Ballett

Classics

George Balanchine · Justin Peck · Twyla Tharp

Mit Classics präsentiert das Semperoper Ballett ein Programm, das drei Tanzkreationen vereint, die zu Paradebeispielen ihrer jeweiligen Schöpfer*innen geworden sind:

Den Auftakt bildet Serenade (1935) – George Balanchines erste Kreation auf US-amerikanischem Boden: Wenn die Tänzerinnen in bodenlangen hellblauen Tüllkleidern in strenger Geometrie zu Tschaikowskys „Serenade für Streicher“ zum Tanz anheben, atmet die Choreografie die Atmosphäre der „weißen Akte“ der klassischen Handlungsballette und öffnet den Raum zum abstrakten neoklassischen Ballett und zu neuen Ausdrucksformen.

Es folgt Rodeo: Four Dance Episodes des amerikanischen Choreografen Justin Peck, der mit seiner Arbeit aus dem Jahr 2015 an der Semperoper zu Gast ist. Mit diesem Werk greift Peck die berühmte Americana-Thematik des US-Komponisten Aaron Copland (1900 – 1990) auf, dessen Cowboy-Ballett „Rodeo“ (1942) zu seinen bekanntesten Werken zählt. Basierend auf dieser Partitur schuf Peck ein humorvolles, spritziges Tanzstück für 16 Tänzer*innen. Eine weitere Premiere in Dresden bringt die US-amerikanische Choreografin Twyla Tharp auf die Bühne, indem sie ihr Werk In The Upper Room (1986) präsentiert, das heute zu einem Repertoire-Liebling zahlreicher Ballettcompagnien weltweit zählt. Zu der Auftragskomposition von Philip Glass beweist die Company einmal mehr ihre enorme Körperbeherrschung, indem sie neben Ballett auch eine Vielfalt an Körpertechniken wie Boxen, Yoga und Stepptanz vollführt und auf diese abwechslungsreiche Art den Ballettabend abrundet.


Mehrteiliger Ballettabend

Premiere
2. Juni 2024,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Premierenbesetzung

  • Choreografie Twyla Tharp
  • Musik Philip Glass
  • Kostüme Norma Kamali
  • Licht Jennifer Tipton
  • Einstudierung Kaitlyn Gilliland
Semperoper Ballett
Sächsische Staatskapelle Dresden

Projekt Partner: Sparkassen-Finanzgruppe Sachsen, Ostsächsische Sparkasse Dresden, Sparkassen-Versicherung Sachsen, LBBW

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Trailer

Classics – Making-of „Serenade“

Balanchines Serenade zeichnet sich dadurch aus, dass es einerseits über höchste technische Raffinesse verfügt, was zum Beispiel die räumlichen Konstellationen oder den tänzerischen Umgang mit dem Tempo der Musik betrifft, andererseits aber trotzdem auch von den Elev*innen seiner Tanzschule erarbeitet werden konnte. Inspiriert von der Serenade für Streicher in C-Dur, op. 48 (1880) aus der Feder Pjotr. I. Tschaikowskys, eines der bekanntesten russischen Ballettkomponisten des 19. Jahrhunderts, choreografierte Balanchine ein Werk, das eine ästhetische Brücke zwischen der klassischen und romantischen Balletttradition Russlands und Frankreichs sowie der „neuen Welt“ bildete.

Classics – Making-of „In The Upper Room“

Kann Yoga auch Tanz sein? Oder Boxen und Sprint? Die US-amerikanische Choreografin Twyla Tharp versteht Tanz als etwas Mehrdimensionales, Nicht-Statisches, Volatiles, das sich keiner festen Bewegungskategorie zuschreiben lässt und keine künstlerischen Grenzen kennt. In The Upper Room ist ein Paradebeispiel dieser Vielseitigkeit.

Werkeinführung

Tanztechnische Virtuosität auf höchstem Niveau, geometrisch ausgefeilte räumliche Figurationen und ein präziser, ästhetischer Umgang mit musikalischem Tempo – all diese Elemente sind in den drei Kreationen wiederzufinden, die das dreiteilige Programm des Semperoper Ballett, Classics ab der Spielzeit 2023/24 präsentiert. Dramaturgin Regina Genée geht im Online-Ballettführer näher auf diese drei Klassiker des amerikanischen Balletts ein.