Pausengespräche

20 Minuten aus der Semperoper Dresden

Ein Pausengespräch ist fast so spannend wie die Vorstellung selbst: Man tauscht sich über das Gehörte und Gesehene aus, stellt sich Fragen, erfährt Interessantes, manchmal auch Skurriles. In unregelmäßigen Abständen treffen sich Mitarbeiter*innen und Gäste aus der Welt der Semperoper für die Dauer einer Vorstellungspause und sprechen über aktuelle Themen, Besonderheiten des Opernbetriebes, Musik und Theater und alles, was dazu gehört.

Hier geht’s zu unseren Pausengesprächen aus dem Frühjahr 2020 im Rahmen der Kampagne »Semperoper zuhause«.

»Flexibilität bekommt eine ganz neue Definition«

Pausengespräch mit Intendant Peter Theiler

Den ersten Lockdown hat die Semperoper gemeistert. In Bezug nun auf die Schließung von Theater- und Konzerthäusern im neuerlichen Lockdown kann man fast täglich neue Statements, Meinungen und Argumente über das Für und Wider lesen. Was neben dieser Diskussion aber immer weiterläuft, ist der Probenbetrieb in der ambivalenten Situation, heute etwas entscheiden zu müssen, bei dem man noch nicht weiß, ob es morgen stattfinden wird.  – Eine Momentaufnahme mit Intendant Peter Theiler und Dramaturgin Juliane Schunke.

Das Gespräch fand am 12. November 2020 statt.

»Nie hat man mehr Adrenalin!«

Pausengespräch mit Nikola Hillebrand zu »Die Zauberflöte«

Nikola Hillebrand ist seit Beginn der Spielzeit 2020/21 im Ensemble der Semperoper engagiert und singt als ihre erste Premiere die Königin der Nacht in Wolfgang Amadeus Mozarts »Die Zauberflöte«. Im Gespräch mit dem Dramaturgen Kai Weßler erzählt sie von der Herausforderung dieser sehr außergewöhnlichen Rolle.

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Ungewöhnlich ist die Rolle der Königin der Nacht, weil hier einmal der hohe Sopran die »böse« Figur ist, nachdem die Königin der Nacht als durchaus positive Figur eingeführt wurde. Ungewöhnlich ist die Kürze dieser wichtigen Rolle, und ungewöhnlich ist auch, dass die Königin ihrem Gegenspieler Sarastro im ganzen Stück nicht begegnet.

Nikola Hillebrand erzählt von der großen Entwicklung, die die Figur im Laufe der Oper durchläuft, obwohl sie nur so wenige Auftritte hat. Sie berichtet außerdem, wie sich eine Sängerin den Ausgleich zu dieser extremen Partie sucht und wie die Einsamkeit der Königin der Nacht sich für die Sängerin bei den Vorstellungen auswirkt – und was ihre größte Angst bei einer »Zauberflöten«-Vorstellung ist.

Das Gespräch fand am 29. Oktober 2020 statt.