Extra

Semper Matinee & Soiree

»Wer reitet so spät«

»It’s love that makes the world go round«

»Ein Vor-Mittag für Richard Strauss«

»Nimm mein Herz«

Matinee mit Balladen u.a. von Carl Loewe, Franz Schubert, Robert Schumann, Johannes Brahms und Hugo WolfSoiree mit Werken von William Gilbert & Arthur Sullivan, Liza Lehmann, Jacques Offenbach und Gioachino RossiniLiedmatinee mit Werken von Richard Strauss und Zeitgenossen Slawische Kunstlieder u.a. von Pjotr I. Tschaikowsky, Bedřich Smetana, Antonín Dvořák, Leoš Janáček, Michail Glinka und Modest Mussorgski

 

Okt
2022

Jan
2023

Apr
2023

Jun
2023

Info
  • Beginn: 11:00 Uhr
  • Keine Pause

  • Ort:  Semperoper Dresden
    Info
    • Beginn: 20:00 Uhr
    • Keine Pause

    • Ort:  Semperoper Dresden

    • Führungen in der Semperoper
      Info
      • Beginn: 11:00 Uhr
      • Keine Pause

      • Ort:  Semperoper Dresden
      Info
      • Beginn: 20:00 Uhr
      • Keine Pause

      • Ort:  Semperoper Dresden

      • Führungen in der Semperoper
          Abos / Pakete

        Das Stück ist auch Teil von

          Abos / Pakete

        Das Stück ist auch Teil von

          Abos / Pakete

        Das Stück ist auch Teil von

          Abos / Pakete

        Das Stück ist auch Teil von

        Die Ballade – ursprünglich die Bezeichnung für ein Tanzlied der Troubadoure – erfreute sich in der deutschen Dichtung des 18. Jahrhunderts wachsender Beliebtheit; so sehr, dass Friedrich Schiller im regen Austausch mit Johann Wolfgang von Goethe gar das Jahr 1797 zum »Balladenjahr« ausrufen konnte. Viele Balladen, die dieser Dichterfreundschaft entsprangen, dienten im 19. Jahrhundert schließlich als Vorlage für Kompositionen – die berühmteste ist sicherlich »Der Erlkönig« von Goethe, der nicht nur von Franz Schubert, sondern auch von Carl Loewe vertont wurde. Carl Loewe (1796-1869) ist aber auch der Urheber von Vertonungen wie »Der Zauberlehrling« oder von Adelbert von Chamissos »Frauenliebe und -leben« noch bevor Robert Schumann sich der Dichtung annahm. Dem reichen Schatz der Balladen-Literatur und ihrer Vertonungen widmet sich die Matinee »Wer reitet so spät« und bringt damit ein Genre zu Gehör, dessen Vortrag auch im privaten Rahmen lange Zeit zum guten Ton gehörte.

        Die Soiree »It's love that makes the world go round« widmet sich dem hochkomischen und unterhaltenden Musikschaffen Großbritanniens. Im Zentrum stehen dabei der Komponist Arthur Sullivan (1842-1900) und sein Librettist William Gilbert (1836-1911), die mit Werken wie »The Pirates of Penzance«, »H.M.S. Pinafore« oder »Patience« die musikalisch-satirische Linie von Gioachino Rossini über Jacques Offenbach fortführten und mit dem Pointenreichtum und der satirischen Schärfe des britischen Humors würzten. Ebenfalls humorbegabt und sehr erfolgreich – und ihrer Wiederentdeckung harrend – war die Sängerin, Pianistin und Komponistin Liza Lehmann (1862-1918). Als eine der wichtigsten Komponistinnen Großbritanniens ihrer Zeit trat sie nicht nur als Interpretin und Komponistin von Liedern und Lied-Zyklen in Erscheinung, sondern vor allem auch als Urheberin von im anglo-amerikanischen Raum vielgespielten satirisch-komischen Bühnenwerken wie »Sergeant Brue. A musical farce.«, »The Vicar of Wakefield« nach dem Roman von Oliver Goldsmith oder »The Happy Prince« und »The Selfish Giant«, die beide auf Texten von Oscar Wilde beruhen. Unter der Musikalischen Leitung von Naomi Shamban begeben sich Mitglieder des Opernensembles auf musikalische Spurensuche auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

        Fast acht lange Lebens-Jahrzehnte hat Richard Strauss komponiert und dabei ein überaus reiches Oeuvre hinterlassen. Nicht nur als gefeierter Komponist, auch als Musikfunktionär verfügte er über großen Einfluss auf das Musikleben. Wie hielt es der Komponist dabei mit seinen musikalischen Zeitgenossen? Zumindest mit der musikalischen Avantgarde, der er sich mit den Uraufführungen von »Salome« und »Elektra« zeitweise zuordnen durfte, hatte er seine Schwierigkeiten. Und es war ein mehr als zwiespältiges Zeichen, dass er Mai 1938 die Reichsmusiktage in Düsseldorf, wo die Ausstellung »Entartete Musik« eröffnet wurde, im Rahmen der Feierlichkeiten mit dem Dirigat seines »Festliches Präludium Op. 61« beehrte. Die Liedmatinee »Ein Vor-Mittag für Richard Strauss« erkundet unter der Musikalischen Leitung von Johannes Wulff-Woesten und mit Mitgliedern des Ensembles der Semperoper die (musikalischen) Beziehungen zwischen Richard Strauss und seinen Zeitgenossen.

        Opernwerke aus dem slawischen Kulturkreis wie die jüngsten Neuproduktionen von »Die verkaufte Braut« von Bedřich Smetana und »Rusalka« von Antonín Dvořák sowie die geplante Neuproduktion von »Pique Dame« von Pjotr I. Tschaikowski sind prägender Bestandteil des Repertoires der Semperoper. Anlass für das Junge Ensemble unter der Musikalischen Leitung von Thomas Leo Cadenbach, sich mit dem reichen Schatz des slawischen Kunstliedes auseinanderzusetzen. Die jungen Sänger*innen – teils selbst aus Osteuropa stammend – entfalten den melodischen und lyrischen Klangkosmos der Lieder u.a. von Bedřich Smetana, Antonín Dvořák, Pjotr I. Tschaikowsky aber auch von Leoš Janáček, Michail Glinka und Modest Mussorgski.

        Empfehlungen