Oper

Die kahle Sängerin

Luciano Chailly

Ein Ehepaar sitzt gemütlich vor dem häuslichen Kamin. Man stellt fest, dass man in der Nähe von London lebt und Smith heißt. Später kommen noch die Martins hinzu und finden heraus, dass sie miteinander verheiratet sind. Auch der Feuerwehrhauptmann und das Dienstmädchen Mary kennen sich schon und die kahle Sängerin – sie trägt noch immer die gleiche Frisur! Die kahle Sängerin ist Eugène Ionescos erstes Theaterstück (1950) und der Auftakt zum „Theater des Absurden“. Aus einer Ansammlung häuslicher Szenen voller Nonsens, Situationskomik, Pseudo-Klischees und pointenlosen Anekdoten formt sich ein „Anti-Stück“ voller Sprachakrobatik und Witz.

Gemeinsam mit Ionesco verfasste der italienische Komponist Luciano Chailly (1920-2002) das Libretto zur gleichnamigen Oper und fing in seiner Komposition den Charakter der Figuren und ihrer Beziehungen mal mit einem Zupfquintett, leicht, eitel und tänzerisch, einem getragenen Streichquintett oder einem eher derb intonierenden Bläserquintett ein. In Semper Zwei ist die 1986 in Wien uraufgeführte Opern-Rarität nun in der Deutschen Erstaufführung zu erleben.


Kammeroper in einem Akt nach der Anti-Komödie von Eugène Ionesco
Deutsch von Josef Heinzelmann

In deutscher Sprache

Premiere
16. Januar 2022,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

Projektorchester

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Stücktrailer

Die kahle Sängerin – Trailer

Making-of

Konzeptionsgespräch mit der Regisseurin Barbora Horáková

Erstmals wird die Kammeroper Die kahle Sängerin von Luciano Chailly in deutscher Sprache aufgeführt. In der Inszenierung von Barbora Horáková treffen wir in Semper Zwei auf das Ehepaar Smith und mit ihm auf eine Ansammlung häuslicher Szenen voller Nonsens, Situationskomik, Pseudo-Klischees und pointenlosen Anekdoten. Welche Herausforderungen es hat, dieses „Anti-Stück“ in Szene zu setzen, erklärt die Regisseurin in zweiten Teil unseres Making-ofs.
Making-of

Gespräch mit Bühnenbildnerin Annett Hunger

Annett Hunger hat das Bühnenbild der deutschen Erstaufführung von Die kahle Sängerin entworfen. „Wir werden eine Bühne haben, die aus verschiedenen Raumfragmenten besteht, also verschiedenen Elementen – Stühle, Sofas oder Sessel –, die in einen komplett anderen Zusammenhang gesetzt werden“, erklärt sie.

Werkeinführung

Mit Die kahle Sängerin wird Semper Zwei zur Bühne des Absurden Theaters. Die 1986 in Wien uraufgeführte Kammeroper aus der Feder des italienischen Komponisten Luciano Chailly nach dem gleichnamigen Schauspiel von Eugène Ionesco erlebt in Dresden in der Regie von Barbora Horáková ihre Deutsche Erstaufführung. Operndramaturgin Juliane Schunke gibt Einblicke in die Hintergründe und Entstehung dieser besonderen Oper, deren Libretto auf einem Anti-Theaterstück basiert und den Zuschauer direkt in das spießige englische Wohnzimmer der Familie Smith führt.