Oper
Der deutsche Bariton Johannes Martin Kränzle absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Geiger und studierte Musiktheaterregie, bevor er ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main aufnahm. Anschließend war er als Ensemblemitglied an den Opernhäusern in Dortmund, Hannover und Frankfurt tätig. Im Laufe seiner Karriere gastierte er an zahlreichen international renommierten Bühnen, darunter die Opéra national de Paris, das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, das Opernhaus Zürich, die Metropolitan Opera in New York, die Wiener Staatsoper, die Staatsoper Berlin sowie die Bayerische Staatsoper in München. Darüber hinaus war er bei den Festspielen in Salzburg, Bayreuth und Bregenz zu erleben. Zu seinem breit gefächerten Repertoire gehören Partien wie Beckmesser (Die Meistersinger von Nürnberg), Don Alfonso (Così fan tutte), Alberich und Gunther (Götterdämmerung), Graf Danilo Danilowitsch (Die lustige Witwe) sowie die Titelrollen in Wozzeck und Herzog Blaubart. Neben seiner Tätigkeit als Sänger tritt Kränzle auch als Komponist in Erscheinung. Seine Kammeroper Der Wurm wurde 1997 uraufgeführt, es folgten der Zyklus Lieder um Liebe (2016) und die Suite Mutationes (2022). Für seine künstlerische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kölner Opernpreis (2011) und dem Deutschen Theaterpreis Der Faust (2019). Die Fachzeitschrift Opernwelt ehrte ihn 2011 und 2018 als „Sänger des Jahres“. Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen: Alberich in Götterdämmerung an der Staatsoper Berlin und am Teatro alla Scala, Wozzeck an der Wiener Staatsoper sowie sein Rollendebüt als Don Basilio (Il barbiere di Siviglia) an der Staatsoper Hamburg. In der Saison 2026/27 wird er an der Semperoper Dresden als Graf Danilo Danilowitsch zu erleben sein. (Stand: 2026)
