Hochschulsinfonieorchester zu Gast in der Semperoper
Romantische Klänge und junge Frische
Weite Klangflächen, das idyllische Trio und markante Dur-Moll-Wechsel – am 18.11.2026 wird es romantisch. Das Hochschulsinfonieorchester der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber ist zu Gast in der Semperoper und bringt Wolfgang Amadeus Mozarts Flötenkonzert in G-Dur KV313 und Anton Bruckners 4. Sinfonie auf die große Bühne. Was das Konzert so besonders macht, welche Rolle Horn und Querflöte dabei spielen und welchen Reiz das Konzert für das Publikum birgt, berichten drei Akteure.
„Das Hochschulsinfonieorchester bildet einen wichtigen Schwerpunkt im Studium an der „HfM“. „Das Orchester ist vor allen Dingen dafür da, gemeinsam Werke des Repertoires zu erarbeiten, an Klang und Intonation zu arbeiten. Für die Studierenden geht es um dieses miteinander spielen und agieren, mit dem Dirigenten spielen, Timing und Balance, und gleichzeitig Repertoire, also die Stücke, die sie später alle kennen müssen, kennenzulernen.“ berichtet Roland Kluttig, Professor für Orchesterdirigieren und seit 2025 Leiter des „HSO“. Für ihn ist das Orchester eine „ganz besondere Gruppe, wo Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus allen Gebieten zusammenkommen, um zu musizieren.“.
Im ersten Teil des Konzertes im November erklingt Mozarts Flötenkonzert in G-Dur. „Das ist ein ziemlich zentrales Stück im Repertoire der Querflöte, das uns Flötistinnen und Flötisten unser ganzes Musikerleben lang begleitet.“, so Amandine Lavancier, Querflöten-Studentin und die Solistin bei Mozart. Sie freue sich vor allem auf „das Gefühl, getragen zu werden, und mit dem gesamten Orchester im Dialog zu stehen, live zu erleben!“. Ganz besonders sei für sie, das Stück im Jahr des 270. Geburtstags von Mozart zu spielen und diese besondere Erfahrung gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern ihrer Schule und Generation zu erleben. „Und in der Semperoper in Dresden, einem der schönsten Konzertsäle der Welt, aufzutreten, ist eine Chance, die ich mir nie zu träumen gewagt hätte! Ich bin überaus glücklich und dankbar, diese Gelegenheit erleben zu dürfen!“. Für sie sei besonders wichtig, die Frische zu bewahren, die für Mozarts spritzigen Charakter von entscheidender Bedeutung ist.

Amandine Lavancier © N.Woillard@focusart

Yu Takashima
Teil zwei des Konzerts bildet dann Bruckners 4. Sinfonie, auch Die Romantische. „Es geht aber nicht um eine Liebesgeschichte, sondern vielmehr um Natur, Sehnsucht und eine märchenhafte Welt.“, erklärt Yu Takashima, Hornstudentin und bei diesem Konzert das 1. Horn. Über ihr Solo, mit dem die Sinfonie beginnt, sagt sie: „Für mich klingt das wie ein Ruf, der das Tor zu einer Fantasiewelt öffnet.“. Für Hornistinnen und Hornisten sei dies ein ganz besonderes Stück. „Ich freue mich sehr darauf gemeinsam diese große Klangwelt entdecken zu können.“
Yu Takashima und Amandine Lavancier sind nur zwei der vielen Studentinnen und Studenten, die im Hochschulsinfonieorchester zusammen musizieren und lernen. Dass sie dabei häufig zum allerersten Mal die Werke spielen, mache das Konzert für das Publikum so besonders und reizvoll, sagt Kluttig. „Vielleicht ist dabei noch nicht alles vollkommen, dafür wird mit einer ganz großen Frische und Entdeckerfreude musiziert. Und das springt auf das Publikum über.“
Text: Marie Kirchner