Ballett

Labyrinth

George Balanchine / Martha Graham / Ohad Naharin / Joseph Hernandez

Vierteiliger Ballettabend

 

Keine weiteren Vorstellungen in dieser Spielzeit.

Der vierteilige Ballettabend ist eine Reise in das Labyrinth der menschlichen Psyche als dem Ort der Leidenschaften, Temperamente, Fantasien und Emotionen: George Balanchines »Vier Temperamente« aus dem Jahr 1946 zeigen tänzerische Assoziation zum Wesen des Melancholikers, Sanguinikers, Phlegmatikers und des Cholerikers. Bühne und Kostüme sind dabei auf ein Minimum reduziert und fokussieren den Blick des Zuschauers auf die präzise Ausführung der neoklassischen Choreografie. Nur ein Jahr später entstand, ebenfalls in New York, die bildstarke Adaption des griechischen Minotaurus-Mythos »Errand into the Maze« für eine Tänzerin und einen Tänzer von Martha Graham. Der israelische Choreograf Ohad Naharin, Schüler Grahams, treibt in seiner 1991 in der Version für fünf Männer entstandenen Choreografie »Black Milk« seine Tänzer in einer energiegeladenen, archaisch anmutenden Kreation über die Bühne, bevor die düster-mysteriöse Choreografie »Songs for a Siren« von Joseph Hernandez, 2018 für das Semperoper Ballett entstanden, die Bühne zum Ort innerer und äußerer Ausweglosigkeit werden lässt.

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