Oper

Pelléas et Mélisande

Claude Debussy

Oper in fünf Akten Dichtung von Maurice Maeterlinck In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Auf der Suche nach einer ganz eigenen Welt schuf Claude Debussy nach dem symbolistisch-irisierenden Schauspiel von Maurice Maeterlinck ein Traumstück, eine introvertiert-verrätselte Oper, aus der die Stimme des Unbewussten zu sprechen scheint. Aller Dramatik entbunden, ist die rezitativisch-deklamatorische Musik laut Debussy »Schilderung dessen, was in der Natur nicht sichtbar ist«. Unterschwellig souffliert sie uns seelische Prozesse von der Entfremdung derer, die ehelich zusammengehören, und vertraut uns die Tragödie zwischen den unglücklich Liebenden Pélleas und Mélisande an. Im Jahre 1902 in Paris uraufgeführt, musste das Werk im einerseits nachwagnerschen und andererseits veristischen Kontext befremden, so singulär kam Debussys »Drame lyrique« daher. Doch lange Zeit verging nicht, bis dies unerhört magische Werk seinen Siegeszug um die Welt antrat. Genauso einzigartig wie international erfolgreich für die heutige Zeit ist die längst Kultstatus genießende katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus, die das Werk in Szene setzen wird – spektakulär, bewegt, bildgewaltig und abseits jeder Tradition.

Zusammenfassung

Auf der Suche nach einer ganz eigenen Welt schuf Claude Debussy nach dem symbolistisch-irisierenden Schauspiel von Maurice Maeterlinck ein Traumstück, eine introvertiert-verrätselte Oper, aus der die Stimme des Unbewussten zu sprechen scheint. Aller Dramatik entbunden, ist die rezitativisch-deklamatorische Musik laut Debussy »Schilderung dessen, was in der Natur nicht sichtbar ist«. Unterschwellig souffliert sie uns seelische Prozesse von der Entfremdung derer, die ehelich zusammengehören, und vertraut uns die Tragödie zwischen den unglücklich Liebenden Pélleas und Mélisande an. Im Jahre 1902 in Paris uraufgeführt, musste das Werk im einerseits nachwagnerschen und andererseits veristischen Kontext befremden, so singulär kam Debussys »Drame lyrique« daher. Doch lange Zeit verging nicht, bis dies unerhört magische Werk seinen Siegeszug um die Welt antrat. Genauso einzigartig wie international erfolgreich für die heutige Zeit ist die längst Kultstatus genießende katalanische Theatergruppe La Fura dels Baus, die das Werk in Szene setzen wird – spektakulär, bewegt, bildgewaltig und abseits jeder Tradition.

Ausführliche Inhaltsangabe

Allemonde, Reich des Königs Arkel

Erster Akt
Szene 1
Golaud hat sich auf der Jagd verirrt. Im Wald findet er Mélisande, die sich ebenfalls verirrt hat. Die scheue Frau ist von einem unbekannten Ort vor einem unbekannten Schicksal geflohen. Golaud überredet sie, mit ihm zu gehen.
Szene 2
Geneviève liest ihrem Schwiegervater König Arkel den Brief vor, in dem ihr Sohn Golaud seinem Halbbruder Pelléas von der Heirat mit Mélisande berichtet. Als Zeichen der Zustimmung zu seiner Heimkehr soll ein Licht entzündet werden, das bis aufs Meer hin sichtbar ist. Pelléas will abreisen. Er hat einen Brief von einem Freund erhalten, der im Sterben liegt. Arkel hält seinen Enkel Pelléas jedoch zurück: Sein eigener Vater liegt ebenfalls im Sterben und die Ankunft des Bruders steht bevor.
Szene 3
Mélisande erzählt Geneviève, wie sehr sie die Dunkelheit in Allemonde bedrückt. Gemeinsam mit Pelléas beobachten sie Lichter am Wasser. Mélisande glaubt das Schiff zu erkennen, das sie hergebracht hat.

Zweiter Akt
Szene 1
Pelléas und Mélisande sind am Wasser beisammen. Sie spielt mit ihrem Ehering, der im endlos tiefen Wasser versinkt, als die Uhr zwölf schlägt. Mélisande ist wegen Golaud beunruhigt, Pelléas rät ihr, die Wahrheit zu sagen.
Szene 2
Zur selben Stunde Schlag zwölf hat sich Golaud bei einem Reitunfall verletzt. Als er die unglückliche Mélisande trösten will, bemerkt er, dass der Ring fehlt. Golaud befiehlt ihr, ihn sofort zu suchen, und schickt sie mit Pelléas als Begleiter in die Nacht.
Szene 3
Pelléas geht mit Mélisande an den Ort, an dem sie fälschlich angab, den Ring verloren zu haben. Als sie dort drei arme Gestalten entdecken, kehren sie erschrocken um.

Dritter Akt
Szene 1
Pelléas kommt, um von Mélisande Abschied zu nehmen. Sie bittet ihn zu bleiben. Pelléas möchte sie berühren, mit ihrem Haar spielen. Golaud überrascht die beiden und tadelt sie als Kinder.
Szene 2
Golaud führt Pelléas vor einen Abgrund, dem der Geruch des Todes zu entsteigen scheint.
Szene 3
Golaud warnt Pelléas, Mélisande in Ruhe zu lassen, da sie ein Kind erwartet.
Szene 4
Golaud fragt seinen kleinen Sohn aus erster Ehe, Yniold, über Pelléas und Mélisande aus, er zwingt ihn, die beiden auszuspionieren. Pelléas und Mélisande sind schweigend und reglos beieinander.

Vierter Akt
Szene 1
Pelléas verabredet mit Mélisande ein letztes Treffen. Seinem Vater geht es besser, er will fortgehen.
Szene 2
Arkel freut sich, dass es Pelléas’ Vater besser geht und hofft auf eine glücklichere Zeit für Mélisande. Golaud hat sich an einer Dornenhecke verletzt. Er demonstriert Mélisande gewaltsam seine Besitzansprüche ihr gegenüber, bis Arkel ihm Einhalt gebietet.
Szene 3
Yniold beobachtet, wie Schafe zur Schlachtbank geführt werden.
Szene 4
Pelléas und Mélisande gestehen sich gegenseitig ihre Liebe. Golaud beobachtet sie und tötet Pelléas.

Fünfter Akt
Mélisande hat eine Tochter bekommen. Golaud versucht vergeblich, von der sterbenden Mélisande die Wahrheit über ihre Beziehung zu Pelléas zu erfahren. Doch er bleibt ohne Antwort. Fast unbemerkt haucht sie ihr Leben aus.

Alle Besetzungen

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

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Dez 2018

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  • Pause nach 95 Minuten
  • Ende 22:20 Uhr
  • Gesamtdauer 3 Stunden 20 Minuten

  • Veranstaltungsort Semperoper Dresden

Werkeinführung (kostenlos)

  • 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

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Sächsischer Staatsopernchor Dresden
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  • 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

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Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

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  • Veranstaltungsort Semperoper Dresden

Werkeinführung (kostenlos)

  • 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller

Besetzung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung