Oper

Die Jüdin von Toledo

Detlev Glanert

Die Uraufführung Die Jüdin von Toledo des deutschen Komponisten Detlev Glanert mit einem Libretto von Hans-Ulrich Treichel wird in der letzten Spielzeit von Intendant Peter Theiler ein einzigartiges Erlebnis. Detlev Glanert hat mit seinen mehr als ein Dutzend geschaffenen Opern einen sehr wichtigen Beitrag zur jüngeren Musiktheatergeschichte beigesteuert.

Die Inszenierung gestaltet der international renommierte kanadische Regisseur Robert Carsen, der damit an der Semperoper debütiert. 

In der fünfaktigen Oper Die Jüdin von Toledo spürt er der verbotenen Liebesgeschichte zwischen dem spanischen König Alfonso VIII. und seiner jüdischen Geliebten Rahel nach – ein dramatischer und zugleich packender Stoff, der zwischen privaten Gefühlen und staatlichen Verpflichtungen changiert. Ausgangspunkt ist das Historische Trauerspiel in fünf Akten Die Jüdin von Toledo des österreichischen Dramatikers Franz Grillparzer für die gleichnamige Oper, die spätromantische Klänge mit Traditionen aus dem 20. Jahrhundert verbindet und dadurch eine eigene, genuin höchst differenzierte Klangsprache schafft.


Uraufführung. Oper in fünf Akten
Libretto von Hans-Ulrich Treichel

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
10. Februar 2024,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Auftragswerk der Sächsischen Staatsoper Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

Entdecken

Stücktrailer

Die Jüdin von Toledo – Trailer

In Detlev Glanerts fünfaktiger Oper Die Jüdin von Toledo spürt der renommierte kanadische Regisseur Robert Carsen der verbotenen Liebesgeschichte zwischen dem spanischen König Alfonso VIII. und seiner jüdischen Geliebten Rahel nach – ein dramatischer und zugleich packender Stoff, der zwischen privaten Gefühlen und staatlichen Verpflichtungen changiert.

»Die Jüdin von Toledo« – Making-of (3)

Als Schwestern Rahel und Esther stehen die Sopranistin Heidi Stober und die Mezzosopranistin Lilly Jørstad in der Uraufführung von Detlev Glanerts Die Jüdin von Toledo gemeinsam auf unserer Opernbühne. Im Making-of geben sie erste Einblicke in die mit Spannung erwartete Inszenierung von Robert Carsen.
Making-of

»Die Jüdin von Toledo« – Making-of (2)

Ausgestattet mit zahlreichen Skizzenbüchern entwirft der Komponist Detlev Glanert fantastische musikalische Welten für die große Opernbühne. Zuletzt für Oceane (2019) an der Deutschen Oper Berlin und nun für Die Jüdin von Toledo nach dem gleichnamigen Trauerspiel von Franz Grillparzer. In diesem Making-of spricht Detlev Glanert über seine Arbeitsweise und den Entstehungsprozess seiner Opern.

Publikumsstimmen

Making-of

»Die Jüdin von Toledo« – Making-of (4)

Mit der Premiere von Die Jüdin von Toledo wird erstmals die Ud in einer Opernkomposition zu Gehör gebracht. Als integraler Bestandteil der persischen und arabischen Musik repräsentiert die Ud eine der drei grundlegenden Klangfarben in Detlev Glanerts Komposition. Nassib Ahmadie, der eine klassische Musikausbildung als Cellist durchlaufen hat, ist Mitglied des West-Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Daniel Barenboim. Für die Uraufführung von Die Jüdin von Toledo wird er die Ud spielen. Unser Making-of verrät mehr!
Making-of

»Die Jüdin von Toledo« – Making-of (1)

Wir haben Komponist Detlev Glanert zu Hause in Berlin besucht und nehmen Sie mit zu den Anfängen der Opernkomposition des Auftragswerkes Die Jüdin von Toledo. Inhaltlicher Ausgangspunkt ist Franz Grillparzers gleichnamiges historisches Trauerspiel, das die verbotene Liebesgeschichte zwischen dem spanischen König Alfonso VIII. und seiner jüdischen Geliebten Rahel erzählt.

Werkeinführung

Mit Die Jüdin von Toledo erlebt die neue Oper des renommierten Komponisten Detlev Glanert ihre Uraufführung. Das Auftragswerk der Semperoper Dresden widmet sich den Fragen nach Freiheit und Pflicht, Individualität und der Zugehörigkeit zu einem Kollektiv – und wie viel man bereit ist, für den Erhalt der eigenen Macht zu opfern. Auf ein Libretto von Hans-Ulrich Treichel komponiert Detlev Glanert eine packende, hoch emotionale Musik über zutiefst menschliche Zustände. Im Opernführer online erläutert Dramaturg Martin Lühr Hintergründe zum Werk und zur Inszenierung von Robert Carsen.

Hörprobe der Ud

Auszug aus Die Jüdin von Toledo 3. Akt, gespielt von Nassib Ahmadieh Die Ud ist das allgegenwärtige Instrument der persischen und arabischen Musik, sie wurde im 9. Jahrhundert von den Mauren nach Andalusien und somit nach Europa gebracht. In Die Jüdin von Toledo ist die Ud erstmals an der Semperoper in einer Opernaufführung zu hören. Nassib Ahmadieh, der im Libanon und Deutschland seine klassische Musikausbildung als Cellist absolvierte, ist Mitglied im West-Eastern Divan Orchestra von Daniel Barenboim und spielte auf der Ud 2018 die Uraufführung von David Robert Colman Looking for Palastine mit diesem Orchester unter der Leitung von Daniel Barenboim.

Pausengespräch mit Detlev Glanert

„Die Oper ist ein Teamprodukt im allerhöchsten Sinne“ Anlässlich der Uraufführung von Die Jüdin von Toledo hat sich der Komponist Detlev Glanert die Zeit genommen, einige Einblicke in seinen kreativen Prozess zu geben. Mit zwölf Opern ist er einer der profiliertesten zeitgenössischen Komponisten für das Musiktheater. Dabei geht er immer von einem literarischen Stoff aus, sei es Roman, Drama, Novelle, Tagebuch oder Fragment.  Mit Die Jüdin von Toledo – nach dem Trauerspiel von Franz Grillparzer –  bringt er nun eine Oper auf die Bühne, in der privates Glück durch politischen Machtmissbrauch und Fanatismus zerstört wird. Mit dem Dramaturgen Martin Lühr hat er sich darüber unterhalten und auch Antwort auf Fragen gegeben wie: Wie wählt ein Komponist die Stoffe für seine Opern aus? Und was ist das Reizvolle an dieser Kunstform für einen Komponist des 21. Jahrhunderts?