus wird endgültig zum Gott, Ariadne kann sich von der schmerzlichen Liebe zu Theseus befreien.

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