2023 in der Semperoper Dresden

Der Ring des Nibelungen

von Richard Wagner

Musikalische Leitung  Christian Thielemann
Inszenierung  Willy Decker
Bühnenbild Wolfgang Gussmann
Kostüme Frauke Schernau, Wolfgang Gussmann
Chor André Kellinghaus
Dramaturgie Klaus Bertisch

2023 kehrt »Der Ring des Nibelungen« in der Inszenierung von Willy Decker auf die Bühne der Semperoper Dresden zurück. In zwei zyklischen Aufführungen steht Chefdirigent Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der bedeutendste Wagnerdirigent, der dieses musikalisch fulminante und in seiner Psychologie aufs Feinste ausgearbeitete Weltendrama gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, die Richard Wagner selbst als seine »Wunderharfe« bezeichnete, zum Klingen bringen wird.

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In Dresden kam Richard Wagner die Idee zum Nibelungen-Stoff während seiner Zeit als Königlich-Sächsischer Hofkapellmeister, in die auch die erste Lesung des kompletten Prosa-Entwurfes fiel. Eine große Oper über den Helden Siegfried wollte er schaffen. Aus einer Oper wurde schließlich eine Tetralogie mit einem Vorabend und drei Tagen, die erstmals 1876 im eigens dafür gebauten Bayreuther Festspielhaus als Zyklus uraufgeführt wurde. In der Regie von Willy Decker und mit einer großartigen Sängerbesetzung entspinnt sich das Spiel um die Macht des Ringes und die Genesis vom Götter- zum Menschengeschlecht auf dem Theater. Die Grenzen zwischen Bühne und Realität scheinen dabei immer mehr zu verschwimmen. Kraftvoll fasst Willy Decker Wagners Musikdrama in abgründige Charaktere und fantastische Bilder.

Verkaufsbedingungen für die Ring-Zyklen

Für die Ring-Vorstellungen gelten gesonderte Verkaufsbedingungen: 

Die Vorstellungen der Ring-Zyklen 1 und 2 sind zunächst jeweils nur als Zyklus zu erwerben. Karten für die Ring-Zyklen können ausschließlich schriftlich (E-Mail, Fax, Brief, Bestellschein) vom 1. Juni, 10 Uhr bis 12. Juni 2022 für die Plätze in den Platzgruppen Loge sowie 1 bis 6 bestellt werden. Vor dem 1. Juni 2022, 10 Uhr eingehende Bestellungen können nicht berücksichtigt werden. Sollte die Kartennachfrage die verfügbare Kartenanzahl übersteigen, entscheidet nicht der Posteingang der Bestellung, sondern das Losverfahren. Pro Buchungsanfrage können maximal 2 Zyklus-Karten bestellt werden.

Restkarten für die Einzelvorstellungen gehen am 2. November 2022, 10 Uhr in den Verkauf.

Ring-Zyklen  

Ring-Zyklus 1 – ZRZ1
Fr 27.1.2023, 18 Uhr Das Rheingold
Sa 28.1.2023, 16 Uhr Die Walküre
Mo 30.1.2023, 16 Uhr Siegfried
Mi 1.2.2023, 16 Uhr Götterdämmerung

Ring-Zyklus 2 – ZRZ2
So 5.2.2023, 17 Uhr Das Rheingold
Mo 6.2.2023, 16 Uhr Die Walküre
Mi 8.2.2023, 16 Uhr Siegfried
Fr 10.2.2023, 16 Uhr Götterdämmerung

Zyklus-Preis pro Person Euro 1065 / 870 / 790 / 630 / 540 / 410 / 225

Begleitprogramm

»Von Helden und Schlachtjungfern«
Aktenzeichen zu »Der Ring des Nibelungen«
Do 26.1.2023, 18 Uhr
Do 9.2.2023, 18 Uhr

»Wagner.Kino.Oper«
Eine Filmreihe zu Richard Wagners Leben und Werk im Spiegel des Kinos

Während in der Semperoper Richard Wagners »Der Ring des Nibelungen« gezeigt wird, reflektiert die Reihe »Wagner.Kino.Oper« auf vielfältige Weise Werk und Leben des Komponisten und wie beides die Filmkunst beeinflusst hat. Geplant ist, u.a. die erste Filmbiografie »Richard Wagner« von Carl Froelich (1913), Fritz
Langs »Die Nibelungen« (1924), »Ludwig II.« (1973) von Luchino Visconti und »Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1914 bis 1975« von H. J. Syberberg zu zeigen. Es sollen aber auch aktuelle Werke wie die Dokumentation »Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt« von Axel Brüggemann nicht fehlen.
Januar/Februar 2023
In Zusammenarbeit mit dem Programmkino Ost und der TU Dresden – Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte.
Das detaillierte Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Ausstellung

Richard Wagner und das deutsche Gefühl

Das Deutsche Historische Museum in Berlin zeigt vom 8. April bis 11. September 2022 die Ausstellung »Richard Wagner und das deutsche Gefühl«. Richard Wagner hat das 19. Jahrhundert in ganz unterschiedlichen Positionen miterlebt und geprägt: als Komponist und Hofkapellmeister, als Revolutionär und Exilant. Er war nicht nur Zeuge politischer Umbrüche und Strömungen, sondern hat gesellschaftliche und emotionale Befindlichkeiten seiner Zeit registriert, aufgegriffen und (um-)gestaltet. Die Ausstellung zeigt ihn nicht nur als Zeugen und Kritiker der politischen und sozialen Umbrüche seiner Zeit, sondern als umstrittenen Künstler und Unternehmer, der gesellschaftliche Befindlichkeiten strategisch in seinem Werk aufzugreifen wusste.

Ausstellung