Oper

»Ring«-Zyklen im Januar und Februar 2023

Szene aus »Götterdämmerung«

Zwanzig Jahre nach Fertigstellung der Dresdner Inszenierung des »Ring«-Zyklus und fast auf den Tag genau fünf Jahre nach der letzten Wiederaufnahme kehrt in dieser Spielzeit Richard Wagners musikalisches Weltendrama »Der Ring des Nibelungen« auf die Bühne der Semperoper zurück. Die beiden szenischen Vorstellungszyklen der von Willy Decker inszenierten Produktionen finden vom 27. Januar bis 1. Februar 2023 beziehungsweise vom 5. Februar bis 10. Februar 2023 statt.

Christian Thielemann leitet ein hochkarätiges Sänger*innen-Ensemble

Die Musikalische Leitung der Opernabende liegt in den Händen von Christian Thielemann, dem für seine Wagner-Interpretationen gefeierten Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Das hochkarätige Ensemble der mitwirkenden Sänger*innen mit u.a. Christa Mayer, Adrian Eröd, John Lundgren, Andreas Schager und Georg Zeppenfeld verspricht ein Opernerlebnis von international herausragender Bedeutung. 

In der Partie der Brünnhilde wird Ricarda Merbeth zu erleben sein. Unter den weiteren großen Stimmen ihres Fachs sind Daniel Behle als Loge und Stephen Milling als Hagen sowie als Fafner zu nennen. Die international als Wagnersängerin gefeierte Mezzosopranistin Waltraud Meier wird in der Semperoper letztmalig in ihrer Bühnenkarriere die Partie der Waltraute interpretieren. 

Ihre Rollendebüts in der Semperoper geben unter anderem Allison Oakes als Sieglinde, Michal Doron als Erda, Markus Marquardt als Alberich und Lawson Anderson als Donner. In der laufenden Dresdner Spielzeit begeisterte Anderson bereits mit seinem Rollendebüt als Marcel in der umjubelten Wiederaufnahme von »Les Huguenots/Die Hugenotten« das Publikum.

Regisseur Willy Decker im »Pausengespräch«

Die beiden Zyklen der Tetralogie dieses musikalisch wie psychologisch höchst komplexen Werks werden in der Inszenierung von Willy Decker aufgeführt: Der vielfach preisgekrönte Regisseur zählt mit seinen Arbeiten zu den renommiertesten Opernregisseuren Europas. Viele seiner Inszenierungen, wie die des Dresdner »Ring«, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bühnen- und Kostümbildner Wolfgang Gussmann und zeichnen sich durch ihren einzigartigen szenischen Minimalismus und die psychologisch präzise Personenführung aus. In den Jahren 2002 bis 2003 entstanden für die Semperoper die bereits als legendär geltenden Inszenierungen von »Das Rheingold«, »Die Walküre«, »Siegfried« und »Götterdämmerung«, die zusammen das Werk »Der Ring des Nibelungen« bilden. Wissenswertes und Hintergründe zu seiner Inszenierung verrät der Regisseur in einem »Pausengespräch« mit Dramaturgin Juliane Schunke und Dramaturg Benedikt Stampfli:

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Begleitprogramm zum »Ring«

Dem »Ring« an der Semperoper sind themenspezifische Begleitveranstaltungen gewidmet:
Unter dem Titel »Von Helden und Schlachtjungfern« geht die Reihe »Aktenzeichen« auf Spurensuche im Historischen Archiv der Sächsischen Staatstheater. 

In Zusammenarbeit der Semperoper mit dem Programmkino Ost und der TU Dresden – Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte beleuchtet die Filmreihe »Wagner.Kino.Oper« das Leben und Werk des Komponisten aus kinematografischer Sicht.  

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Foto: »Götterdämmerung« © Semperoper Dresden/Klaus Gigga