Semperoper Ballett

»Eine Spielzeit der Ur- und Erstaufführungen«

Das Semperoper Ballett tanzt wieder – und wartet mit einer Uraufführung von Associate Choreographer David Dawson, neuen Choreograf*innen und frischen Stücken im Spielplan auf.

Unsere Saison wird gleich mit einer Premiere, vielmehr einer Uraufführung, beginnen: Am 5. November 2022 bringt Associate Choreographer David Dawson mit »Romeo und Julia« sein neustes Handlungsballett zur Aufführung und kreiert hat er es speziell für unsere Company. In unserem Spielplan ist »Romeo und Julia« schon durch viele Produktionen seit 1955 bekannt und zuletzt war es 2017 in der Interpretation des belgischen Choreograf Stijn Celis zu sehen. Ich möchte unserem Publikum und unseren Tänzerinnen und Tänzern nun eine neue Erfahrung mit diesem zeitlosen Stoff ermöglichen. »Romeo und Julia« wird David Dawsons drittes Handlungsballett für das Semperoper Ballett sein und ich freue mich darauf, Davids sensitiven, in seinen Bewegungen weit ausgreifenden Tanzstil in Verbindung mit Prokofjews epischer Partitur ineinandergreifen zu sehen und ein besonderes emotionales Erlebnis zu schaffen.

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Der renommierte Ausstatter Jérôme Kaplan wird dafür die Kostüme und das Bühnenbild gestalten. Bereits bekannt von Davids Produktionen »Giselle« und »Tristan + Isolde« sind Bert Dalhuysen, der für das Lichtdesign verantwortlich zeichnet sowie Freya Vass, die ihn als Produktionsdramaturgin unterstützt. Die musikalische Leitung am Pult der Sächsischen Staatskapelle übernimmt Benjamin Pope.

Das zweite Highlight unserer Spielzeit ist der dreiteilige Ballettabend »White Darkness«, der seine Premiere am 3. Juni 2023 feiern wird. Ich freue mich sehr, mit diesem Ballettabend wieder neue Choreograf*innen und deren künstlerische Handschriften in Verbindung mit Werken von bereits bekannten und gefeierten Produktionen bei uns am Haus zu präsentieren.

Alle drei Teile sind in ihrer Energie vollkommen unterschiedlich und wir eröffnen den Abend mit der Wiederaufnahme von William Forsythes neo-klassischem Meisterwerk »The Second Detail«. Erstmals habe ich dieses Ballett zu Beginn meiner zweiten Spielzeit, im Herbst 2007 in Dresden gezeigt. Die Choreografie wurde 1991 für das National Ballet of Canada kreiert. Zur rhythmisch variantenreichen Musik von Tom Willems treibt Forsythe die Tänzer und Tänzerinnen an die Grenzen ihrer Balance und Mobilität. Versehen mit einer Prise Humor zeigt dieses Werk die pure Freude am Tanz. Ich bin selbst sehr gespannt drauf, »The Second Detail« mit meiner heutigen Company erneut vorzustellen. 

Der zweite Titel des Programms ist das Tanzstück »Half Life« zum Sound des Techno-DJs Ori Lichtik. Ich bin sehr glücklich, das israelische Choreografen-Duo Sharon Eyal und Gai Behar mit diesem Werk an unserem Haus vorstellen zu können. Uraufgeführt wurde »Half Life« 2016 mit dem Royal Swedish Ballet. Sharon Eyals Arbeit hat in den letzten zwei Jahrzehnten große Wellen in der Tanzwelt geschlagen und ich empfinde sie als eine der derzeit aufregendsten zeitgenössischen Choreografinnen. Zur hypnotisierenden elektronischen Musik von Ori Lichtik nimmt diese intensive Arbeit das Publikum mit in eine abstrakte Welt, in der treibender Beat die Körper der Tänzergruppe im selben Rhythmus pulsieren lässt als wären sie ein einziger Organismus.
Das Finale dieses außergewöhnlichen Ballettabends bildet die titelgebende Kreation »White Darkness« des renommierten spanischen Choreografen Nacho Duato. Auch für ihn ist es eine Premiere in Dresden. »White Darkness« ist ein Requiem, das der Choreograf 2001 für seine verstorbene Schwester schuf. Im Mittelpunkt der Kreation steht eine Frau, die den Glauben an die Liebe verloren hat. Doch der Versuch des Vergessens treibt sie auf den Pfad zunehmender Entfremdung und Isolation. Duato kreierte das Stück für die Compañía Nacional de Danza in Madrid und es ist ohne Zweifel eines seiner kraftvollsten und persönlichsten Arbeiten. 

Neben diesen zeitgenössischen Impulsen sind in unserem Repertoire selbstverständlich auch in dieser Spielzeit wieder überaus beliebte klassische Handlungsballette wie »Der Nussknacker« und »La Bayadère/ Die Tempeltänzerin« zu erleben. Und nachdem Johan Ingers fantastsicher Ballett-Krimi »Carmen« nun schon seit 2019 überragende Erfolge auf unserer Bühne feiert, tanzt unsere Company seit dieser Spielzeit nun auch Ingers zweites innovatives und aus vielen Künsten gespeistes Handlungsballett, »Peer Gynt«.

Große internationale Gastspiele sind aufgrund der Auswirkungen der Pandemie im Moment nicht vorgesehen, aber wir freuen uns mit Highlights aus »La Bayadère / Die Tempertänzerin« am 5. Februar 2023 im Carmen Würth Forum zu Gast zu sein. Die Firma Würth ist seit Jahren Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Semperoper – Förderstiftung. 

Unser langjähriger Kooperationspartner, die Palucca Hochschule für Tanz Dresden, hat 2021 die »Palucca Sommerbühne« ins Leben gerufen. Auf der Suche nach neuen Spielorten, um auch während der Pandemie das Können der vielversprechenden Schülerinnen und Schüler zeigen zu können, etablierte sich im letzten Jahr der wunderbare Garten der Palucca Schule. Unter Mitwirkung des Semperoper Ballett wird es diese Sommerbühne nun jedes Jahr geben und wir basteln schon fleißig am Programm…

Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unseren Tänzerinnen und Tänzern und natürlich unserem treuen Publikum diese aufregende und vielfarbige Spielzeit 2022/23 zum Leben zu erwecken.

Aaron S. Watkin, Ballettdirektor Semperoper Ballett

Spielzeit 2022/23

Company

Ensemble

Die Company

Ballettdirektion und Tänzer*innen bilden in internationaler Besetzung das Semperoper Ballett, eine Company, die in Dresden und weltweit einen exzellenten Ruf genießt.

Ensemble

Publikation

Ballettbroschüre

Saisonvorschau 2021/22

PDF


Information zum Vortanzen

Die Bewerbungsfrist für das Vortanzen für die Spielzeit 2022/23 ist abgelaufen. Über Auditionmöglichkeiten für die Spielzeit 2023/24 werden wir Sie an dieser Stelle informieren.


TOUR-TAGEBUCH

Engagement

Nachwuchsförderung

Elevenprogramm

Das Elevenprogramm bietet jungen Tänzer*innen die Möglichkeit, eine ganze Spielzeit lang praktische Erfahrungen mit dem Semperoper Ballett zu sammeln und zugleich an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden zu studieren.

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