Oper

Woyzeck

Robert Wilson / Tom Waits / Kathleen Brennan

Nach einem Stück von Georg Büchner. Songs und Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan. Konzept von Robert Wilson. Textfassung von Ann-Christin Rommen und Wolfgang Wiens

Premiere 7. Juni 2024

In deutscher und englischer Sprache

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  • 19:00 – 20:20 Uhr

  • Ort: Semper Zwei

  • Die Abendkasse in Semper Zwei öffnet 30 min vor Vorstellungsbeginn.

  • Werkeinführung (kostenlos)
  • 25 Minuten vor Beginn im Oberen Foyer von Semper Zwei
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    • 14:00 – 15:20 Uhr

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    • Nachgespräch im Anschluss an die Vorstellung (kostenfrei).
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                          Stück-Info

                          Die Geschichte um Woyzeck hinterließ Georg Büchner 1837 in einem Fragment. Tom Waits, Kathleen Brennan und Robert Wilson schufen 2000 aus Büchners Szenen ein packendes Musiktheater, zynisch und doch voller Sehnsucht nach Glück. Zu den einzelnen Szenen schrieben Waits und Brennan berührende und verstörende Songs zwischen Ballade, Chanson und Moritat, die mal den Charakter eines langsamen Liebesduetts, mal den einer gnadenlosen Hetzjagd annehmen. Manfred Weiß bringt dieses Stück nun auf die Bühne von Semper Zwei.

                          Hinweis auf sensible Inhalte: Die Inszenierung enthält die Darstellung eines Femizids.

                          Handlung

                          Der Soldat Woyzeck rasiert seinen Hauptmann, der ihn wegen seiner unehelichen Beziehung kritisiert. Woyzecks Geliebte Marie, die ein Kind von ihm erwartet, hat sich Woyzeck zunehmend entfremdet und lässt sich die Avancen eines Tambourmajors gefallen. 

                          Woyzeck stellt sich einem Doktor für medizinische Experimente zur Verfügung. Währenddessen beschenkt der Tambourmajor Marie mit Ohrringen, die sie vor Woyzeck nicht verstecken kann. Dessen Zustand verschlechtert sich zunehmend, in seiner Eifersucht wird er gegenüber Marie sogar gewalttätig. 

                          Im Wirtshausgarten tanzen Marie und der Tambourmajor öffentlich miteinander. Der geistig behinderte Karl riecht Blut in der Luft. Die Stimmen in Woyzecks Kopf, die ihn auffordern, Marie mit einem Messer zu erstechen, wollen nicht schweigen. Er gerät mit dem Tambourmajor aneinander.

                          Nach dem Tanz besucht Woyzeck Marie und lädt sie zu einem nächtlichen Spaziergang ein. An einem Teich erinnert er sie an die gemeinsame glückliche Zeit, bevor er sie ersticht. 

                          Werkeinführung

                          Die Geschichte um den Soldaten Woyzeck und seine Geliebte Marie hat Georg Büchner nur als Dramenfragment hinterlassen. Im Jahr 2000 haben Tom Waits und Kathleen Brennan mit Songs daraus packendes Musiktheater gemacht: Zu dem Text Büchners gesellt sich die düstere Poetik der Lieder. Manfred Weiß inszeniert das Stück auf der Bühne von Semper Zwei. Der Dramaturg Martin Lühr gibt im Opernführer online Einblicke in die Geschichte des Dramas, des historischen Woyzecks und die Songs von Waits und Brennan.

                          Porträtzeichnung des Dramaturgieassistenten Martin Lühr
                          Martin Lühr, Dramaturg; Zeichnung Semperoper

                          Programmheft

                          Das digitale Programmheft

                          Der historische Woyzeck

                          von Martin Lühr, Dramaturg

                          Leben und Tat von Johann Christian Woyzeck

                          Verschiedene Kriminalfälle kommen in Frage als Vorlage für die Dramenkonzeption Büchners; primär war es aber der 1780 in Leipzig geborene Johann Christian Woyzeck, dessen Fall Büchner als Ausgangspunkt nahm. Früh verwaist, schlug Woyzeck sich als Perückenmacher, Illuminator von Kupferstichen, Diener, und Söldner (für verschiedene Länder) durch. 1818 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück, in der er verschiedenen Gelegenheitsjobs annahm, größtenteils aber arbeitslos und immer öfter auch ohne Obdach blieb. Zudem begann er eine von starker Eifersucht geprägte Beziehung mit der fünf Jahre älteren Chirurgenwitwe Johanna Christiane Woost (genannt »die Woostin«), die er auch in der Öffentlichkeit schlug und dafür mehrere Tage in Arrest kam. Am 21. Juni 1821 erstach er sie, nachdem sie sich mit einem anderen Mann getroffen hatte, mit einer abgebrochenen Degenklinge. Nach der unmittelbaren Verhaftung beantragte die Verteidigung aufgrund von Nachrichten über frühere Verhaltensauffälligkeiten Woyzecks eine gerichtsärztliche Untersuchung seines Geisteszustandes: Er habe Halluzinationen, die sich vor allem durch eine körperlose Stimme, die mit Woyzeck rede, bemerkbar mache.

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                          Der Arzt Dr. Johann Christian August Clarus wurde mit der Untersuchung beauftragt, führte fünf Gespräche mit dem Angeklagten und kam zu dem Schluss, dass Woyzeck zwar zum Trinken neige, aber es kein Merkmal gäbe, »welches auf das Dasein eines kranken, die freie Selbstbestimmung und die Zurechnungsfähigkeit aufhebenden Seelenzustandes zu schließen berechtige.« Nach einer Beichte kamen durch den Priester jedoch erneut Zweifel an der psychischen Gesundheit des Täters auf und Dr. Clarus führte ein zweites Mal Gespräche mit Woyzeck, in denen er zum selben Ergebnis wie in seinem ersten Gutachten kam: Der Täter ist zurechnungsfähig.


                          Moralischer Impetus

                          Die Stimmen, von denen Woyzeck sprach, erklärte Dr. Clarus als Täuschung des Gehörsinnes als Folgen von Kongestionen des Blutes [Blutandrang, Anm. d. Red.] nach dem Kopfe sowie mit der Tatsache, dass Woyzeck Selbstgespräche führe, was »es sehr denkbar macht, wie er, bei dem erhitzten Zustande seines Blutes und seiner Einbildungskraft, seine ebengedachten, oder laut ausgesprochenen Worte mit dem Lärm in seinem Kopfe verwechseln« könne. Den Glauben an solche Dinge wie innere Stimmen schreibt er zudem den unteren gesellschaftlichen Schichten zu und macht in der Publikation seiner Untersuchung aus dem kriminalistischen Fallbeispiel ein moralisches: »Möge die heranwachsende Jugend bei dem Anblicke des blutenden Verbrechers, oder bei dem Gedanken an ihn, sich tief die Wahrheit einprägen, dass Arbeitsscheu, Spiel, Trunkenheit, ungesetzmäßige Befriedigung der Geschlechtslust, und schlechte Gesellschaft, ungeahnet und allmählich zu Verbrechen und zum Blutgerüste führen können.« Der Antrag der Verteidigung auf die Umwandlung der Todes- in eine Zuchthausstrafe wurde vom Gericht abgelehnt und Woyzeck am 27. August 1824 auf dem Marktplatz in Leipzig öffentlich hingerichtet. Die Diskussionen über die Zurechnungsfähigkeit ließ aber auch nach dem Tod Woyzecks nicht nach.


                          Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit

                          Bis heute stellt sich die Frage beim Lesen der Gerichtsgutachten. An einer Stelle wird eine scheinbar eindeutige Aussage Woyzecks festgehalten: »In Ansehung der Ereignisse […] des Jahres 1821, ingleichen der Vergehungen, die er sich während dieser Zeit zu verschiedenen Malen gegen die Woostin erlaubt hat, blieb er ganz bei seinen in den Verhören erstatteten Aussagen stehen, und versicherte, dass er zu denselben bloß durch Eifersucht, wozu ihm diese Person häufig Gelegenheit gegeben, keineswegs aber durch die Stimmen, die sich um ihn vernehmen lassen, veranlasst und gereizt worden sei.« Gleichzeitig sollen die Stimmen aber auch konkrete Anweisungen erteilt haben: »Als in Gohlis die Kirmse gewesen, habe er abends im Bette gelegen und an die Woostin gedacht, dass diese wohl dort mit einem anderen zu Tanze sein könne. Da sei es ihm ganz eigen gewesen, als ob er die Tanzmusik, Violinen und Bässe durcheinander, höre, und dazu im Takte die Worte: ›Immer drauf, immer drauf!‹« Welche Gründe führen einen Menschen zu einem Mord? Wo beginnen und enden Verantwortung und Zurechnungsfähigkeit? Für die Urteilsfindung in Prozessen ist dies bis heute ein oft schwer zu definierender, schmaler Grat. Bis heute bleibt sie aktuell, die Frage, die Büchner in einem Brief an seine Verlobte Wilhelmine Jaeglé 1833 stellte: »Was ist das, was in uns lügt, mordet, stiehlt?«

                          »Unser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen sechzig Jahre lang am Strick und zappeln, aber wir werden uns losschneiden.«

                          Georg Büchner, »Dantons Tod«, Akt 1, Szene 2

                          »Der grässliche Fatalismus der Geschichte«

                          Aus: Hans Mayer: »Georg Büchner und seine Zeit«, 1972

                          Deutung mit offenen Fragen

                          Das Verbrechen entsteht aus Umständen, in die wir hineingeboren sind und die »außer uns liegen«, die nicht wir schaffen und erzeugen, sondern die uns bedingen. Wahnsinn und Wahnsinnstat, beim historischen Woyzeck bestehende Zustände und Handlungen, die da sind, ohne der Enträtselung zu bedürfen, sind im Drama aufgelöst, zum Prozess geworden: soziale Umstände erzeugen die Umnachtung, Gegensätzlichkeit gesellschaftlicher Macht und Stärke erzeugt das Verbrechen. Die Frage nach dem, was »in uns« das Verbrechen erzeugt, wird mit brutaler Schärfe an das gesellschaftliche Sein, an die Antinomien des Besitzes und der Bildung verwiesen. Die Deutung scheint ins Helle zu führen.

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                          Doch sie führt zugleich zurück ins Dunkle. Der Hintergrund, die geheime Triebkraft des Verbrechens wird entschleiert; allein es bleibt die Frage nach der Natur und Macht jener sozialen Zustände, die ins Verderben treiben. Wer hat sie eingesetzt, wer kann sie verändern, wenn es die Menschen nicht können? Welche Macht verteilt die Schicksale, jene auf der Lichtseite, die der Moral und des Besitzes froh sind, und jene im Schatten, die ins Verbrechen getrieben werden, wenn das »Verbrechen« ist, was aus sozialer Not und Kampf gegen unangreifbare Mächte geboren wurde? Welcher Trost aber könnte diesen tödlich Verstrickten gespendet werden? Wenn nichts sichtbar und spürbar ist, was retten und ändern könnte, so bleiben bloß Mitleid und Liebe zur leidenden Kreatur. Davon aber ist das Herz dieses großen Dichters allezeit voll. Liebe zu den Entbehrenden und Leidenden ist ihm stets so selbstverständlich, Grundmotiv seines Lebens und Dichtens, wie ihr Gegenpol: der Hass gegen die Privilegien und Anmaßungen der Gebildeten und Besitzenden. Jener Gießener Brief an die Eltern vereinigte zum ersten Mal beide Motive. Neben das Bekenntnis zum Hass gegen jene, »die … die große Masse ihrer Brüder ihrem verachtenden Egoismus opfern«, tritt die Kraft mitleidiger Liebe, die bekennt: »Ich hoffe noch immer, dass ich leidenden, gedrückten Gestalten mehr mitleidige Blicke zugeworfen als kalten, vornehmen Herzen bittere Worte gesagt habe.« Wenn Lenz in Büchners Novelle das Prinzip seines Dichtertums enthüllt und es heißt: »Dieser Idealismus ist die schmählichste Verachtung der menschlichen Natur. Man versuche es einmal und senke sich in das Leben des Geringsten und gebe es wieder in den Zuckungen, den Andeutungen, dem ganzen feinen, kaum bemerkten Mienenspiel«, so wird auch hier nichts anderes ausgesprochen als Büchners Konfession, als das Grundmotiv noch des »Woyzeck«. Alle Liebe ihres Dichters umfasst die Welt des Franz Woyzeck und der gleich ihm Gedrückten und Leidenden, die Welt der »Natur«; aller Hass und enthüllende Hohn zeichnet die Moralischen und die Idealischen. Hier findet sich die Einheit von Büchners Politik und Ästhetik, seines Lebens und Dichtens. Aber man spürt, bei allem Mitleiden, keinen wirklichen Trost, den der Dichter zu geben hätte. So bleibt die letzte Frage: jene nach dem Ausweg aus solchem Sein. Gibt es nur die Reaktion des Verbrechers? Nicht auch eine andere? Es handeln doch nicht alle Menschen in der gleichen Lage wie Woyzeck. Der Weg führt zurück ins Dunkel. Über dem ganzen Werk könnte als Motto der Aufschrei Woyzecks stehen: »Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.«

                          Den Figuren der italienischen Commedia dell’arte hat man die Gestalten des Woyzeck-Dramas vergleichen wollen. Auch Gozzis und Goldonis Figuren sind »Typen«, vereinfachter Ausdruck sozialer Funktionen; allein sie stehen an ihrem Platz in der Hierarchie und vollführen ihr Spiel; die Zuordnung zur Sphäre der Nachbarfigur bedrückt sie nicht. Alle sind gleich mächtig und berechtigt; sie agieren in innerer Harmonie. Die Gestalten aber, die den armen Barbier und Stadtsoldaten Woyzeck umgeben, sind Individualitäten und Typen zugleich. Sie leben ihr eigenes Leben, allein es wird von Umständen gestaltet und getrieben, die sie nicht erfassen, noch weniger gestalten oder gar verändern können. Das Sein einer unharmonischen, in sich widerspruchsvollen Ordnung verkündet sich in ihnen. »Natur« und »Moral« finden nicht zueinander. Man ahnt, wie die Kräfte aussehen, die den Woyzeck in Wahnsinn und Verbrechen hineinhetzen, aber bezwingen kann man sie nicht. Es bleibt der grässliche Fatalismus der Geschichte. Auf die dreimal gestellte Frage nach der Möglichkeit, ihn zu überwinden, hat Georg Büchner auch im »Woyzeck« keine andere Antwort gefunden als das Mitleiden des Dichters mit seinem Geschöpf.

                          »Ob sie nun an der Guillotine oder am Fieber oder am Alter sterben!
                          Es ist noch vorzuziehen, sie treten mit gelenken Gliedern hinter die Kulissen und können im Abgehen noch hübsch gestikulieren und die Zuschauer klatschen hören. Das ist ganz artig und passt für uns; wir stehen immer auf dem Theater, wenn wir auch zuletzt im Ernst erstochen werden.«

                          GEORG BÜCHNER, »DANTONS TOD«, AKT 2, SZENE 1

                          Wunderliche Märchen

                          von Martin Lühr, Dramaturg

                          In Georg Büchners »Woyzeck« finden sich immer wieder Rückgriffe auf die »Kinder- und Hausmärchen« von Jacob und Wilhelm Grimm, 1812 zum ersten Mal erschienen. Besonders Karl, der Nachbar Maries, der in seiner eigenen Welt lebt, öffnet in seiner Aufzählung einen breiten Assoziationsraum in diese Märchenwelt: »Der hat die golden’ Kron’, der Herr König. Morgen hol’ ich der Frau Königin ihr Kind« zitiert das Rumpelstilzchen, »Rucke di gu, Blut ist im Schuh« den Schluss aus »Aschenputtel«. Karl zitiert hier nicht die glücklichen Schlussmomente der Märchen, sondern ihre verstörenden Aspekte: Das böse Rumpelstilzchen will ein kleines Kind seiner Mutter entreißen und Aschenputtels Stiefschwestern hacken sich die Ferse ab, um den Fuß in den gläsernen Schuh zu bekommen. Besonders deutlich wird die Abgründigkeit in dem dritten Märchen, das Karl zitiert mit dem Satz »Blutwurst sagt: Komm, Leberwurst!« Dabei handelt es sich um die – heute zu Unrecht in Vergessenheit geratene – »Wunderliche Gasterei«; ein Märchen, das von versuchtem Kannibalismus handelt. Im Folgenden ist die Fassung der Brüder Grimm von 1819 zu lesen:

                          »Die wunderliche Gasterei« 

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                          Auf eine Zeit lebte eine Blutwurst und eine Leberwurst in Freundschaft, und die Blutwurst bat die Leberwurst zu Gast. Wie es Essenszeit war, ging die Leberwurst auch ganz vergnügt zu der Blutwurst, als sie aber in die Haustüre trat, sah sie allerlei wunderliche Dinge, auf jeder Stiege der Treppe, deren viele waren, immer etwas anderes, da war etwa ein Besen und eine Schippe, die sich miteinander schlugen, dann ein Affe mit einer großen Wunde am Kopf und dergleichen mehr.

                          Die Leberwurst war ganz erschrocken und bestürzt darüber, doch nahm sie sich ein Herz, trat in die Stube und wurde von der Blutwurst freundschaftlich empfangen. Die Leberwurst hub an, sich nach den seltsamen Dingen zu erkundigen, die draußen auf der Treppe wären, die Blutwurst tat aber, als hörte sie es nicht, oder als sei es nicht der Mühe wert davon zu sprechen, oder sie sagte etwa von der Schippe und dem Besen: »Es wird meine Magd gewesen sein, die auf der Treppe mit jemand geschwätzt hat«, und brachte die Rede auf etwas anderes.

                          Die Blutwurst ging darauf hinaus und sagte, sie müsse in der Küche nach dem Essen sehen, ob alles ordentlich angerichtet werde, und nichts in die Asche geworfen. Wie die Leberwurst derweil in der Stube auf- und abging und immer die wunderlichen Dinge im Kopf hatte, kam jemand, ich weiß nicht, wer’s gewesen ist, herein und sagte: »Ich warne dich, Leberwurst, du bist in einer Blut- und Mörderhöhle, mach dich eilig fort, wenn dir dein Leben lieb ist.« Die Leberwurst besann sich nicht lang, schlich zur Tür hinaus und lief, was sie konnte; sie stand auch nicht eher still, bis sie aus dem Haus mitten auf der Straße war. Da blickte sie sich um, und sah die Blutwurst oben im Bodenloch stehen mit einem langen, langen Messer, das blinkte, als wär’s frisch gewetzt, und damit drohte sie, und rief herab:

                          »Hätt’ ich dich, so wollt’ ich dich!«

                          »Weil wir im Kerker geboren und großgezogen sind, merken wir nicht mehr, dass wir im Loch stecken mit angeschmiedeten Händen und Füßen und einem Knebel im Munde.«

                          Georg Büchner an seine Familie, 1833

                          Von dystopischen Träumen

                          Anmerkungen zu den Songs von Kathleen Brennan und Tom Waits

                          von Martin Lühr, Dramaturg

                          Märchen zum Verzweifeln

                          In Büchners Szenen für »Woyzeck« liest eine namenlose Großmutter ein eigenartiges Märchen vor: »Es war einmal ein arm’ Kind …« In dieser Geschichte scheinen Versatzstücke aus zwei Märchen der Brüder Grimm zunächst Vertrautheit zu heucheln: »Die Sterntaler« und »Die sieben Raben«. Ein junges Mädchen macht sich auf die Suche nach einer Familie. Aber das Märchen bei Büchner zerstört jeden Lichtschimmer. Das Universum, in dem ein Kind nach einem anderen Lebewesen sucht, entpuppt sich als ausgestorben. Es lebt niemand sonst mehr, Sonne, Mond und Sterne sind tote Natur und die Erde entpuppt sich als ein Haufen Dreck. Kein Happy End, sondern ein beinahe nihilistischer Schluss. Die radikale Umstürzung jeder Hoffnung, die Büchner vornimmt, wird in der Literaturwissenschaft als Anti-Märchen bezeichnet: Ein Märchen, das nichts märchenhaftes mehr an sich hat. Beide Märchen der Brüder Grimm schließen – bei den »Sieben Raben« trotz aller Brutalität der Ereignisse – mit einem glücklichen Ende: Das junge Mädchen kehrt mit ihren Brüdern als heile Familie nach Hause zurück und für die kleine Sterntaler regnet es Gold vom Himmel: Die emotionale und finanzielle Misere ist überwunden.

                          Für das »arm’ Kind« aus der Büchner-Version gibt es am Schluss weder das eine noch das andere, sondern nur Einsamkeit und Tränen. Die Literaturwissenschaftlerin Meagan Tripp bringt es in ihrem Artikel über diesen Moment im »Woyzeck« auf den Punkt: »Das Märchen des ausgebeuteten Volkes entpuppt sich als Dystopie.«

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                          Galeerensklaven

                          In den Songs von Tom Waits und Kathleen Brennan lassen sich die Spuren dieser Idee eines Anti-Märchens wiederfinden: Eine Metaebene, die Büchners Drama und die interpolierten Songs miteinander verbindet, sind die desillusionierten, beinahe zynischen Fantasiewelten, mit denen die Charaktere jonglieren. Überhaupt besingen die Figuren – und das ist das Paradoxon, das einen Teil der reizvollen Spannung dieser Lieder ausmacht – auf höchst poetische Weise eine Welt bar jeglicher Poesie.

                          Eines der Leitmotive der Texte von Waits und Brennan ist der Ozean als eine Metapher für das Leben in und auf der Welt. Er wird als feindliches Umfeld betrachtet, auf dem die lecken Schiffe im Begriff sind zu sinken. So kämpft Woyzeck gegen die See, um seinem »Coney Island Baby« etwas Gutes zu tun. Die sadistischen Vertreter der Gesellschaft, Doktor und Hauptmann, besingen beispielsweise in »Starving In The Belly Of A Whale« das Gesetz des Stärkeren anhand der Nahrungskette des Ozeans, in dem die kleinen Fische von den großen gefressen werden. Den Refrain dabei nicht zu komponieren, sondern als ein Mantra brüllen zu lassen, ist ein Merkmal, das die nihilistischsten Songs miteinander gemeinsam haben. Der Prolog nimmt mit »Misery’s The River Of The World« das Bild des feindlichen (Lebens-)Ozeans bereits vorweg. Die Jahrmarktschreier vereinen die gesamte Menschheit im Elendsfluss, auf dem alle als Galeerensklaven rudern müssen: »Everybody row!«


                          Hoffen bis zur Hoffnungslosigkeit

                          Nur in wenigen Nummern scheint so etwas wie eine ehrliche Hoffnung durchzuschimmern. »Coney Island Baby« ist dabei ein treffendes Beispiel für die Vielschichtigkeit der Texte. Die Brooklyn vorgelagerte Halbinsel Coney Island mit ihrem legendären Vergnügungspark beherrscht den Song zugleich als realer Ort und als Symbol. Diese Dualität zieht sich durch die Verse: So wird Marie in einem roten Kleid zur Prinzessin, die Lichter im Vergnügungspark werden zu Mond und Sternen, der Park wird zum Märchenort.

                          In diesem Lied wird mit der Grenzverwischung zwischen Realität und Traum, mit einer doppelten Ebene von der ersten Zeile an gespielt: Das besungene »Dreamland« ist zum einen ein Traumland und gleichzeitig auch einer der Namen, den der Vergnügungspark auf Coney Island im Laufe der Geschichte mehrfach innehatte. »All The World Is Green« zeigt in seiner zweifachen Verwendung jedoch die Zerstörung dieses Liebestraums von Coney Island: Beim ersten Mal ist das Solo von Woyzeck noch getragen von der Liebe, die ihm die Beziehung zu Marie als Zufluchtsort gewährt. Er glaubt daran, durch seinen Einsatz für sie, das Geldverdienen mit mehreren Nebenjobs, bessere Zeiten schaffen und das Gras wieder grüner machen zu können. Im Duett mit Marie kurz vor Ende ist die Beschwörung der grünen Wiesen ein Abgesang auf ein verlorenes Paradies. Nur im Verstellen, im »pretend«, existiert hier noch eine heile Welt, die unwiederbringlich zerbrochen ist.

                          Meagan Tripp schreibt dem Märchen der Großmutter bei Büchner eine moralische Dialektik zu: »Das didaktische Märchen wird durch die Einladung ersetzt, die Welt und ihre Brutalität klar anzuschauen und von diesen Beobachtungen wie aus einem wirklichkeitsgetreuen Geschichtsbuch zu lernen.« Im ›art musical‹ »Woyzeck« gibt es diese Großmutter nicht. In den Songs ergreifen bei Waits und Brennan die Figuren selbst die Möglichkeit, aus der Enttäuschung an der Welt eine Kunst zu schaffen, die dann allerdings Perspektivlosigkeit kennzeichnet. Die Lage ist hoffnungslos, darin sind sich alle Figuren einig. Ob sie daraus etwas lernen, scheint jedoch zweifelhaft.

                          Zitate aus: Meagan Tripp, »Das Anti-Märchen als Kulturfenster und Zeitzeuge in Georg Büchners ›Woyzeck‹«

                          »Ich verachte Niemanden, am wenigsten wegen seines Verstandes oder seiner Bildung, weil es in Niemands Gewalt liegt, kein Dummkopf oder kein Verbrecher zu werden, – weil wir durch gleiche Umstände wohl Alle gleich würden, und weil die Umstände außer uns liegen.«

                          GEORG BÜCHNER AN SEINE FAMILIE, 1834

                          Zu den Songtexten

                          Aus rechtlichen Gründen ist eine Übersetzung der Songtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan nicht möglich.

                          »Elend« heißt der Fluss der Welt – die Natur des Menschen ist nicht das Gute und alles hat seinen Preis - um nicht unterzugehen, muss man rudern, rudern, rudern…

                          »If there’s one thing you can say about mankind,
                          There’s nothing kind about man.«

                          Du musst dir immer den Optimismus bewahren – frag nur Zerelda Samuels, deren rechter Arm in einer Razzia zerstört und die halb gelyncht wurde: Mit über hundert Jahren trinkt sie jetzt entspannt ihre Cocktails. Es kommen bessere Zeiten.

                          »Wherever you may wander,
                          Wherever you may roam,
                          You got to always keep a diamond in your mind.«

                          Nichts ist ewig - auch die Mutter kann sterben, während das Kind schläft und träumt. Doch weine nicht, denn es ist nicht zu ändern.

                          »If I die before you wake, don’t you cry; don’t you weep.
                          Nothing’s ever yours to keep.«

                          Wenn die Liebste bei ihm ist, fühlt er sich wie im Traumland, wie der reichste Mann der Stadt und die Welt ist wie ein Vergnügungspark: Coney Island.

                          »Every night she comes to take me out to dreamland.
                          When I’m with her, I’m the richest man in the world.
                          She’s the rose, she’s the pearl, she’s the spin on my world.«

                          Gott ist auf Geschäftsreise und Mörder, Diebe und Huren übernehmen seinen Job.

                          Für einen Dollar verkauft man dein Herz, Geld und Lüge regiert die Welt. Fällst du in den Graben, fressen dich die…Menschen. Immer wieder gibt es die Versuchung, gut sein zu wollen – doch Gott ist noch immer auf Reisen…

                          »The ship is sinking.
                          There’s a leak in the boiler room,
                          The poor, the lame, the blind,
                          Who are the ones that we kept in charge?«

                          Männer wollen von einer Frau immer nur das Eine und warum soll es umgekehrt nicht auch so sein, wenn sich die Gelegenheit bietet? Wirf die Moral über Bord und lebe den Augenblick – es ist eh alles verlogen – sei einmal mutig.

                          »I only want to hear you purr and hear you moan.
                          There’s another man who brings the money home.
                          I don’t want dishes in the sink.
                          Please don’t tell me what you feel or what you think.«

                          Alle Regeln wurden gebrochen – Marie hat Woyzeck betrogen –
                          jetzt sieht sie sich als Hure und ihre Lieblingsfarbe ist rot. Wie soll sie damit leben?

                          »Only strangers sleep in my bed.
                          And my favorite words are ›Good-bye‹
                          And my favorite color is red.«

                          Die großen Fische fressen die kleinen … Die Welt wird immer unwirtlicher, aber das Leben geht weiter; auch wenn am Ende auf alle der Tod wartet. Träume, Ansprüche und Hoffnung sind der ganz falsche Ton.

                          »Tell me, who gives a good god damn?
                          You’ll never get out alive.
                          Don’t be greedy. Don’t be needy.
                          If you live in hope you’re dancing to a terrible tune.« 

                          Eine Erinnerung an die Zeit, als die Liebe einen zu einem besseren Menschen machen wollte, als sie noch Wunder vollbringen konnte … eine Erinnerung an die Zeit, als man einander nichts schuldig und das Gras noch grün war.

                          »I fell into the ocean when you became my wife.
                          I risked it all against the sea to have a better life.«

                          Jungs bleiben eben Jungs, und interessieren sich nur für eine Sache: Sex. Ob freiwillig, ob erzwungen – Jungs bleiben eben Jungs.

                          »There once was a soldier named Dice
                          Who remarked: They say bigamy’s nice.
                          Even two are a bore I prefer three or four
                          For the plural of spouse is spice.«

                          Alle jagen sie dem schönen Schein hinterher und krallen sich das, was glitzert und glänzt. Aber vielleicht will ich mich nicht täuschen lassen und nur in deinen Augen wie ein König glänzen …

                          »Though the only thing I want that shines
                          Is to be king here in your eyes;
                          To be your only shiny thing.«

                          Es ist ein ewiger Kreislauf: Das Wetter wird schlechter, das Bett bleibt leer und schuld an allem ist man selbst. Aber das ist nun alles aus und vorbei …

                          »It’s always me whenever there’s trouble.
                          The world does nothing but turn.
                          And the ring fell off my finger.
                          I guess I’ll never learn.«

                          Wie heißt es doch? »Gestohlen Brot schmeckt am besten.« Die Rose bleibt nicht im Garten, in dem sie gepflanzt ist, sondern wächst in die Richtung der Sonne. Und wer vorbeikommt, kann sie dann pflücken.  

                          »I see a red rose;
                          I’ll pick a red rose;
                          A red rose blooming on another man’s vine.«

                          Für einen Moment kann man noch so tun, als wäre alles gut und nie etwas passiert. Oder vielleicht kann es eine Vergebung geben und einen Neuanfang an einem schöneren Ort, an dem immer die Sonne scheint. Dann spielt die Band wieder dieses Lied. Und nach unserem Tod ist vielleicht alles wieder gut …

                          »The moon is yellow silver,
                          Oh the things that summer brings.
                          It’s a love you’d kill for.
                          And all the world is green.«

                          Der Vater ist fort, alles ist flüchtig … und auch, wenn der Tod vor dem Aufwachen kommt: Leg dich einfach hin und schlaf.

                          »Nothing’s ever yours to keep,
                          Close your eyes, go to sleep.«

                          »Übrigens, um aufrichtig zu sein, Sie und Ihre Freunde scheinen mir nicht grade den klügsten Weg gegangen zu sein. Die Gesellschaft mittelst der Idee von der gebildeten Klasse aus reformieren? Unmöglich! Unsere Zeit ist rein materiell; wären Sie je direkter politisch zu Werke gegangen, so wären Sie bald auf den Punkt gekommen, wo die Reform von selbst aufgehört hätte. Sie werden nie über den Riss zwischen der gebildeten und der ungebildeten Gesellschaft hinauskommen.«

                          GEORG BÜCHNER AN KARL GUTZKOW, 1836

                          Herausgeber
                          Staatsbetrieb Sächsische Staatstheater –
                          Staatsoper Dresden
                          Theaterplatz 2 | 01067 Dresden

                          Geschäftsführung
                          Peter Theiler, Intendant der Staatsoper
                          Wolfgang Rothe, Kaufmännischer Geschäftsführer

                          Die Staatsoper und das Staatsschauspiel Dresden bilden gemeinsam die Sächsischen Staatstheater.

                          Premiere am 7. Juni 2024
                          Spielzeit 2023/24

                          Idee, Konzept und Redaktion
                          Martin Lühr

                          Gestaltung Alanis Lobert

                          Textnachweis
                          Lühr, Martin: »Der historische Woyzeck«, »Wunderliche Märchen«, »Von dystopischen Träumen« und »Zu den Songtexten«; Originalbeiträge.
                          Mayer, Hans: »Georg Büchner und seine Zeit«, Frankfurt am Main 1972.

                          Bildnachweis
                          Johann Christian Woyzeck, Lithographie um 1822 © Wikimedia Commons
                          Georg Büchner, Illustration aus der ersten Gesamtausgabe von Karl Emil Franzos 1879 © Wikimedia Commons
                          »Die sieben Raben«, Postkartenillustration von Oskar Herrfurth um 1920 © www.goethezeitportal.de

                          Urheber*innen, die nicht rechtzeitig erreicht werden konnten, werden wegen nachträglicher Rechteabgeltung um Nachricht  gebeten. Bei älteren Texten wurde die Rechtschreibung in der Regel einer modernen Schreibweise behutsam angepasst.

                          Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird in dieser Publikation auf eine geschlechtsneutrale Differenzierung z. B. Besucher*innen an einigen Stellen verzichtet. Entsprechende Nennungen gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Menschen.

                           

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