Oper

La traviata

Giuseppe Verdi

La traviata – direkt übersetzt „Die vom Wege Abgekommene“, meint die Pariser Kurtisane Violetta Valéry, die sich, durch eine Lungenkrankheit bereits dem Tode geweiht, gegen ihre Lebensweise und alle Vernunft in Alfredo Germont verliebt und in ihrem Drang nach Freiheit und Glück schließlich an den bürgerlichen Moralvorstellungen scheitert. Bei ihrer Uraufführung 1853 in Venedig provozierte diese Geschichte einen Skandal:

Eine Oper über eine Kurtisane, die an Tuberkulose stirbt und noch dazu einer real existierenden Frau der Pariser Gesellschaft nachempfunden ist, war für die damalige Zeit eine unerhörte Neuerung. Fokussiert auf die Dreiecksbeziehung zwischen Violetta, ihrem Geliebten Alfredo und dessen Vater erschuf Verdi vor allem mit der Figur der Violetta einen Charakter, dessen emotionale Bandbreite das Publikum zwischen lyrisch geführten Belcantostellen und überwältigenden musikdramatischen Ausbrüchen in seinen Bann zieht. Regisseurin Barbora Horáková Joly erzählt La traviata in der schillernden Welt des Varietés des 19. Jahrhunderts.


Melodramma in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
2. Oktober 2022,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

Entdecken

Stücktrailer

La traviata – Trailer

Making-of

Violettas Geschichte

Für Regisseurin Barbora Horáková Joly ist das Faszinierende an der Geschichte von Violetta Valéry die Frage nach dem Leben im Bewusstsein des Todes: Was würden wir tun, wenn uns wirklich bewusst wäre, dass unsere Zeit begrenzt ist?
Making-of

Addio del passato

Dirigent Leonardo Sini spricht in diesem Video über die Herausforderung, bei einer so bekannten Oper wie La traviata den eigenen Weg in die Musik zu finden. Ein wichtiger Teil seiner eigenen traviata ist es, Violettas Arie „Addio del passato” in voller Länge auf die Bühne zu bringen, ohne die sonst übliche Streichung der zweiten Strophe.
Making-of

Violetta im Varieté

Eva-Maria van Acker, Barbora Horáková und Adela Zaharia sprechen über das besondere Bühnenbild und die realistische Inszenierung.

Werkeinführung

La traviata ist ein vielfarbiger Klassiker des Opernrepertoires und Giuseppe Verdis Bekenntnis zu einem Musiktheater, das das Tiefmenschliche auf der Bühne zeigt. An der Semperoper ist die Oper aus dem Jahr 1853 in einer Neuproduktion in der Regie von Barbora Horáková zu sehen. Operndramaturgin Juliane Schunke gibt Einblicke in Giuseppe Verdis vielschichtig-psychologisches Werk.

Pausengespräch mit Ralph Lederer

Kostümdirektor Ralph Lederer erzählt im Pausengespräch, wie man in Produktionen wie z.B. La traviata vom ersten Kostümentwurf zum fertigen Kleid oder Anzug auf der Bühne kommt: Kostüme bestimmen neben dem Bühnenbild im Wesentlichen die Ästhetik einer Inszenierung. Sie zeichnen das Bild einer Epoche, eines historischen Ereignisses oder die Überzeitlichkeit einer Geschichte nach. Unabhängig von den Ideen des/ der Kostümbildner*in bedeutet das für die Kostümabteilung der Sächsischen Staatstheater einen enormen Umfang an Planung, Zuschnitt und feinster Näharbeit.