Oper

L’elisir d’amore / Der Liebestrank

Gaetano Donizetti

Melodrama in zwei Akten Libretto von Felice Romani nach dem Libretto von Augustin Eugène Scribe zu der Oper »Le Philtre« von Daniel François Esprit Auber In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Ein Ort, irgendwo im Nirgendwo, eine Welt, die das Lieben verlernt hat. Nur zynischen Spott erntet in dieser emotionalen Trostlosigkeit Nemorino, der bis zur Selbstverleugnung in Adina verliebt ist. Auch sie fühlt sich fremd in ihrer Umgebung und ist heimlich fasziniert von dem ehrlich-naiven Nemorino, weist ihn jedoch zurück und gibt dem schneidigen Hauptmann Belcore den Vorzug. Hilfe verspricht der durchreisende Quacksalber Dulcamara. Mit seinem »Liebestrank der Isolde«, der zwar nur simpler Bordeaux ist, doch genauso gut seine Wirkung entfaltet, verführt er die Menschen, ihre Träume zu leben – und macht Nemorino zum begehrenswertesten Junggesellen des Ortes. Als einer der bedeutendsten Komponisten des Belcanto wandte sich Gaetano Donizetti für »L’elisir d’amore« einmal mehr der italienischen Opera Buffa zu. Leichtfüßig, mit verschwenderischen Melodien und unerschöpflichem Einfallsreichtum erzählt Donizetti von der Liebe, die in all ihren Spielarten heiter belächelt oder wehmütig ersehnt wird, wie in Nemorinos berühmter Klage »Una furtiva lagrima«. Dazu erweckt Regisseur Michael Schulz in seiner Inszenierung mit zahlreichen Überraschungseffekten die hochmütige, gefühlskalte Gesellschaft des »Liebestranks« zum Leben und Lieben.

Zusammenfassung

Ein Ort, irgendwo im Nirgendwo, eine Welt, die das Lieben verlernt hat. Nur zynischen Spott erntet in dieser emotionalen Trostlosigkeit Nemorino, der bis zur Selbstverleugnung in Adina verliebt ist. Auch sie fühlt sich fremd in ihrer Umgebung und ist heimlich fasziniert von dem ehrlich-naiven Nemorino, weist ihn jedoch zurück und gibt dem schneidigen Hauptmann Belcore den Vorzug. Hilfe verspricht der durchreisende Quacksalber Dulcamara. Mit seinem »Liebestrank der Isolde«, der zwar nur simpler Bordeaux ist, doch genauso gut seine Wirkung entfaltet, verführt er die Menschen, ihre Träume zu leben – und macht Nemorino zum begehrenswertesten Junggesellen des Ortes. Als einer der bedeutendsten Komponisten des Belcanto wandte sich Gaetano Donizetti für »L’elisir d’amore« einmal mehr der italienischen Opera Buffa zu. Leichtfüßig, mit verschwenderischen Melodien und unerschöpflichem Einfallsreichtum erzählt Donizetti von der Liebe, die in all ihren Spielarten heiter belächelt oder wehmütig ersehnt wird, wie in Nemorinos berühmter Klage »Una furtiva lagrima«. Dazu erweckt Regisseur Michael Schulz in seiner Inszenierung mit zahlreichen Überraschungseffekten die hochmütige, gefühlskalte Gesellschaft des »Liebestranks« zum Leben und Lieben.

Ausführliche Inhaltsangabe

Erster Akt
Der schüchterne Nemorino liebt Adina seit Langem – aber erfolglos. Adina weist seine Geständnisse regelmäßig zurück. Nemorino hat für dieses Verhalten Verständnis, bewundert er doch Adina für ihre Klugheit – sie kennt sogar die Geschichte von Tristan und Isolde – , während er sich selbst für einen Idioten hält. Überraschend bekommt Nemorino Konkurrenz von Belcore, einem Sergeanten, der im Gegensatz zu Nemorino von keinerlei Selbstzweifeln angekränkelt ist: Sogleich möchte er Adina heiraten. Rettung naht in Gestalt des »Doktor« Dulcamara, der ein Wundermittel gegen alle Probleme und Gebrechen dieser Welt im Angebot hat. Nemorino fragt ihn nach dem Liebestrank von Tristan und Isolde. Daraufhin verkauft Dulcamara ihm eine Flasche Rotwein als ebensolchen und behauptet, wenn Nemorino ihn tränke, würde dieser innerhalb von 24 Stunden bei Adina Gegenliebe auslösen. Von der baldigen Wirkung des Trankes überzeugt, ignoriert Nemorino nun Adina. Belcore muss wieder in den Krieg ziehen. Aus Verärgerung darüber, dass Nemorino offensichtlich das Interesse an ihr verloren hat, nimmt Adina Belcores Heiratsantrag an. Die Hochzeit soll noch am selben Abend stattfinden – zu früh, damit der Liebestrank seine erhoffte Wirkung tun kann. Vergeblich bittet Nemorino Adina um einen Aufschub der Hochzeit.

Zweiter Akt
Die Hochzeitsfeierlichkeiten haben begonnen, doch Adina zögert die Unterzeichnung des Ehevertrages hinaus. Noch einmal bittet Nemorino Dulcamara um Hilfe. Er rät zu einer zweiten Flasche des »Liebestrankes«, für die Nemorino jedoch das Geld fehlt. In seiner Not sieht er keinen anderen Ausweg, als sich von seinem Rivalen Belcore als Soldat anwerben zu lassen, um mit dem Sold den Trank bezahlen zu können. Unter den Hochzeitsgästen verbreitet sich das Gerücht, dass Nemorino durch den Tod eines Onkels reich geworden sei. Auf einmal steht Nemorino im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, die Frauen umschwärmen ihn. Adina wird sich ihrer Liebe zu Nemorino bewusst. Als Dulcamara ihr ebenfalls zu einem Liebestrank rät, wehrt Adina aber ab, sie vertraue auf sich selbst und würde solche Mittel nicht benötigen. Berührt von der Konsequenz, mit der Nemorino seine Liebe lebt, kauft Adina ihn aus dem mit Belcore geschlossenen Vertrag frei. Endlich finden Adina und Nemorino zueinander. In völliger Verkennung der Situation feiert Dulcamara sich und seinen Erfolg.

Inszenierungsteam

  • Inszenierung
    Michael Schulz
  • Bühnenbild
    Dirk Becker
  • Kostüme
    Renée Listerdal
  • Licht
    Fabio Antoci
  • Chor
    Jörn Hinnerk Andresen
  • Dramaturgie
    Sophie Becker

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.