Oper

Nabucco

Giuseppe Verdi

Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Seine Tochter Fenena liebt einen der versklavten Hebräer, während die zweite Tochter Abigaille die Hebräer hasst. Im Rausch seines Sieges erhebt sich Nabucco zum Gott – und verliert darüber den Verstand.

Als Abigaille erfährt, dass sie selbst in Wahrheit die Tochter eines Sklaven ist, beginnt ein mörderischer Kampf um die Macht. Giuseppe Verdis 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper »Nabucco« erzählt eine Geschichte aus dem Alten Testament als Auseinandersetzung um Freiheit, Identität, menschlicher Hybris und Glauben. Nicht nur wegen des Chores der versklavten Juden »Va’ pensiero, sull’ali dorate«, sondern auch wegen ihrer kontrastreichen Handlung und ihren schlagkräftigen Melodien ist Verdis dritte Oper eine der beliebtesten italienischen Opern. Regisseur David Bösch stellt einen halb zerstörten Wohnturm als Bild für das belagerte Jerusalem und den Turm zu Babel gleichermaßen in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. 


Dramma lirico in vier Teilen
Text von Temistocle Solera

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
25. Mai 2019,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Semperoper Dresden

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Stücktrailer

Nabucco

Nabucco, König von Babylon, hat die Hebräer unterworfen und ihren Tempel zerstört. Seine Tochter Fenena liebt einen der versklavten Hebräer, während die zweite Tochter Abigaille die Hebräer hasst. Im Rausch seines Sieges erhebt sich Nabucco zum Gott – und verliert darüber den Verstand. Als Abigaille erfährt, dass sie selbst in Wahrheit die Tochter eines Sklaven ist, beginnt ein mörderischer Kampf um die Macht. Giuseppe Verdis 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführte Oper Nabucco erzählt eine Geschichte aus dem Alten Testament als Auseinandersetzung um Freiheit, Identität, menschlicher Hybris und Glauben. Nicht nur wegen des Chores der versklavten Juden Va’ pensiero, sull’ali dorate, sondern auch wegen ihrer kontrastreichen Handlung und ihren schlagkräftigen Melodien ist Verdis dritte Oper eine der beliebtesten italienischen Opern. Regisseur David Bösch stellt einen halb zerstörten Wohnturm als Bild für das belagerte Jerusalem und den Turm zu Babel gleichermaßen in den Mittelpunkt seiner Inszenierung. 
Making-of

Nabucco – Making-of (4)

Die spanische Sopranistin Saioa Hernández blickt mit der Premiere von Giuseppe Verdis Nabucco einem dreifachen Debüt entgegen: Sie singt erstmals die Rolle der Abigaille, gibt ihr Hausdebüt an der Semperoper und ist gleichzeitig zum ersten Mal überhaupt auf einer deutschen Bühne zu erleben.
Making-of

Nabucco – Making-of (3)

Omer Meir Wellber wird mit Nabucco seine erste Neuinszenierung als Erster Gastdirigent der Semperoper Dresden musikalisch leiten. Bariton Andrzej Dobber singt die Titelpartie.
Making-of

Nabucco – Making-of (2)

Regisseur David Bösch und sein Bühnenbildner Patrick Bannwart bringen für ihre Inszenierung von Giuseppe Verdis Nabucco einen riesigen Turm auf die Bühne, der an den Turm zu Babel erinnert. 5 Kilometer Stahlbauprofile werden dafür verbaut – 10 Meter hoch wird der Turm, 90 Chorsänger*innen werden darauf Platz finden.
Making-of

Nabucco – Making-of (1)

David Bösch inszeniert Nabucco als aktuelles Stück über Krieg und religiösen Fanatismus. Er erzählt Verdis Oper als Geschichte der Eroberung eines Turmes, der für Jerusalem wie auch für Babylon steht. Dieser wird durch das anstürmende Heer des Königs Nabucco gewaltsam erobert. Die Annexion der Stadt und die Versklavung all ihrer Bewohner lässt Frontlinien zwischen zwei Nationen, zwei Religionen und zwei Gesellschaftsbildern entstehen.

Werkeinführung

Mit der Uraufführung von Nabucco schaffte der junge Giuseppe Verdi 1842 seinen Durchbruch als Opernkomponist. Mit sicherem Gespür für Dramaturgie und Dramatik erzählt er an Hand der biblischen Geschichte um den babylonischen König, seinen beiden Töchter Fenena und Abigaille sowie das Volk Israels von menschlicher Hybris, Kampf der Religionen, Gefangenschaft, Exil und Erlösung. Dramaturg Kai Weßler führt in den religionsgeschichtlichen Hintergrund der Geschichte, die Lesart des Werkes in der Regie von David Bösch sowie in die Welt der Legenden, die sich um Verdis wohl populärste Oper gesponnen haben, ein.