Oper

Les Troyens / Die Trojaner

Hector Berlioz

Grand opéra in fünf Akten Libretto vom Komponisten nach Teilen des Epos »Aeneis« von Vergil und des Dramas »The Most Excellent Historie of the Merchant of Venice« von William Shakespeare In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Troja und Karthago – in beiden Städten herrscht ein trügerischer Friede. Zwei Völker befinden sich nach Belagerung, Krieg und stürmischer Zeit in Erwartung friedlicher Prosperität. Helden werden betrauert, Helden werden besungen, tote Helden mahnen die Lebenden. In Zerstörung und Niedergang werden beide Völker enden, die deutlichen Vorzeichen ignorierend. Im Zentrum stehen zwei starke Frauenfiguren, die ihr Los an das ihrer Völker gebunden haben: Cassandre, die Sehende, die ihre siegesgeblendeten Trojaner vergeblich vor den Gefahren des hölzernen Pferdes warnt und sich nach der Eroberung Trojas durch die Griechen das Leben nimmt, und die karthagische Königin Didon, die Verantwortliche, die über ihre Liebe zu Énée ihr Volk und sich selbst vergisst. Der Held Énée ist nach der Zerstörung Trojas aus der Heimat nach Karthago geflüchtet, er erwidert Didons Liebe, doch er wird nicht bleiben. Er muss nach Italien weiterziehen und dort eine neue Stadt gründen: Rom. Auch hier wird der Friede wieder bedroht sein, nachdem die sterbende Didon Hannibal als zukünftigen Rächer ankündigt und die Karthager ewigen Hass schwören. Berlioz erzählt in seiner betörend farbenreichen und klanggewaltigen Grand opéra aus dem Geist der französischen Romantik ein großes Epos von Krieg und Frieden. 120 singende Menschen stark sind die Völker, die Berlioz in raumgreifenden Chortableaus anlegt und die immer wieder den Blick auf die Protagonisten freigeben, die zwischen Neigung und Staatsräson zerrieben werden.

Extras
Essay »Sprach irgendein Mensch in Troja von Krieg?«


»Die John Fiore Show«
In fünf Audioteilen analysiert und erklärt John Fiore die Musik zu Hector Berlioz’ Grand opéra »Les Troyens/Die Trojaner«:
Der Untergang Trojas
1. Akt
2. Akt
Die Trojaner in Kathargo
3. Akt
4. Akt
5. Akt

Zusammenfassung

Troja und Karthago – in beiden Städten herrscht ein trügerischer Friede. Zwei Völker befinden sich nach Belagerung, Krieg und stürmischer Zeit in Erwartung friedlicher Prosperität. Helden werden betrauert, Helden werden besungen, tote Helden mahnen die Lebenden. In Zerstörung und Niedergang werden beide Völker enden, die deutlichen Vorzeichen ignorierend. Im Zentrum stehen zwei starke Frauenfiguren, die ihr Los an das ihrer Völker gebunden haben: Cassandre, die Sehende, die ihre siegesgeblendeten Trojaner vergeblich vor den Gefahren des hölzernen Pferdes warnt und sich nach der Eroberung Trojas durch die Griechen das Leben nimmt, und die karthagische Königin Didon, die Verantwortliche, die über ihre Liebe zu Énée ihr Volk und sich selbst vergisst. Der Held Énée ist nach der Zerstörung Trojas aus der Heimat nach Karthago geflüchtet, er erwidert Didons Liebe, doch er wird nicht bleiben. Er muss nach Italien weiterziehen und dort eine neue Stadt gründen: Rom. Auch hier wird der Friede wieder bedroht sein, nachdem die sterbende Didon Hannibal als zukünftigen Rächer ankündigt und die Karthager ewigen Hass schwören. Berlioz erzählt in seiner betörend farbenreichen und klanggewaltigen Grand opéra aus dem Geist der französischen Romantik ein großes Epos von Krieg und Frieden. 120 singende Menschen stark sind die Völker, die Berlioz in raumgreifenden Chortableaus anlegt und die immer wieder den Blick auf die Protagonisten freigeben, die zwischen Neigung und Staatsräson zerrieben werden.

Extras
Essay »Sprach irgendein Mensch in Troja von Krieg?«


»Die John Fiore Show«
In fünf Audioteilen analysiert und erklärt John Fiore die Musik zu Hector Berlioz’ Grand opéra »Les Troyens/Die Trojaner«:
Der Untergang Trojas
1. Akt
2. Akt
Die Trojaner in Kathargo
3. Akt
4. Akt
5. Akt

Ausführliche Inhaltsangabe

Erster Akt
Nach zehn Jahren Belagerung und Krieg feiert das trojanische Volk den Frieden. Die Griechen sind abgezogen, zurückgelassen haben sie eine große Pferdeskulptur. Man erzählt sich, es sei eine Opfergabe an die Göttin Pallas Athene für eine sichere Heimfahrt. Nur die Seherin Cassandre, Tochter des Trojanerkönigs Priam, warnt: Sie glaubt nicht an den plötzlichen Abzug der Griechen, sieht Troja schon am kommenden Tag in Tod und Zerstörung zugrunde gehen. Doch niemand schenkt ihr Glauben, weder ihr Vater, das Volk noch ihr eigener Verlobter Chorèbe. Vergeblich versucht sie, ihn zur Flucht zu bewegen. Die siegestrunkene Friedensfeier kann nichts wirklich stören: weder die trauernde Andromache, die Witwe des gefallenen Helden Hector, noch die Tatsache, dass der Kriegsheld Énée das Pferd der Griechen in die Mitte der Stadt bringen lässt. Er erzählt die Geschichte vom grausamen Tod des Zweiflers Laokoon, der wie Cassandre in dem Pferd einen griechischen Hinterhalt sah. Um die ob der Zweiflers wütende Göttin Pallas Athene zu besänftigen, habe Énée das Pferd mitgebracht. Das wird leichter Hand für richtig befunden, der Held vom Volk bejubelt und die Feier fortgesetzt. Cassandres Warnungen will keiner hören.

Zweiter Akt
Énée schläft. Der Geist des getöteten Helden Hector teilt Énée mit, dass die Invasion und Zerstörung Trojas durch die Feinde bereits in vollem Gange ist. Énée solle mit den überlebenden Trojanern nach Italien flüchten und dort ein neues Reich gründen: Rom. Panthée und Énées Sohn Ascagne berichten von dem Ausmaß des Grauens. Die brennende Stadt ist in Blut getaucht. Die zurückgelassenen trojanischen Frauen suchen mit Polyxène, Cassandres jüngerer Schwester, Schutz vor den marodierenden Feinden. Cassandres Verlobter Chorèbe ist gefallen, Énée und seine verbliebenen Männer sind auf dem Weg nach Italien. Die Frauen entschließen sich unter der Führung von Cassandre zum gemeinschaftlichen Suizid, um der Schändung durch die Eroberer zu entgehen.
Dritter Akt
Auch in Karthago wird gefeiert. Der Aufbau der Stadt ist fast abgeschlossen, das karthagische Volk feiert mit ihrer Königin Didone eine prosperierende Zukunft. Didone bittet ihr Volk um Unterstützung gegen den numidischen König Jarbas. Der will sie, die Witwe, heiraten, um die Karthager zu unterwerfen. Das Volk stellt sich hinter sie. Didone fühlt sich an den verstorbenen Gatten gebunden, obwohl sie gern noch einmal lieben möchte. Die Botschaft ihrer Schwester Anna ist klar: „Karthago wünscht sich einen König.“ Der Dichter Iopas kommt mit der Nachricht, dass eine unbekannte Flotte an die Gestade von Kathargo getrieben wurde. Didone gewährt den Fremden Asyl. Als ihr Minister Narbal vom Einfall der Numider berichtet, gibt sich Énée als trojanischer Krieger zu erkennen und bietet seine Unterstützung im Kampf gegen die Eindringlinge an. Seinen Sohn belässt er in Didones Obhut.
Vierter Akt
Die Trojaner haben die Numider in die Flucht geschlagen und genießen nun als Sieger ihren Aufenthalt in Karthago. Didone und Énée haben sich verliebt. Narbal ist über diese Entwicklung nicht glücklich, er macht sich Sorgen um die Zukunft Karthagos: Die verliebte Didone kümmert sich nicht mehr um den Aufbau und ihr Volk, das den verlängerten Aufenthalt der Trojaner mit wachsendem Misstrauen und Angst erlebt. Und was wird werden mit der Königin, wenn Énée nach Italien aufbricht, um seine Mission zu erfüllen? Didone erfährt durch Énée von Hectors Witwe Andromache. Diese hat den Sohn des Mörders ihres Mannes geheiratet hat. Das vertreibt ihre letzten Gewissensbisse, sich als Witwe dem neuen Mann, ihrem geliebten Énée zuzuwenden. Ihr gemeinsames Liebesglück erfüllt sich, doch dann wird Énée erneut an seine göttliche Mission erinnert: Italien!
Fünfter Akt
Hylas beschwört die Erinnerung an die untergegangene Heimat Troja. Panthée ruft zum baldigen Aufbruch Richtung Italien. Die trojanischen Soldaten haben sich allerdings gut in Karthago eingerichtet und wollen lieber dort bleiben. Énée befindet sich im Zwiespalt zwischen seiner göttlichen Pflicht und seiner Liebe zu Didone. Als er Didone noch einmal sehen will, treten die Schatten Cassandres, Chorèbes, Hectors und Priams dazwischen. Trotz Didones Flehen entscheidet er sich zur Abreise. Als Dido die Nachricht von der Abreise der Trojaner erhält, verflucht sie Énée und seine Götter. Sie lässt einen Scheiterhaufen errichten und opfert alles, was an Énée erinnert, den Göttern der Unterwelt. In einer Vision sieht sie Hannibals rächenden Zug gegen Rom voraus, bevor sie sich das Leben nimmt. Das karthagische Volk schwört den Trojanern ewigen Hass und endlosen Krieg zwischen allen künftigen Generationen.

Making-of »Les Troyens/Die Trojaner«

Teil 1 – Probenbeginn mit den Choristen Gisela Philipp und Markus Hansel
Teil 2 – Auf der Probebühne (Stellprobe und szenische Probe 3. Akt) mit den Choristen Gisela Philipp und Markus Hansel
Teil 3 – Bühnenprobe mit Chordirektor Jörn Hinnerk Andresen
Teil 4 – Bühnenorchesterprobe mit den Choristen Gisela Philipp und Markus Hansel sowie Regisseurin Lydia Steier

Empfehlungen

Keine weiteren Vorstellungen in dieser Spielzeit.