Oper

La sonnambula

Vincenzo Bellini

Vincenzo Bellinis 1831 in Mailand uraufgeführte Oper »La sonnambula« gilt neben der nur ein halbes Jahr später herausgebrachten »Norma« als sein bedeutendstes Werk. Die im elegischen, weichen Stil komponierte ›semiseria‹ zeigt die Idylle eines abgelegenen Alpendorfes, in dem Aberglaube und Rückständigkeit die junge Waise Amina beinah ihr Lebensglück kosten, denn Amina schlafwandelt.

So gerät sie nachts in das Zimmer eines fremden Mannes, wird von ihrem Geliebten Elvino der Untreue angeklagt und verlassen. Erst Rodolfo, der scheinbare Verführer und niemand anderes als der heimgekehrte Sohn des verstorbenen Grafen, kann mit seinem Wissen das Phänomen erklären, Aminas Unschuld bestätigen und die Geschichte zu ihrem Happy End führen. Regisseur Rolando Villazón inszeniert Aminas Geschichte als eine Flucht aus der Enge ihres Dorfes in eine andere, innere Welt.


Melodramma in zwei Akten
Libretto von Felice Romani

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
19. März 2023,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Eine Koproduktion mit dem Théâtre des Champs-Élysées, der Metropolitan Opera und der Opéra de Nice Côte d’Azur

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung


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Stücktrailer

La sonnambula

Making-of

La sonnambula – Making-of (3)

Mit seinem Hausdebüt wird der italienische Dirigent und Spezialist für historische Aufführungspraxis von Belcanto-Opern, Evelino Pidò, am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden die elegische und von großen Chorpartien und koloraturreichen Partien bestimmte Partitur Vincenzo Bellinis zu Gehör bringen.
Making-of

La sonnambula – Making-of (2)

Eine Premiere mit zahlreichen Debüts: Emily Pogorelc gibt als schlafwandelnde Amina ihr Haus- und Rollendebüt, Maxim Mironov ist als verliebter Elvino in seinem Rollendebüt zu erleben, Rosalia Cid steht mit ihrem Haus- und Rollendebüt als Lisa zum ersten Mal überhaupt auf einer deutschen Bühne, Georg Zeppenfeld gibt als Graf Rodolfo sein Rollendebüt und als Teresa steht Reut Ventorero mit ihrem Hausdebüt auf der Bühne der Semperoper.
Making-of

La sonnambula – Making-of (1)

Mit der Inszenierung von Vincenzo Bellinis vielschichtigem Meisterwerk stellt Rolando Villazón ein weiteres Mal sein Talent unter Beweis, tiefgründige psychologische Momente und emotionale Nuancen eines Opernwerks als Spiegelbild unserer aktuellen gesellschaftlichen Konflikte herauszustellen. In der aktuellen Produktion enthüllt Villazón die hinter pittoresken Fassaden lauernden Ressentiments einer in sich geschlossenen rustikal-bäuerlichen Dorfgemeinschaft, deren festgefügter Konservatismus zu Aberglaube und Repression führt: Die schaurig-schöne Liebesgeschichte um die traumwandlerische Amina und ihren eifersüchtigen Elvino verbirgt den Freiheitsdrang einer durch Konventionen unterdrückten lebensfrohen Frau in einer restriktiven Welt.

Werkeinführung

Nach 130 Jahren ist Vincenzo Bellinis Oper La sonnambula (Die Schlafwandlerin) erstmals wieder an der Semperoper zu erleben. Dieses im lyrisch-elegischen Stil komponierte Musiktheaterwerk beschäftigt sich mit dem im 19. Jahrhundert noch weitgehend unerforschten Phänomen des Schlafwandelns. Das Lebensglück der jungen Amina hängt vom Glauben und Nichtglauben einer rückständigen Dorfgemeinschaft ab. In der Neuproduktion in der Regie von Rolando Villazón ist Amina eine selbstbestimmte, junge Frau, die sich aus einer von Aberglauben und übersteigerter Skepsis behafteten Gesellschaft befreit. Operndramaturgin Juliane Schunke gibt Einblicke in die Entstehung und die Hintergründe des Werkes und der Inszenierung.