Szenenausschnitt aus der Produktion Aktenzeichen __Zwischen Revolution und Ruhm__

„Einblicke in die Rollschubanlage des Historischen Archivs“ – spannend moderierter Einblick in historisches Bildmaterial, Programmhefte, Korrespondenzen, Presseberichte und Anekdoten.

Aktenzeichen zu Rienzi

Termine & Besetzungen

Für diese Vorstellung sind momentan keine Besetzungen hinterlegt.

Dauer
Beginn: 18 Uhr
Dauer
Beginn: 18 Uhr

Kurz gefasst

Momente des Umbruchs gibt es zu allen Zeiten: Politische Systeme etablieren sich und scheitern, gesellschaftliche Ordnungen werden erschüttert und neu formiert, künstlerische Ideen zerschlagen sich zugunsten neuer Visionen. Solche Veränderungsprozesse wurden von Künstler*innen aller Epochen intensiv reflektiert. Viele Werke der Theater und Musikliteratur handeln von solchen spannungsgeladenen Umbruchszeiten und wirken als Reflexionsräume ihrer Schöpfer. Die Veranstaltungsreihe „Aktenzeichen“ wird in dieser Spielzeit aktuelle Premieren zu ihren historischen und werkimmanenten (Um-)Brüchen befragen.

Wussten Sie?

Wussten Sie, dass die Uraufführung des Rienzi vor 185 Jahren Richard Wagner überhaupt erst zum Erfolg und schließlich zur Anstellung als Hofkapellmeister verhalf? Der Name Wagner war in der Musikwelt zuvor noch unbekannt. Unsicher, verschuldet und ständigen Ortswechseln unterworfen, versuchte der Künstler in der Pariser Opernwelt Anschluss zu finden, jedoch ohne Erfolg. Erst als sich die Generaldirektion der Königlichen Sächsischen Hofoper dazu entschied, „Rienzi“ in Dresden uraufzuführen, wurde dies zum entscheidenden Wendepunkt seiner künstlerischen Karriere. Seine Oper über Aufbruch, Revolution und Machtwechsel umfasst Themen, die Wagner selbst intensiv beschäftigten und ihn 1849 sogar auf die Dresdner Barrikaden trieben.

Am 20. Oktober 1842 hob sich der Vorhang „zum ersten Male“ unter der musikalischen Leitung des Komponisten. Die Sängerbesetzung war erlesen: Josef Tichatschek brillierte als Titelfigur und Wilhelmine Schröder Devrient war als Adriano zu erleben. Regie führte Chordirektor Christian Wilhelm Fischer, der Wagner während seiner Dresdner Anstellung als Kollege und Freund zuverlässig zur Seite stand.

In der Veranstaltung „Aktenzeichen“ wird Katrin Rönnebeck anhand ausgewählter Archivalien die Dresdner Rezeptionsgeschichte dieses Frühwerkes Richard Wagners näher beleuchten.