Tour Diary

Südafrika & Kenia 2016

Vom 25. September bis zum 2. Oktober reist eine kleine Delegation unserer Company nach Johannesburg/Südafrika und nach Nairobi/Kenia. Das Goethe-Institut hat uns eingeladen, dort kleine Ausschnitte aus William Forsythes Werken zu präsentieren. Anschließend an die Vorstellungen werden die Zuschauer*innen selbst zu Tänzer*innen, denn unsere Künstler*innen erarbeiten mit ihnen kleine Improvisationen. Durch diese Veranstaltungen gewinnen die Gäste einen Einblick in die tägliche Arbeit einer Ballettcompany.


25. & 26. September 2016


18.45 Uhr: Und es geht los! Das dachten wir zumindest am Anfang, doch leider hat sich der Abflug in Dresden etwas verzögert. Trotzdem hat mit dem Anschlussflug in Frankfurt Richtung Johannesburg alles geklappt und wir sind dort pünktlich am Montagmorgen gelandet. Vom Flughafen ging es direkt ins Hotel, allerdings nur um kurz einzuchecken, denn anschließend wurden wir gleich für Proben in die Dance Factory gebracht, dem Veranstaltungsort der beiden Vorstellungen in Johannesburg. Um 13 Uhr gab es das erste gemeinsame Mittagessen mit den Organisatoren des Goethe-Instituts. Im Anschluss quetschten wir uns alle in kleine Tuk Tuks und los ging die Tour durch Soweto, dem berühmten Vorort von Johannesburg. Ein ganz besonderes Highlight dieser Tour war die Besichtigung von Nelson Mandelas Haus. Am Abend fielen wir alle todmüde ins Bett, völlig geflasht von den neuen Eindrücken, die wir bereits an unserem ersten Tag gewonnen haben. 


27. September 2016


Heute war bereits unsere erste Vorstellung. Um 14 Uhr ging es los und 200 junge Tanzstudentinnen und Studenten schauten uns bei unserem Training zu. Anschließend präsentierten wir Pas de deux aus verschiedenen Stücken von William Forsythe. Besonders spannend wurde es aber im Anschluss an die kleinen Präsentationen, denn es folgte der erste Workshop für die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wir Tänzerinnen und Tänzer wirkten nun als Trainer und lehrten dem Publikum etwas von Forsythes Tanztechnik und kleine Improvisationen. Für alle Mitwirkenden war dies eine aufregende und erlebnisreiche Stunde. Am Ende waren wir etwas geschafft, denn die 1.800 Höhenmeter und der geringere Sauerstoffanteil in der Luft machten sich im Laufe des Tages bemerkbar. Die Belohnung auf die gelungene Vorstellung folgte jedoch am Abend, als wir auf eine Nacht-Safari eingeladen wurden. Von der Ferne haben wir Löwen, Giraffen und Wildhunde gesehen, doch das absolute Highlight war das Streicheln von Löwenbabys.


29. September 2016


Der heutige Tag hat bereits sehr früh begonnen. Um 6.30 Uhr mussten wir aus dem Hotel auschecken, um dann um 10.10 Uhr nach Nairobi (Kenia) zu fliegen. Die Flugzeit betrug 4 Stunden inklusive einer sehr pünktlichen Landung. Leider hatte die Pünktlichkeit ein Ende als wir in unserem Hotel ankamen und sehr lange Zeit mit dem Ausfüllen von Formularen (Visa) verbringen mussten. Am Abend waren wir einmal mehr von den Kolleg*innen des Goethe-Instituts zum Dinner eingeladen und wir konnten den Tag bei einem leckeren, frischen Bier ausklingen lassen! Das war ein schöner Abschluss für einen so langen Tag.


30. September 2016


Heute Vormittag starteten wir gleich nach dem Frühstück mit einer City Tour durch Nairobi. Auffallend waren vor allem der Lärm und die vielen Abgase, die in der Luft hängen. Eine grandiose und gigantische Aussicht über die Stadt bot sich uns von dem Hubschrauberlandeplatz des Kongresszentrums. Noch einen kurzen Besuch auf dem Markt, dann ging es auch schon ins Theater, um die erste Vorstellung vorzubereiten. Um 18 Uhr legten wir los, gespannt auf unser Publikum! Und was sollen wir sagen, es war toll! Das Publikum war sehr cool und allem aufgeschlossen. Auch die zwei Stromausfälle, die uns alle für jeweils vier Sekunden in komplette Nacht umhüllt hatten, konnten die Begeisterung aller Mitwirkenden nicht bremsen. Somit war es eine sehr, sehr schöne Aufführung. Wir freuen uns schon sehr auf unsere letzte Vorstellung morgen Abend.


1. Oktober 2016


Leider war heute bereits unser letzter Tag in Kenia und leider auch die letzte Vorstellung dieser Tour. Tagsüber nutzten wir nochmals die Zeit, um die Stadt zu erkunden, bevor wir uns wieder in Richtung Theater aufmachten. Das Publikum war ebenfalls fantastisch und hat mit viel Spaß und Enthusiasmus an unserem Workshop teilgenommen. Inzwischen sitzen wir am Flughafen und warten auf das Boarding. Unglaublich, wie schnell diese Woche vorbeiging und wieviel wir aber in dieser Zeit erleben durften. Ein großes Dankeschön an die Kolleg*innen des Goethe-Instituts in Johannesburg und Nairobi für diese ganz besonderen und unvergesslichen Erlebnisse!