Ballett

Bella Figura

Mehrteiliger Ballettabend Choreografien von Jiří Kylián, David Dawson und Ohad Naharin

Der tschechisch-niederländische Choreograf Jiří Kylián, von dem sich »Petite Mort« und »Sechs Tänze« im Repertoire des Semperoper Ballett befinden, kehrte 2012 mit »Bella Figura« zurück, einer – so der Choreograf selbst – »Reise durch die Zeit, durch Fantasie und Träume«, zu Musik des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Lukas Foss und von Meistern der Barockzeit wie Pergolesi, Marcello, Vivaldi und Torelli.
David Dawsons abstrakte, äußerst emotionale Choreografie »The Grey Area« verzichtet bewusst auf jegliche Bühnenelemente. In dem 2002 entstandenen Werk beweist der ehemalige Hauschoreograf des Semperoper Ballett sein Talent für modernes, atmosphärisches Ballett und löst sich gleichsam von dessen klassischen Fesseln. Im Zentrum steht ein Tanz mit treibenden, klassisch ausgerichteten Bewegungen in einer fließenden, ausholenden Geometrie. Schwerelose Schönheit und Zeitlosigkeit.
Schließlich tanzt die Company das 2012 zum ersten Mal aufgeführte Stück »Minus 16« des Israeli Ohad Naharin, einem Schüler Martha Grahams, der seit 1990 die in Tel Aviv ansässige »Batsheva Dance Company« leitet.

Zusammenfassung

Der tschechisch-niederländische Choreograf Jiří Kylián, von dem sich »Petite Mort« und »Sechs Tänze« im Repertoire des Semperoper Ballett befinden, kehrte 2012 mit »Bella Figura« zurück, einer – so der Choreograf selbst – »Reise durch die Zeit, durch Fantasie und Träume«, zu Musik des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Lukas Foss und von Meistern der Barockzeit wie Pergolesi, Marcello, Vivaldi und Torelli.
David Dawsons abstrakte, äußerst emotionale Choreografie »The Grey Area« verzichtet bewusst auf jegliche Bühnenelemente. In dem 2002 entstandenen Werk beweist der ehemalige Hauschoreograf des Semperoper Ballett sein Talent für modernes, atmosphärisches Ballett und löst sich gleichsam von dessen klassischen Fesseln. Im Zentrum steht ein Tanz mit treibenden, klassisch ausgerichteten Bewegungen in einer fließenden, ausholenden Geometrie. Schwerelose Schönheit und Zeitlosigkeit.
Schließlich tanzt die Company das 2012 zum ersten Mal aufgeführte Stück »Minus 16« des Israeli Ohad Naharin, einem Schüler Martha Grahams, der seit 1990 die in Tel Aviv ansässige »Batsheva Dance Company« leitet.

Ausführliche Inhaltsangabe

Bella Figura
Im Herbst 1980 unternahm der tschechische Choreograf Jiří Kylián eine Reise zu den australischen Aborigines und machte dort die Bekanntschaft mit deren Konzept der »Traumzeit«. Dabei handelt es sich um die Vorstellung einer universellen Welt, aus der unsere reale Gegenwart einerseits hervorgeht, um andererseits dann wieder mit ihren Ereignissen und Geschehnissen Rückwirkung auf die Traumzeit zu haben. Auf dieses Konzept bezieht sich Jiří Kylián, wenn er zur Erklärung seiner Choreografie »Bella Figura« schreibt: »Stellen Sie sich vor, dass Sie einen Traum gehabt haben, in dem Sie aus Ihrem Bett gefallen sind. Und als Sie am nächsten Morgen aufwachen, merken Sie, dass Sie eine gebrochene Rippe haben«. »Bella Figura« entstand 1995 für Jiří Kyliáns Hauscompany, das Nederlands Dans Theater, zu einer Musikcollage aus Werken mehrerer barocker Meister – Pergolesi, Marcello, Vivaldi sowie Torelli – und einer auf Renaissancemusik basierenden Suite des zeitgenössischen amerikanischen Komponisten Lukas Foss.

The Grey Area
Menschliche Zerbrechlichkeit und das Erproben der schier unvorstellbaren Bewegungsmöglichkeiten des Körpers stehen im Mittelpunkt der Choreografie »The Grey Area« von David Dawson. In dem 2002 entstandenen Werk beweist der ehemalige Hauschoreograf des Semperoper Ballett sein Talent für atmosphärisches, modernes Ballett und löst sich gleichsam von dessen klassischen Fesseln. »The Grey Area« sei »ein wahrer Schatz«, schrieb die Kritikerin Tatiana Kuznetsova, »der Spitzentanz erfährt hier eine neue choreografische Dimension, faszinierend fließend, ohne Unterbrechung«. Diese abstrakte, äußerst emotionale Choreografie verzichtet bewusst auf jegliche Bühnenelemente. Im Zentrum steht ein Tanz mit treibenden, klassisch ausgerichteten Bewegungen in einer fließenden, ausholenden Geometrie. Schwerelose Schönheit und Zeitlosigkeit und »bereits jetzt ein Meilenstein des zeitgenössischen Tanzes«. (The Moscow Times)

Minus 16
Der Tanzstil des Israeli Ohad Naharin zeichnet sich durch außergewöhnliche, flexible Körperbewegungen, explosive Ausbrüche und eine große Vitalität aus. Dabei bedient er sich einer speziellen, von ihm entwickelten Technik, die er »Gaga« nennt. Ebenfalls typisch für Naharin ist sein Verfahren, für Neukreationen auf größere Passagen seiner bereits existierenden Choreografien zurückzugreifen, um so »eine neue Sichtweise auf das Bestehende zu finden«. »Minus 16« setzt sich aus Teilen von »Sabotage Baby«, »Anaphaza«, »Mabul« und »Zachacha« zusammen. Die Choreografie auf einen mitreißenden Soudtrack südamerikanischer und israelischer Populärmusik entstand 1999 für die Juniorcompany des Nederlands Dans Theater, NDT II.

Inszenierungsteam

  • Bella Figura

    Choreografie & Bühne
    Jiří Kylián
  • Musik
    Alessandro Marcello
  • Kostüme
    Joke Visser
  • Licht
    Kees Tjebbes
  • Einstudierung
    Cora Bos-Kroese

  • The Grey Area

    Choreografie & Bühne
    David Dawson
  • Musik
    Niels Lanz
  • Kostüme
    Yumiko Takeshima
  • Licht
    Bert Dalhuysen

  • Minus 16

    Choreografie & Bühne
    Ohad Naharin
  • Musik
    Soundtrack aus »Cha-Cha De Amor«: Dean Martin, Yma Sumac, Rolley Polley; Dick Dale, Tractor`s Revenge & Ohad Naharin, Antonio Vivaldi, Harold Arlen/Marusha
  • Einstudierung
    Yoshifumi Inao

Semperoper Ballett
Musik vom Tonträger

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

In der aktuellen Saison keine Vorstellungen.