Oper

Aida

Giuseppe Verdi

Heiligabend 1871. Im neu erbauten Opernhaus in Kairo hebt sich der Vorhang zur Uraufführung von Giuseppe Verdis Oper Aida. In einem kulturgeschichtlich denk-würdigen Moment verschmelzen abendländische und morgenländische Sehnsüchte nach Exotik hier und Adelung durch europäische Hochkultur dort zu einer fulminanten Aufführung. Seither gibt es wenige Operntitel, die populärer sind. Und das völlig zu Recht, birgt Aida doch mit ihren musikalisch-szenischen Effekten und exotischen Klängen, der raffinierten Farbigkeit in der Instrumentation und dem Wechsel zwischen Monumentalität und Intimität einen im besten Sinne musik-dramatischen Schatz. Mehr noch.

Giuseppe Verdi spiegelt anhand der tragischen Liebe der äthiopischen Prinzessin Aida und des ägyptischen Heerführers Radamès, die zwischen den Interessen von Staat, Kirche und Verwandten zerrieben wird, den krisenhaften Zustand des modernen Individuums – um mit einem höchst berührenden Plädoyer für die utopische Kraft der Liebe zu enden.


Opera lirica in vier Akten
Libretto von Antonio Ghislanzoni

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
5. März 2022,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sinfoniechor Dresden – Extrachor der Semperoper Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

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Stücktrailer

Trailer

Making-of

Aida – Making-of (3)

„Jede Minute Musik ist wunderschön“, sagt Krassimira Stoyanova über Verdis Partitur. In unserer Neuproduktion inszeniert von Katharina Thalbach singt die weltweit gefragte Sopranistin die äthiopische Prinzessin Aida, deren Liebe zum ägyptischen Heerführer Radamès in den Tod führt. In unserem dritten Teil der Aida Making-ofs spricht Krassimira Stoyanova über die Feinheiten ihrer Rolle und der Musik sowie über die Zusammenarbeit mit Katharina Thalbach.
Making-of

Aida – Making-of (2)

Christian Thielemann möchte das Publikum für die Klangwelten Verdis begeistern. Auch Regisseurin Katharina Thalbach möchte mit ihrer Inszenierung verführen. In unserem zweiten Teil des Aida-Making-ofs haben sich die beiden in der Unterkirche der Frauenkirche zum Gespräch getroffen.
Making-of

Aida – Making-of (1)

Ezio Toffolutti hat für die Inszenierung von Katharina Thalbach das Bühnenbild entworfen. Der goldene Raum bietet nicht nur Platz für die großen Szenen mit Chor und Tänzer*innen, sondern erschafft auch eine intime Atmosphäre für die Szenen der Dreiecksbeziehungen von Radamès, Aida und Amneris. Ezzio Toffolutti und Raphael Gwosch, Leiter der Konstruktionsabteilung, geben in unserem ersten Making-of zu unserer Neuproduktion Aida ein paar Einblicke.

Werkeinführung

Die Oper Aida von Giuseppe Verdi spielt nicht nur in Ägypten und wurde in Kairo uraufgeführt, sondern ist in ihrer gesamten Entstehungsgeschichte eng mit dem Land am Nil und seinem Vizekönig, dem Khediven Ismael Pascha, verbunden. Wie Verdi anfangs auf die Anfrage zur Komposition der Oper reagierte, und wie stark die zeitgenössischen Entwicklungen in Europa und Ägypten neben dem Interesse an der Archäologie das Werk beeinflussten, davon erzählt Johann Casimir Eule im Opernführer online.