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Fenster aus Jazz

»Es gibt nichts Gutes – außer man tut es. – Richie 75«

»Ernst Jandl for ever«

»Laut & Leise«

Richie Beirach – Piano, Gregor Huebner – ViolineEine wortreiche und musikalisch vielseitige Hommage an Ernst JandlGünter Baby Sommers musikalischer Kommentar zu Richard Strauss

 

Sep
2022

Nov
2022

Apr
2023

Info
  • Beginn: 20:30 Uhr

  • Ort: Semper Zwei

  • Die Abendkasse in Semper Zwei öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
    Info
    • Beginn: 20:30 Uhr

    • Ort: Semper Zwei

    • Die Abendkasse in Semper Zwei öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
      Info
      • Beginn: 20:30 Uhr

      • Ort: Semper Zwei

      • Die Abendkasse in Semper Zwei öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.

      Richie Beirach ist einer der großen und geschätzten Jazzpianisten unserer Zeit. Gregor Huebner ist Violinist und als Komponist international gefragt. Seit 25 Jahren sind die beiden auch erfolgreich als Duo unterwegs, das als eines der besten Modern Jazz– und modernen Kammerensembles unserer Zeit beschrieben wird, ohne stilistische Grenzen. Beide sehen das Konzertieren als Komponisten und Instrumentalisten, nehmen das vorgeschriebene Material sehr ernst, sind aber bereit, impulsiv in ihrer Improvisation und im Moment alles zu vergessen und die Intuition führen zu lassen. Als Duo haben die beiden in Asien, Europa und den USA konzertiert, dokumentiert auf zahlreichen CD-Aufnahmen wie »New York Rhapsody« und »Duality«. Sie zeigen die Fähigkeit des Duos, sich zwischen der klassischen modernen Musik und der Improvisation im Jazz frei bewegen zu können. 2022 feierte Richie Beirach seinen 75. Geburtstag und das Duo Richie Beirach/Gregor Huebner sein 25-jähriges Jubiläum. Grund genug für ein doppeltes Geburtstagskonzert! 

      In diesem November geht es wortakrobatisch zu, wenn Gunter Baby Sommer und Matthias Creutziger den legendären österreichischen Jazzmusiker, Komponisten und Bandleader Dieter Glawischnig auf die Bühne von Semper Zwei bitten. Glawischnig war seit den 1960er Jahren eng mit dem Meister der experimentellen Lyrik und konkreten Poesie Ernst Jandl (1925 – 2000) befreundet und beide verband über viele Jahre eine lange Tradition gemeinsamer Auftritte in Wort und Musik. Der Umgang Jandls mit Sprache, die Freilassung der Worte und Silben, die vorsätzliche und lustvolle Zerstörung des Normalen faszinierten den Musiker und bieten viele Parallelen zum Jazz. »Ernst Jandl war ein bekennender Jazzfan und -kenner und verwendete schon in seinen Gedichten eine Art ›beat‹ in gleichmäßigen rhythmischen Schlägen, seine Lautgedichte sind Vokalsoli – unterwegs zur Musik durch Rhythmus und Klang.« Wie ein drittes Instrument mischen sich die lebendigen Texte voll abgründigem Wortwitz, gelesen von Wanja Mues, in das Spiel von Klavier (Dieter Glawischnig) und Violoncello (Stephan Braun) und versprechen einen Abend voll musikalischer »Sprachüberraschungen«.

      Richard Strauss und Jazz? Wenn jemand hier einen musikalischen Bogen schlagen kann, dann Günter Baby Sommer, der bereits bei seiner Beschäftigung mit Dmitri Schostakowitsch gezeigt hat, dass er auch der sogenannten »Klassik« interessante und neue musikalische Aspekte entlocken respektive hinzufügen kann … und das ist sehr viel mehr als nur »Laut & Leise«: Es ist das Gefühl wie Musik auch atmet und sich einen weiten Raum für Sehnsüchte nach Harmonie und Klang erschafft. Günter Baby Sommer und seine improvisierenden Mitmusiker nähern sich der Musik von Richard Strauss mit zeitgenössischen Improvisationsmaterialien, die dem Nährboden der Jazzmusik entspringen.

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