Oper

La bohème

Giacomo Puccini

Szenen aus »La vie de bohème« (Henri Murger) in vier Bildern Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Die Pariser Bohème spiegelt den Traum von Freiheit, Unabhängigkeit und Kunst – doch das Leben von Rodolfo und seinen Freunden sieht anders aus: Es ist kalt in ihrer Mansarde und noch nicht einmal Feuer gibt es für die Kerze der hübschen Nachbarin Mimì. Sie bringt Wärme in die Tristesse und entfacht Rodolfos Liebe. Aber ihre Beziehung ist von der Krankheit Mimìs überschattet. Zwischen dem finanziellen Auf und Ab der Bohémien-WG kommen sich die beiden näher, entfremden sich wieder und finden sich schließlich erst, als es schon zu spät ist. Die wohl bekannteste Oper Puccinis bot zur Zeit ihrer Entstehung durch die intime Szenerie und das alltägliche Sujet ein Novum in der italienischen Oper – heute gehört sie zu den beliebtesten Werken des Repertoires.

Zusammenfassung

Die Pariser Bohème spiegelt den Traum von Freiheit, Unabhängigkeit und Kunst – doch das Leben von Rodolfo und seinen Freunden sieht anders aus: Es ist kalt in ihrer Mansarde und noch nicht einmal Feuer gibt es für die Kerze der hübschen Nachbarin Mimì. Sie bringt Wärme in die Tristesse und entfacht Rodolfos Liebe. Aber ihre Beziehung ist von der Krankheit Mimìs überschattet. Zwischen dem finanziellen Auf und Ab der Bohémien-WG kommen sich die beiden näher, entfremden sich wieder und finden sich schließlich erst, als es schon zu spät ist. Die wohl bekannteste Oper Puccinis bot zur Zeit ihrer Entstehung durch die intime Szenerie und das alltägliche Sujet ein Novum in der italienischen Oper – heute gehört sie zu den beliebtesten Werken des Repertoires.

Ausführliche Inhaltsangabe

Erstes Bild
Am Weihnachtsabend in einer eiskalten Mansarde über den Dächern des Pariser Quartier Latin, um die Jahrhundertwende. So wie Marcel mit vor Kälte klammen Fingern sein anscheinend ewig unvollendet bleibendes Bild zu vervollständigen sucht, zwingt sich Rodolfo zum Dichten. Beides misslingt. Um den letzten Stuhl vor dem Zertrümmern und Verfeuern zu retten, opfert Rodolfo sein Dramenmanuskript aktweise den Flammen. Colline, vom geschlossenen Leihhaus erfolglos zurückkehrend, kann gerade noch die letzten wärmenden Strahlen des Ofens erhaschen. Da erscheint Schaunard mit seinen Schätzen, die er von einem snobistischen Engländer durch den - mit großer Theatralik verkündeten - Mord an dessen Papagei ergaunern konnte. Das "große Fressen", voller Heiterkeit und Übermut, wird durch den Hauswirt Benoit gestört, der die überfällige Miete eintreiben will, doch auf Grund seiner eigenen doppelten Moral hinterlistig wieder vertrieben werden kann. Man beschließt, den Weihnachtsabend im Café Momus ausklingen zu lassen. Nur Rodolfo bleibt vorerst zurück, um einen Zeitungsartikel zu schreiben. Da erscheint Mimi, eine Nachbarin der Bohèmiens, und bittet um Feuer für ihre erloschene Kerze. Die kleine Näherin und der Dichter finden einander im Mondlicht der Dezembernacht.

Zweites Bild
Im geschäftigen, vergnügten Trubel des Weihnachtsmarktes vor dem Café Momus. Mimi wird von Rodolfo in den Kreis der Bohèmiens eingeführt. Marcels bitteres Räsonieren über die Liebe erreicht den Höhepunkt, als die Ursache seines Schmerzes, die kokett aufreizende Musette, am Arm des alten Staatsrates Alcindoro erscheint. - Mit der ihr eigenen Faszination gewinnt sie Marcel zurück, dem Hahnrei Alcindoro bleibt nur die Rechnung.

Drittes Bild
Aschermittwoch am trostlosen Stadtrand von Paris. Verzweifelt sucht Mimi nach Rodolfo und erhofft sich Auskunft sowie auch Rat von Marcel. Doch dieser rät ihr nur zynisch, den eifersüchtigen Dichterfreund laufen zu lassen. Im falschen Glauben, dass Mimi bereits gegangen sei, erzählt Rodolfo dem Freund, dass er sich wegen ihrer tödlichen Krankheit von dem Mädchen getrennt habe. Ein Hustenanfall verrät Mimi. Rodolfo verspricht ihr, durch die Situation in die Enge getrieben, einen "Aufschub" der Trennung. Marcel, der eben noch empfahl, die Liebe nicht tragisch zu nehmen, scheitert nun selbst an den unvereinbar bleibenden Gefühlswelten zwischen Musette und sich: Erneuter Krach, erneute Trennung.

Viertes Bild
Wieder in der Ateliermansarde, versuchen Marcel und Rodolfo mit Arbeit ihre Gefühle zu übertünchen, doch jeder kleinste Anlass führt ihre Gedanken zu Musette und Mimi zurück. Die hinzukommenden Colline und Schaunard wollen ein "fürstliches Mahl" zelebrieren, doch es reicht nur zu einem Hering. Da zerstört die mit der todkranken Mimi hereinstürzende Musette restlos alle Pseudo-Feiergefühle der vier Bohèmiens. Zutiefst betroffen, müssen sie zusehen, wie vor ihren Augen ein Menschenleben erlischt. Alle Versuche, das Schicksal zu revidieren und es mit Schmuck, Geld oder einem alten Mantel zu bestechen, misslingen. Nun bekommen die Freunde ihre Rechnung eines verfehlten Lebens präsentiert. Ein letztes Mal erinnern sich Rodolfo und Mimi an ihre erste, zärtlich-liebevolle Begegnung, dann stirbt das Mädchen. Betroffen bleiben die Bohèmiens zurück.

Alle Besetzungen

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
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