Ballett

Don Quixote

Watkin, Aaron S.

Musik von Ludwig Minkus und Manuel de Falla Ballett in zwei Akten

»Ein Mann von La Mancha und sein Traum von Doña Dulcinea«

Das Ausziehen in fremde Länder, um bei sich selbst anzukommen, ist ein weltbekanntes, mannigfach in die Kunst eingegangenes Thema – auch das Ballett machte davon mehrfach charmant und erfolgreich Gebrauch. Allein der Name Miguel de Cervantes klingt nach spanischem Reisefieber, das uns bis heute sein »Don Quixote« vermittelt. Entsprechendes vermag auch das weltbekannte, gleichnamige Ballett zur Musik von Ludwig Minkus und der Choreografie von Marius Petipa, wenn darin der Titelheld zunächst träumend, dann tatsächlich eine abenteuerliche Reise unternimmt – stets auf der Suche nach dem aus Romanen entsprungenen Ideal seiner imaginierten Dulcinea. Dass er es dabei sogar auf einen Kampf gegen Windmühlen ankommen lässt, ist längst Legende.

Ballettdirektor Aaron S. Watkin wird nach »Dornröschen«, »La Bayadère«, »Schwanensee« und »Der Nussknacker« seine nächste Ballettproduktion auf die Bühne bringen und sie wie die literarische Vorlage auf den reisenden Helden konzentrieren. Dabei wird er das Werk in einen neueren zeitlichen Zusammenhang setzen, dennoch Raum für märchenhafte Traumbilder lassen und dem ursprünglichen Ballett in seinem klassischen Bewegungsrepertoire seinen Respekt zollen. Neben der Komposition von Ludwig Minkus wird Watkin die stark südländisch kolorierte Musik von Manuel de Falla in die Tanzakte einformulieren und beispielsweise Teile aus den flirrenden »Nächten in spanischen Gärten«, ausdrucksvolle Nummern aus dem Ballett »Der Dreispitz« oder auch »El amor brujo« choreografieren.

Uraufführung im Jahr 1869 in Moskau
Neukreation für das Semperoper Ballett 2016

Zusammenfassung

»Ein Mann von La Mancha und sein Traum von Doña Dulcinea«

Das Ausziehen in fremde Länder, um bei sich selbst anzukommen, ist ein weltbekanntes, mannigfach in die Kunst eingegangenes Thema – auch das Ballett machte davon mehrfach charmant und erfolgreich Gebrauch. Allein der Name Miguel de Cervantes klingt nach spanischem Reisefieber, das uns bis heute sein »Don Quixote« vermittelt. Entsprechendes vermag auch das weltbekannte, gleichnamige Ballett zur Musik von Ludwig Minkus und der Choreografie von Marius Petipa, wenn darin der Titelheld zunächst träumend, dann tatsächlich eine abenteuerliche Reise unternimmt – stets auf der Suche nach dem aus Romanen entsprungenen Ideal seiner imaginierten Dulcinea. Dass er es dabei sogar auf einen Kampf gegen Windmühlen ankommen lässt, ist längst Legende.

Ballettdirektor Aaron S. Watkin wird nach »Dornröschen«, »La Bayadère«, »Schwanensee« und »Der Nussknacker« seine nächste Ballettproduktion auf die Bühne bringen und sie wie die literarische Vorlage auf den reisenden Helden konzentrieren. Dabei wird er das Werk in einen neueren zeitlichen Zusammenhang setzen, dennoch Raum für märchenhafte Traumbilder lassen und dem ursprünglichen Ballett in seinem klassischen Bewegungsrepertoire seinen Respekt zollen. Neben der Komposition von Ludwig Minkus wird Watkin die stark südländisch kolorierte Musik von Manuel de Falla in die Tanzakte einformulieren und beispielsweise Teile aus den flirrenden »Nächten in spanischen Gärten«, ausdrucksvolle Nummern aus dem Ballett »Der Dreispitz« oder auch »El amor brujo« choreografieren.

Uraufführung im Jahr 1869 in Moskau
Neukreation für das Semperoper Ballett 2016

Ausführliche Inhaltsangabe

1 . Akt

Eine Schweißerei in den späten 1950er Jahren in Kastilien-La Mancha, Spanien. Aldonza, Tochter des Fabrikbesitzers Señor Lorenzo, unterhält eine heimliche Beziehung zum Schweißer Miguel Basilio, der als junger Torero erfolgreich ist. Heute wird sie ihn zum Stierkampf begleiten. Alonso Quixano, ein älterer Schweißer, schwärmt insgeheim für Aldonza. Jeden Abend tauchen Alonso und sein Lehrling, die ihn verehrende Juanita, in eine fantastische Welt ein. Sein Lieblingsbuch »Die Geschichten des Cervantes« lesend, begeben sich Alonso als Ritter Don Quixote und Juanita als dessen Knappe Sancha Panza auf abenteuerliche Reisen. Geleitet werden sie von Doña Dulcinea del Toboso, Alonsos überirdischem Traumbild einer Vision des weiblichen Ideals, das ihn zu Heldentaten inspiriert.
Für das Abenteuer des heutigen Abends geleitet ihn Doña Dulcinea ins Reich der Träume zur Gran Corrida, wo gerade der siegreiche Torero Miguel den Bullen tötete. Heimlich treffen sich Aldonza und Miguel für ein romantisches Rendezvous. Darüber eifersüchtig und verzweifelt, belebt Don Quixote den Stierkampf mit sich selbst als erfolgreichem Torero wieder – in der Hoffnung, Aldonza zu beeindrucken. Er erklärt ihr seine uneingeschränkte Bewunderung und glaubt, in ihr die irdische Verkörperung von Doña Dulcinea gefunden zu haben. Aldonza zollt ihm ihren tiefen Respekt. Doch Doña Dulcinea warnt Don Quixote, nicht den Traum fehlzuinterpretieren, und mahnt, das Geschehen nur zu beobachten, um seine wahre Bedeutung zu verstehen. Er ist entsetzt, als er entdeckt, dass der getötete Stier in Wahrheit der Minotaurus Miguel ist. Darüber verzweifelt Aldonza, bis Doña Dulcinea Miguel wieder zum Leben erweckt. Überglücklich gestehen sich Aldonza und Miguel gegenseitig ihre Liebe. Don Quixote erkennt, dass er nie Aldonzas Herz erobern wird. Doña Dulcinea führt Don Quixote zurück in die reale Welt.
Am nächsten Morgen findet Miguel Alonso schlafend in einem seiner Torerooutfits. Es ist ruiniert, und wütend weckt er ihn auf. Aldonza versucht gerade Miguel zu beruhigen, als Señor Lorenzo erscheint. Ihrem Vater gesteht sie nun ihre Liebe zu Miguel, doch dieser erwidert, dass er ihr nie gestatten wird, einen seiner Arbeiter zu heiraten. Darauf entschließt sich das Paar zu fliehen. Señor Lorenzo macht Alonso für die Situation verantwortlich und kündigt ihm fristlos. Als Juanita versucht, sich dagegen aufzulehnen, wird auch sie gefeuert. Beide werden aus der Fabrik vertrieben.


2 . Akt

Auf der Suche nach einer friedlicheren Existenz bricht Alonso als Don Quixote mit Juanita als Sancha Panza zu neuen Abenteuern auf. Als sie durch Kastilien-La Mancha reisen, treffen sie auf einen Schäfer. Gerade, als Don Quixote glaubt, sein Glück in diesem bescheidenen Lebensstil gefunden zu haben, werden sie von ihm ausgeraubt. Das nächste Abenteuer führt sie zu einem Zigeunerlager bei einer Windmühle, wo ein Puppenspiel stattfindet. Juanita wird gebeten, darin als eine der Marionetten zu agieren. Als sie aber von den Zigeunern grob behandelt wird, eilt ihr Don Quixote zu Hilfe. Er beginnt im Kampf gegen die Peiniger zu halluzinieren und attackiert die Windmühle, weil er denkt, diese sei ein feindlicher Riese. Von den Zigeunern überwältigt und in Säcke gesteckt, werden Don Quixote und Juanita zu einem unbekannten Ort gebracht. Dort werden sie von einem Postboten befreit und stellen fest, dass sie sich in der alten Schweißerei von Señor Lorenzo befinden, die dieser wegen finanzieller Probleme aufgeben musste. Nun befindet sich hierin ein Lagerhaus.
Zusammen in dem kalten und leeren Raum erkennt Alonso schließlich seine starken Gefühle, die er für Juanita entwickelt hat. Der Postbote überreicht Alonso einen von einem entfernten Verwandten geerbten Koffer. Dass er voller Juwelen ist, lässt Alonso unbeeindruckt, doch Juanita überredet ihn, das Vermögen für den Kauf der Lagerhalle von Señor Lorenzo zu verwenden. Damit eröffnen sie wieder die Fabrik und stellen die ehemaligen Schweißer ein. Auch Aldonza und Miguel hören von den Neuigkeiten. Sie kehren zurück, und es kommt zur glücklichen Wiedervereinigung mit ihrem Vater. Señor Lorenzo gibt ein großes Fest auf der Plaza del Toros zu Ehren Alonsos und dieses unglaublichen Tages. Doña Dulcinea lädt Alonso auf ein neues Abenteuer ein, was er jedoch ablehnt. Er weiß, dass alles nun genau so ist, wie es immer sein sollte. Nicht mehr länger getrieben von der Suche nach Doña Dulcinea, hat er endlich inneren Frieden gefunden.

Alle Besetzungen

Semperoper Ballett
Sächsische Staatskapelle Dresden

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper

Making-of »Don Quixote«

Auf dem Weg zur Premiere: Vom Anpassen der Kostüme über Proben im Ballettsaal und die Musikalische Einrichtung bis hin zu den Proben auf der großen Bühne.

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