Oper

Götterdämmerung

Richard Wagner

Wenn zu Beginn von Richard Wagners »Götterdämmerung« die Nornen den Schicksalsfaden weben, steht bereits das Ende der Götterwelt fest. Der Held Siegfried fällt einer Intrige am Hof der Gibichungen zum Opfer, und Brünnhilde beschließt, den Ring den Rheintöchtern wiederzugeben.

Das männliche Prinzip in seinem wahnwitzigen Streben nach Macht und Dominanz hat sich selbst zerstört. Nur das Weibliche kann sich der drohenden Apokalypse entgegenwerfen und die rettende Kraft für den Neubeginn entwickeln. Im letzten Teil von »Der Ring des Nibelungen« greift Richard Wagner die großen Fäden der Tetralogie noch einmal auf und verbindet sie zu einer Apotheose. In Willy Deckers Inszenierung von Richard Wagners Menschheitsdrama ist alles »Theater auf dem Theater«, und so lässt der abgedankte Gott Wotan am Ende den Vorhang fallen. 


Dritter Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen
Libretto vom Komponisten

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Premiere
31. August 2003,

Keine weiteren Vorstellungen in der aktuellen Spielzeit.

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Stücktrailer

Götterdämmerung

Wenn zu Beginn von Richard Wagners Götterdämmerung die Nornen den Schicksalsfaden weben, steht bereits das Ende der Götterwelt fest. Der Held Siegfried fällt einer Intrige am Hof der Gibichungen zum Opfer, und Brünnhilde beschließt, den Ring den Rheintöchtern wiederzugeben. Das männliche Prinzip in seinem wahnwitzigen Streben nach Macht und Dominanz hat sich selbst zerstört. Nur das Weibliche kann sich der drohenden Apokalypse entgegenwerfen und die rettende Kraft für den Neubeginn entwickeln. Im letzten Teil von Der Ring des Nibelungen greift Richard Wagner die großen Fäden der Tetralogie noch einmal auf und verbindet sie zu einer Apotheose. In Willy Deckers Inszenierung von Richard Wagners Menschheitsdrama ist alles Theater auf dem Theater, und so lässt der abgedankte Gott Wotan am Ende den Vorhang fallen.

Pausengespräch

Der Abschluss des Dresdner Ring des Nibelungen jährt sich 2023 zum 20. Mal. Regisseur Willy Decker blickt im Pausengespräch auf die Zeit der Inszenierungen der vier Opern 2002/03 und seine Konzeption von Wagners vielgestaltigem Werk zurück. Ein allumfassendes Welttheater nennt der renommierte, international arbeitende Regisseur die bekannteste Tetralogie der Operngeschichte, und berichtet von seiner Grundidee der Theater-auf-dem-Theater-Situation samt Theaterstuhlreihen und Guckkastenbühne und der unverminderten Aktualität der verhandelten Themen im Ring. Das Gespräch fand am 5. Januar 2023 statt.

Werkeinführung

Richard Wagners Musikdrama Götterdämmerung, der Dritte Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen, zeigt auf, dass es am Ende eine Frau ist, die sich der drohenden Apokalypse entgegenwirft und zur rettenden befriedende Kraft wird: Der Ring kehrt in die reine Natur zurück. Dramaturg Benedikt Stampfli erzählt von wichtigen Aspekten des Werks und der Inszenierung von Willy Decker.