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Nachgespräch

Nachgespräch mit Detlev Glanert

Treffen Sie Detlev Glanert, den Komponisten der Oper »Die Jüdin von Toledo«, beim kostenlosen Nachgespräch am 18. Februar 2024.

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Grußwort

Liebes Publikum

Vor Kurzem hat mit Detlev Glanerts »Die Jüdin von Toledo« eine vielbeachtete Opern-Uraufführung stattgefunden, mit welcher der international gefragte Regisseur Robert Carsen sein Regiedebüt an der Semperoper gegeben hat. Unter der Musikalischen Leitung von Jonathan Darlington erleben Sie noch bis 8. März ein herausragendes Ensemble u.a. mit Heidi Stober als Rahel, Lilly Jørstad als ihre Schwester Esther, Christoph Pohl als König Alfonso VIII., Tanja Ariane Baumgartner als Eleonore von England sowie Markus Marquardt als Manrique.

»Die Welt wird zur Hölle für alle, / die ihre Menschlichkeit opfern«, so singt Rahels Schwester Esther in »Die Jüdin von Toledo«. Große Worte, die leider in ihrer überzeitlichen Gültigkeit an Aktualität gewonnen haben. Überhaupt, Detlev Glanert und sein Librettist Hans-Ulrich Treichel beziehen sich in ihrem neuen Werk auf das gleichnamige Schauspiel von Franz Grillparzer, der in seinem austriakischen Pessimismus jene prophetische Sentenz verfasst hat, die uns auch heute noch zu denken gibt: »Der Weg der neuern Bildung geht / Von Humanität / Durch Nationalität / Zur Bestialität«. Das war 1849. Wie steht es 2024? 

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Mit großer Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass unser demokratisches Wertesystem, in dem Vielfalt, Internationalität und Weltoffenheit eine zentrale Rolle spielen, zurzeit von rechtsextremistischen Kräften offen attackiert wird. Dass bei einem Treffen in Potsdam Neonazis und rechtsradikale Kräfte, darunter führende Mitglieder der AfD und der »Werteunion«, Grundzüge eines sogenannten »Masterplans« diskutiert haben sollen, um Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland zu vertreiben, weckt dabei Erinnerungen an das grausamste Kapitel deutscher Geschichte.

Als internationale Kulturinstitution, an der Menschen aus mehr als 30 Nationen kreativ zusammenarbeiten, können wir dazu nicht schweigen und unterstützen die friedlichen Demonstrationen für Rechtstaatlichkeit, Menschenwürde und Weltoffenheit.

Auch die Nachrichten und Bilder, die uns seit dem 07. Oktober aus Israel erreichen, sind zu tiefst erschütternd. Die Welt erlebte einen bisher beispiellosen terroristischen Überfall durch die Hamas auf ein Land, dem sich Deutschland auf besondere Weise verbunden und verpflichtet fühlt. Daran sei anlässlich der jüngsten Gedenken an die Novemberpogrome und auch der bevorstehenden Erinnerungen an die Schicksalstage Dresdens an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich eingegangen.

Ich schreibe dies in meiner Eigenschaft als Intendant der Semperoper. Selbst bin ich als Schweizer Staatsbürger seit Jahrzehnten eng mit dem deutschen Kulturleben verbunden, und habe es immer als wohltuendes Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland empfunden, dass die Solidarität mit Israel nie grundsätzlich in Frage gestellt wurde. Dies schien vor allem auch in Kreisen der Kunst- und Kulturschaffenden Konsens zu sein. Die tiefen Differenzen in der Reaktion auch von Kulturschaffenden auf den größten Massenmord an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg sind dabei zu tiefst verstörend; Nicht nur, dass viele, zu viele, schweigen, oder dass durch »Kontextualisierung« das Verbrechen relativiert wird. Auch offener Antisemitismus und Israelfeindlichkeit tritt dabei unverblümt zu Tage. 

Dabei ist der terroristische Überfall auf Israel vom 7. Oktober, das Massaker an jungen Feiernden eines Musikfestivals, die Entführung, Vergewaltigung und Ermordung hunderter Unschuldiger barbarisch und durch nichts zu rechtfertigen. Unser Mitgefühl und unsere Solidarität gelten den unmittelbar Betroffenen, den Opfern und ihren Angehörigen. 

Wir denken auch an unsere Freund*innen der Jüdischen Gemeinden hier in Dresden, an unsere jüdischen und israelischen Kolleg*innen und Gäste, für die die Ereignisse des 7. Oktober eine tiefe Zäsur in ihrem Leben bedeutet. 

Selbstverständlich ist anzuerkennen, dass im Zuge der legitimen Verteidigung des Staates Israel auf den Terrorangriff durch die Hamas zahllose zivile Opfer auf Seiten der Palästinenser zu beklagen sind. Die Einhaltung des Völkerrechts und die Aufrechterhaltung humanitärer Hilfe sind hier dringend geboten. Als Kultureinrichtung, die gleichermaßen davon lebt, dass Künstler*innen aus aller Welt bei uns wirken wie auch, dass unsere Türen Menschen aus aller Welt offenstehen, stehen wir dabei für den unverbrüchlichen Glauben an die Kraft der Verständigung und des Dialogs.

In diesem Sinne hoffen wir auf ein baldiges Ende des Konfliktes und dass sich die mäßigenden Kräfte in der Region durchsetzen mögen.

Ihr
Peter Theiler
Intendant der Sächsischen Staatsoper Dresden

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Wie viele Saiten hat eine Harfe? Warum nur steckt der Hornist seine Hand in den Schalltrichter? Was...

16:00

Klavier und Leitung: Sir András Schiff Tournee mit Sir András Schiff

Ballett in einem Prolog und drei Akten nach Marius Petipa. In einer Adaption von Marcelo Gomes. Musik von Pjotr I. Tschaikowsky

Unser Tipp

Oper und Ballett 2023/24

Wahl-Paket

 

Oper

Der Freischütz

Romantische Oper in drei Aufzügen von Carl Maria von Weber

Szene aus "La Bohème": Mittig steht ein gläserner Kasten, drinnen und draußen stehen Café-Stühle. Einige wenige Sänger*innen befinden sich im Kasten, der Großteil steht außerhalb

Oper

La bohème

Szenen aus »La vie de bohème« (Henri Murger) in vier Bildern von Giacomo Puccini

Szene aus »La Cenerentola«

Oper

La Cenerentola / Aschenputtel

Dramma giocoso in zwei Akten von Gioachino Rossini

Szene aus »La sonnambula«

Oper

La sonnambula

Melodramma in zwei Akten von Vincenzo Bellini

Szene aus der Oper »La traviata«

Oper

La traviata

Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi

Oper

L’elisir d’amore/ Der Liebestrank

Melodramma giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti

Oper

Les Contes d’Hoffmann / Hoffmanns Erzählungen

Opera fantastique in fünf Akten von Jacques Offenbach

Oper

L’Orfeo

Favola in musica in einem Prolog und fünf Akten von Claudio Monteverdi

Oper

Die tote Stadt

Oper in drei Bildern von Erich Wolfgang Korngold

Szene aus »Don Carlo«

Oper

Don Carlo

Opera in vier Akten von Giuseppe Verdi

Szene aus der Oper »Elektra«

Oper

Elektra

Tragödie in einem Aufzug von Richard Strauss

Oper

Pique Dame

Oper in drei Akten und sieben Bildern von Pjotr I. Tschaikowsky

Ballett

Dornröschen

Ballett in einem Prolog und drei Akten nach Marius Petipa. In einer Adaption von Marcelo Gomes.

Oper

Benvenuto Cellini

Opéra-comique in drei Akten (Weimarer Fassung) von Hector Berlioz

Ballett

Schwanensee

Ballett in zwei Akten von Johan Inger

Ballett

Classics by Balanchine / Peck / Tharp

Mehrteiliger Ballettabend von George Balanchine / Justin Peck / Twyla Tharp

Szene aus dem Ballett »The Dream«

Ballett

Ein Sommernachtstraum

Ein Ballettabend in zwei Teilen von Frederick Ashton / David Dawson

Ballett

White Darkness

Dreiteiliger Ballettabend von William Forsythe / Sharon Eyal / Nacho Duato

Oper

Káťa Kabanová / Katja Kabanowa

Oper in drei Akten von Leoš Janáček

Rund um die Semperoper

Semperoper

Geschichte der Semperoper

Ein Haus mit Tradition

Die Geschichte der Oper in Dresden geht auf die Eröffnung eines ersten Opernhauses 1667 zurück.

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