Oper

Benvenuto Cellini

Hector Berlioz

Opéra-comique in drei Akten (Weimarer Fassung) Libretto von Léon de Wailly und Auguste Barbier

Premiere 29. Juni 2024

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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          Stück-Info

          Hector Berlioz (1803–1869) schafft in seiner frühen Oper »Benvenuto Cellini«, die 1838 in Paris uraufgeführt wurde, ein phänomenales Kunstwerk, das einen der bedeutendsten Künstler des 16. Jahrhunderts zum Protagonisten macht: Benvenuto Cellini. Zwar skizziert die Oper nur drei Tage – die Zeit zwischen Rosenmontag und Aschermittwoch 1532 in Rom – aus dem schillernden Leben des florentinischen Bildhauers, die jedoch stürmisch genug sind: Nach turbulenten Stunden im Treiben des Karnevals, bei dem Cellini einen Kontrahenten erschlägt, ist er am Ende dennoch der glückliche Sieger.

          Für den phänomenalen und höchst differenzierten Umgang mit den Instrumenten in seinem Orchester war Hector Berlioz bekannt und fand viele Bewunderer u.a. auch Richard Wagner. Die vielfältige Partitur beinhaltet sowohl großflächig angelegte Tableaus mit ihren mitreißenden Chorszenen, bis hin zu kammertheatralen Situationen, die einzigartig instrumentiert sind. Dadurch schafft er ein karnevaleskes Stimmungsbild, das seinesgleichen sucht.

          Handlung

          1. Akt – Rosenmontag 
          Der päpstliche Schatzmeister Balducci ist verärgert, dass der Auftrag des Papstes, eine Perseus-Statue zu gießen, an Benvenuto Cellini und nicht an den persönlichen Bildhauer des Pontifex, Fieramosca, ging. Nachdem Balducci das Haus verlassen hat, da er vom Papst einbestellt wurde, steht seine Tochter Teresa am Fenster und hört einem übermütigen Karnevalslied von Cellini und seinen Kameraden zu. Sie schwankt zwischen ihren Gefühlen für Cellini, dem sie sich insgeheim versprochen hat, und dem Gehorsam gegenüber ihrem Vater, der sie mit Fieramosca vermählen will. Teresa empfängt Cellini bei sich. Gemeinsam entscheiden sie, am folgenden Karnevalstag verkleidet aus der Stadt zu fliehen. Ihr Plan wird jedoch vom eifersüchtigen Fieramosca belauscht. Alsbald kehrt Balducci zurück, und Cellini und Fieramosca müssen sich beide verstecken. Während Cellini fliehen kann, entdeckt Balducci den Lauscher und kocht vor Wut.

          2. Akt – Karnevalsdienstag
          Cellini, glücklich verliebt in Teresa, trifft sich mit seinen Freunden und Schülern in der Taverne, um zu zechen. Als der Wirt um Zahlung der Rechnung des Bacchanals bittet, stellt Cellini fest, dass sein Geldbeutel leer ist. Sein Lehrling Ascanio bringt Cellini Geld vom Papst, der einen Vorschuss bewilligt hat, mit der Bedingung, dass Cellini am kommenden Tag die Perseus-Statue fertigstellen wird. Cellini schwört es und die Zeche kann beglichen werden. Doch Cellini und seine Freunde echauffieren sich darüber, dass der päpstliche Schatzmeister einen derart knapp bemessenen Betrag berechnet hat, und wollen Balducci deswegen einen Streich spielen. Fieramosca hat währenddessen seinem Freund Pompeo von Cellinis und Teresas Fluchtplan erzählt. Sie wollen diesen durchkreuzen, indem sie in der gleichen Verkleidung wie Cellini und Ascanio erscheinen und so eine Unterscheidung für Teresa unmöglich machen. Mitten im Karnevalsgetümmel plagt Teresa in Begleitung ihres Vaters das Gewissen wegen der bevorstehenden Flucht; Cellini und Ascanio freuen sich darüber, dass alsbald das Gaukler-Spiel im Cassandro-Theater beginnt. Bei diesem Schauspiel wird der päpstliche Schatzmeister übel aufs Korn genommen. Empört beschließt Balducci, sich an den Urhebern zu rächen. Als sich Cellini und Ascanio Teresa maskiert nähern, tauchen im gleichen Moment mit derselben Verkleidung Fieramosca und Pompeo auf. Es kommt zu einer blutigen Auseinandersetzung, bei welcher Cellini Pompeo ersticht. Cellini wird zunächst vom Volk festgehalten, kann dann jedoch fliehen, weil ein Kanonenschuss das Ende des Karnevals einläutet und somit ein großer Tumult entsteht. Panisch sucht das Volk nach dem Mörder und greift Fieramosca auf, den es wegen seiner Verkleidung mit Cellini verwechselt.

          3. Akt – Aschermittwoch 
          Teresa unterhält sich mit Ascanio über die Geschehnisse des Vortags. Beide sind glücklich, als sie sehen, dass Cellini unversehrt zurückkehrt. Aufgrund des Mordes will er nun mit Teresa unbedingt fliehen, ohne jedoch den Auftrag des Papstes fertigzustellen. Doch zur Flucht kommt es nicht, denn Balducci stellt Cellini zur Rede und überschüttet seine Tochter mit Vorwürfen. Wutentbrannt teilt er dem herbeieilenden Fieramosca und Teresa mit, dass sie noch heute heiraten werden. Papst Clemens VII. wird Zeuge des Aufruhrs und befiehlt, dass ein anderer die Perseus-Statue vollenden solle. Doch weil Cellini androht, sein Modell zu zerstören, gewährt das christliche Oberhaupt dem Bildhauer schließlich eine Gnadenfrist und stellt Straffreiheit in Aussicht. Cellini willigt ein, doch fordert zudem Teresas Hand. Der Papst gestattet seinen Wunsch. Sofort macht sich der Künstler ans Werk. Da jedoch nicht genügend Metall vorhanden ist, lässt er sämtliche Statuen aus seiner Werkstatt einschmelzen. Dadurch schafft Cellini das Unmögliche: Die Perseus-Statue ist gegossen, seine mörderische Tat wird ihm vergeben, er darf Teresa zur Frau nehmen und vom Volk und dem Klerus wird er als genialer Künstler triumphal gefeiert.

          Werkeinführung

          Hector Berlioz’ Oper »Benvenuto Cellini« handelt von einem Konkurrenzkampf zweier Künstler, die ein ganz unterschiedliches Kunstverständnis besitzen: Zum einen ist da der persönliche Bildhauer des Pontifex, Fieramosca, und zum anderen gibt es den freigeistigen revolutionären Benvenuto Cellini. Der Dramaturg Benedikt Stampfli gibt Einblicke in wichtige Aspekte des Werkes und der Inszenierung von Barbora Horáková.

          Porträtzeichnung des Dramaturgen Benedikt Stampfli
          Benedikt Stampfli, Dramaturg; Zeichnung Semperoper

          Zugehörige Veranstaltungen

          Vorstellung am

          18:00 Uhr

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