Wenn Moral und Justiz die Gerechtigkeit anders verstehen
Musiktheater von Samuel Penderbayne und Theresa von Halle
Libretto nach einer Erzählung von Ferdinand von Schirach
In deutscher Sprache
Premiere
5. Juni 2027
Termine & Besetzungen
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
- Inszenierung Theresa von Halle
- Bühne & Kostüme Valentin Baumeister
- Dramaturgie Martin Lühr
- Gesang Ekaterina Chayka-Rubinstein
- Klavier Henriette Zahn
Außerdem
Kurz gefasst

Wie kann man Unrecht mit gutem Gewissen verteidigen? Die junge Seyma ist Juristin und steht vor ihrem ersten Prozess. Ihre konservative türkische Familie hat sie hinter sich gelassen und ein neues Leben in einer Kanzlei begonnen. Als Strafverteidigerin soll sie nun einen Mandanten verteidigen, der des Menschenhandels und der Zuhälterei angeklagt wird. Durch die Aussage einer Zwangsprostituierten wird er überführt – doch Seyma geht, gemäß dem Gesetz, in Revision. Und bei der nächsten Verhandlung ist von der Zeugin keine Spur mehr zu finden.
Wie viel Menschlichkeit steckt in unserem juristischen System? Wenn die Schuld erwiesen ist: Wie kann ein Verbrecher dann vor dem Gesetz dennoch freigesprochen werden? Was genau verstehen wir unter „Gerechtigkeit“, wenn sie etwas anderes bedeutet, je nachdem, ob man sie moralisch oder juristisch betrachtet? In der Erzählung Subotnik von Ferdinand von Schirach werden keine Antworten geliefert, nur leise Fragen gestellt. Der Begriff „Subbotnik“ stammt aus der ehemaligen Sowjetunion (deutsch „Sonnabend“) und bezeichnete unbezahltes Arbeiten am Sonnabend. Ein zynischer Titel für eine Geschichte über Zwangsprostitution. Mit der von Schirach eigenen Distanz beschreibt der studierte Jurist in seiner Erzählung nur die Vorgänge; er wertet nichts. Auch die auf dieser Geschichte basierende Oper gibt keine Antworten, keine Position vor, sondern lädt das Publikum ein, sich diesen Fragen zu stellen. Der australische Komponist Samuel Penderbayne und die deutsche Librettistin und Regisseurin Theresa von Halle schufen aus von Schirachs Subotnik aktuelles und packendes Musiktheater, das beim Berliner Opernpreis comPOSITION 2022 ausgezeichnet wurde. Für die Semperoper Dresden überarbeiten und erweitern sie das Stück.

