Fließender Klang und eindringliche Bühnensprache

Leoš Janáčeks gefühlsbetonte Oper »Káťa Kabanová« thematisiert den Konflikt zwischen dem tiefen Drang nach persönlicher Freiheit und den gesellschaftlichen Zwängen aus Tradition und Moral.

In Calixto Bieitos Inszenierung sucht Káťa Kabanová mit zunehmender Verzweiflung ihre Rolle in der Gesellschaft, wird dabei brutal zurückgewiesen und schließlich in den Tod gedrängt.

Bieito sagt dazu: »Jeder und Jede ist in dem Stück für alle anderen ein Spion. Alle Ängste, Verzweiflung und Einsamkeit werden penibel registriert und bei Bedarf gnadenlos ausgespielt. Es kommt zu kafkaesken Situationen die auf fatale Weise das reale Leben ausmachen können.«

Janáček ist es in »Káťa Kabanová«, uraufgeführt 1921 in Brno/Brünn, einmal mehr gelungen, mit seiner unvergleichlich zarten und lyrischen Komposition eine besonders innige musikalische Sprache zu schaffen, in der das Orchester einfühlsam die Gefühlszustände der Protagonisten ausdrückt.


Oper in drei Akten
Libretto vom Komponisten

In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
28. April 2024,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

In Kooperation mit dem Nationaltheater Prag 
Dekoration und Kostüme des Nationaltheaters Prag

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Werkeinführung

Leoš Janáčeks sechste Oper Káťa Kabanová ist eine packende Geschichte um eine Frau, die am Konflikt zwischen innerem Willen nach persönlicher Freiheit und an den äußeren Zwängen von Tradition und Moral zu Grunde geht. Káťa sucht ihre Rolle in der Gesellschaft und wird stets brutal zurückgewiesen und schließlich in den Tod gedrängt. Der Dramaturg Benedikt Stampfli gibt Einblicke in wichtige Aspekte des Werkes und der Inszenierung von Calixto Bieito.