Oper

Das schlaue Füchslein

Leoš Janáček

Oper in drei Akten Text vom Komponisten nach Rudolf Tesnohlídeks gleichnamiger Novelle In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Ein Förster, eine Füchsin und der Wald. Drei ungewöhnliche und scheinbar unspektakuläre Komponenten bilden das Material, aus dem der 70-jährige Leoš Janáček eine seiner erstaunlichsten und schönsten Opern schuf, uraufgeführt 1924 in Brünn. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine einfache Tierfabel, wurde in seinen Händen zu einer Erzählung über das Geheimnis des Lebens. Tiere fangen an zu sprechen und benehmen sich wie Menschen, die Menschen wiederum ähneln den Tieren. Wo verlaufen die Grenzen? Die junge Füchsin wird zur Projektionsfläche der unerfüllten Sehnsüchte des alten Försters. Ist das alles nur Traum oder ist es Ausdruck einer größeren Weisheit? Sind Jugend und Alter, Geburt und Tod, Mensch und Tier überhaupt Gegensätze oder schlicht verschiedene Facetten des ewig Lebendigen? Leoš Janáčeks Musik wird zum Hymnus an die Natur, seine Oper zur Feier und zum Abschied eines alten Mannes vom Leben.


Zusammenfassung

Ein Förster, eine Füchsin und der Wald. Drei ungewöhnliche und scheinbar unspektakuläre Komponenten bilden das Material, aus dem der 70-jährige Leoš Janáček eine seiner erstaunlichsten und schönsten Opern schuf, uraufgeführt 1924 in Brünn. Was auf den ersten Blick aussieht wie eine einfache Tierfabel, wurde in seinen Händen zu einer Erzählung über das Geheimnis des Lebens. Tiere fangen an zu sprechen und benehmen sich wie Menschen, die Menschen wiederum ähneln den Tieren. Wo verlaufen die Grenzen? Die junge Füchsin wird zur Projektionsfläche der unerfüllten Sehnsüchte des alten Försters. Ist das alles nur Traum oder ist es Ausdruck einer größeren Weisheit? Sind Jugend und Alter, Geburt und Tod, Mensch und Tier überhaupt Gegensätze oder schlicht verschiedene Facetten des ewig Lebendigen? Leoš Janáčeks Musik wird zum Hymnus an die Natur, seine Oper zur Feier und zum Abschied eines alten Mannes vom Leben.


Ausführliche Inhaltsangabe

Die Abenteuer der Füchsin Bystrouška

Ein alter Mann ahnt seinen herannahenden Tod.
In verschiedenen Bildern erlebt er sich als Förster, der einer Füchsin nachjagt.
Sie wird zum unerreichbaren Objekt seiner Gier nach Leben.

1. Akt
Der Förster fängt eine kleine Füchsin im Wald und nimmt sie mit sich nach Hause.
Die Familie des Försters und Jungfer Dackel reagieren mit Aggression auf die nun bei ihnen lebende Füchsin Bystrouška.
Für den Förster wird Bystrouška zum Sinnbild für Erotik, Wildheit und Jugend.
Die Füchsin lässt sich nicht in die Gemeinschaft integrieren. Sie flieht in den Wald.

2. Akt
Bystrouška verschafft sich die Wohnung des alten Herrn Dachs, indem sie ihn vertreibt.
Beim Gastwirt Pásek treffen sich die alten Männer des Dorfs. Der Förster sieht sich Häme ausgesetzt, weil ihm Bystrouška weggelaufen ist.
Auch der Schulmeister und der Pfarrer sehnen sich nach Jugend und erotischen Begegnungen. Ihre Fantasien werden vom Förster gestört, der nach Bystrouška jagt.
Im Wald lernt Bystrouška den Fuchs Zlatohřbítek kennen. Sie verlieben sich ineinander und heiraten.
Für den Förster ist diese Heirat Zeichen dafür, dass er Bystrouška für immer verloren hat.

3. Akt
Der Förster begegnet Harašta, dem Wilderer. Er warnt ihn davor, sich der Füchsin zu nähern. Noch immer möchte er Bystrouška für sich besitzen.
Inzwischen haben Bystrouška und Zlatohřbítek Kinder und schärfen diesen ein, sich nicht von Menschen in Besitz nehmen zu lassen. Der Förster fühlt sich entlarvt.
Erneut trifft er auf den Wilderer. Ein Schuss fällt. Füchsin Bystrouška ist tot.
Die Menschen im Dorf werden alt. Der Förster wird keinen Fuchsspuren mehr nachgehen.
Vom Leben und der Begegnung mit Bystrouška bleibt dem Förster nur noch die Erinnerung.

Alle Besetzungen

Sächsischer Staatsoperchor Dresden
Kinderchor der Sächsischen Staatsoper Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper

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