Semperoper zuhause

Semper:Donnerstag

Jeden Donnerstagnachmittag zeigen wir ein Programm direkt aus der Semperoper. So füllen die Mitglieder unseres Gesangs-Ensembles, des Semperoper Ballett, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und des Staatsopernchores Dresden das Opernhaus wieder mit Tanz, Gesang und Musik unter anderem von Richard Strauss, Gioachino Rossini, Johannes Brahms.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Semperoper – Förderstiftung

COW – Ausschnitte aus dem Ballett von Alexander Ekman

»Semper:Donnerstag« am 2. Juli 2020

COW – ist eine preisgekrönte Kuhriosität der Tanzwelt von Alexander Ekman aus dem Jahr 2016, die mit Witz und Ironie in zwölf Einzelszenen Poetisches, Surreales und Alltägliches erzählt – immer unter den wachsamen Augen einer Kuh, im Moment verharrend und scheinbar an allem unbeteiligt. Vier Ausschnitte aus diesem animalischen Meisterwerk, mit dem ungewöhnlichen Blick von der Bühne in den Zuschauerraum, präsentiert das Semperoper Ballett an diesem »Semper:Donnerstag« – natürlich MIT Kuh!

Programm  

Regeln – Christian Bauch
Fnerf – Courtney Richardson
Deux – Svetlana Gileva, Denis Veginy
Zwischenfilm

Semperoper Ballett

Aufzeichnung vom 18. Juni 2020 in der Semperoper

»Prima la musica!« –
Richard Strauss: Streichsextett aus »Capriccio«

»Semper:Donnerstag« am 25. Juni 2020

Wort oder Musik – was hat in der Oper Vorrang? In Richard Strauss’ letzter Oper »Capriccio« stellt sich diese Frage in ganz konkreter Weise: Sowohl der Dichter Olivier als auch der Komponist Flamand buhlen, jeder mit den Mitteln seiner Kunst, um die Gunst der Gräfin Madeleine. Das bekannte Streichsextett, mit dem die Oper beginnt, entpuppt sich schnell als eine Komposition des jungen Flamand, mit der er das Herz der Gräfin gewinnen will – ein Musik gewordener Verführungsversuch im fließenden Stil des späten Strauss. 

Programm  

Musiker*innen der Sächsischen Staatskapelle Dresden:
Thomas Meining Violine
Barbara Meining Violine
Andreas Schreiber Viola
Stephan Pätzold Viola
Martin Jungnickel Violoncello
Friedwart Christian Dittmann Violoncello

Richard Strauss: Streichsextett aus »Capriccio« op. 85

Aufzeichnung vom 11. Mai 2020 in der Semperoper

Staatskapelle Dresden

»Hotelzimmer 1942« – Lieder aus dem Exil

»Semper:Donnerstag« am 18. Juni 2020

Der vierte »Semper:Donnerstag« steht ganz im Zeichen von Dichtungen und Liedern, die in den Zeiten des Exils entstanden sind. Vor allem Amerika wurde für viele europäische Künstler wie Kurt Weill, Hanns Eisler oder Bertolt Brecht in den 1930er und 1940er Jahren ein sicherer Ort fern der Heimat, der ihnen die Möglichkeit für einen künstlerischen Neustart gab.

Es singen die Mitglieder des Solistenensembles Angela Liebold, Martin-Jan Nijhof und Simeon Esper, begleitet von Naomi Shamban am Klavier.

Programm  

Hanns Eisler »Hotelzimmer 1942« (»Hollywooder Liederbuch«; Bertolt Brecht) Martin-Jan Nijhof
Hanns Eisler »An den kleinen Radioapparat« (»Hollywooder Liederbuch«; Bertolt Brecht) Martin-Jan Nijhof
Stefan Wolpe »If it be my fate« (Rachel) Martin-Jan Nijhof
Paul Dessau »Rabe«, »Pferd«, »Kellerassel« (»Tierverse«, Bertolt Brecht) Angela Liebold 
Kurt Weill »Le Grand Lustucru« (Jacques Deval) Simeon Esper
Kurt Weill »One Life to Live« (Ira Gershwin) Simeon Esper

Aufzeichnung vom 29. Mai 2020 in der Semperoper

Verlagsnachweise
Hanns Eisler: »An den kleinen Radioapparat« und »Hotelzimmer 1942« – mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Verlages für Musik Leipzig
Stefan Wolpe: »If it be my fate« – Peermusic GmbH
Paul Dessau: »Tierverse« (»Rabe«, »Pferd«, »Kellerassel«) – Boosey & Hawkes · Bote & Bock GmbH
Kurt Weill: »Le grand Lustucru« – Bosworth Music GmbH/ Wise Music Group; The Kurt Weill Foundation for Music
Kurt Weill: »If one life to live« – Warner Chappell Music Inc.; The Kurt Weill Foundation for Music

Letzte Lieder, letzte Scherze. Lieder von Gioachino Rossini

»Semper:Donnerstag« am 11. Juni 2020

Gioachino Rossini hatte sich nach seiner letzten Oper »Guillaume Tell« mit nur 37 Jahren offiziell zur Ruhe gesetzt. Doch seine Freunde und Gäste erfreute er weiterhin mit zahllosen kleinen geistreichen Kompositionen. In dem großen Schatz an Liedern, Arien und Ensembles, den Rossini in seinen »Soirées musicales« angesammelt hat, haben sich Thomas Leo Cadenbach und das Junge Ensemble der Semperoper umgesehen – und präsentieren hier einige ihrer Fundstücke.

Wir danken der Radeberger Exportbierbrauerei für ihre Partnerschaft und die damit verbundene Förderung des Jungen Ensemble.

Programm  

Mariya Taniguchi Sopran
Julia Muzychenko Sopran
Anna Kudriashova-Stepanets Mezzosopran
Beomjin Kim Tenor
Dogukan Kuran Bariton
Mateusz Hoedt Bass

Sebastian Ludwig Klavier
Thomas Leo Cadenbach Klavier und Musikalische Leitung

»La lontananza« (Giuseppe Torre) Beomjin Kim, Sebastian Ludwig
»Elégie« (Émilien Pacini) Mariya Taniguchi, Thomas Leo Cadenbach
»Le gittane« (Giuseppe Torre) Julia Muzychenko, Anna Kudriashova-Stepanets, Sebastian Ludwig
»L’ultimo ricordo« (Giovanni Redaelli) Dogukan Kuran, Thomas Leo Cadenbach
»Ave Maria« (Liturgisch) Mateusz Hoedt, Sebastian Ludwig
»I gondolieri« (Anonym) Ensemble

Aufzeichnung vom 3. Juni 2020 in der Semperoper

Junges Ensemble

»Nachtigall, sie singt so schön« –
Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms

»Semper:Donnerstag« am 4. Juni 2020

An unserem zweiten »Semper:Donnerstag« dreht sich alles um die Liebe: In Johannes Brahmsʼ kurzen Miniaturen der »Liebeslieder-Walzer« wird die Liebe mal ernsthaft, mal humorvoll, mal ironisch, mal wütend beschrieben. Es singen die Mitglieder des Solistenensemble Katerina von Bennigsen, Stepanka Pucalkova, Gerald Hupach und Matthias Henneberg, begleitet von Piotr Kaczmarczyk und Clemens Posselt am Klavier.

Programm  

Katerina von Bennigsen Sopran
Stepanka Pucalkova Mezzosopran
Gerald Hupach Tenor
KS Matthias Henneberg Bariton

Piotr Kaczmarczyk Klavier
Clemens Posselt Klavier

Johannes Brahmsʼ Liebeslieder-Walzer op. 52 nach Texten aus Georg Friedrich Daumers »Polydora«

»Rede, Mädchen, allzu liebes«
»Am Gesteine rauscht die Flut«
»O, die Frauen«
»Wie des Abends schöne Röte«
»Die grüne Hopfenranke«
»Ein kleiner, hübscher Vogel«
»Wenn so lind dein Auge mir«
»Am Donaustrande«
»O wie sanft die Quelle sich«
»Nein, es ist nicht auszukommen«
»Schlosser auf, und mache Schlösser«
»Nachtigall, sie singt so schön«
»Ein dunkeler Schacht ist Liebe«
»Es bebet das Gesträuche«

Aufzeichnung vom 28. Mai 2020 in der Semperoper

»Wie sollten wir geheim sie halten?« –
Lieder von Richard Strauss

»Semper:Donnerstag« am 28. Mai 2020

Richard Strauss und die Semperoper, das gehört einfach zusammen. Kein Komponist war dem Haus über Jahrzehnte so eng verbunden, und so steht am Beginn unseres »Semper:Donnerstag« natürlich ein Strauss-Programm. Christa Mayer, Tuuli Takala und Sebastian Wartig singen einige der schönsten Lieder des Komponisten, begleitet von Johannes Wulff-Woesten am Klavier.

Programm  

Tuuli Takala Sopran
KS Christa Mayer Mezzosopran
Sebastian Wartig Bariton

Johannes Wulff-Woesten Klavier

»Geduld« op. 10 Nr. 5 (Hermann von Gilm) Christa Mayer
»Ich wollt’ ein Sträußlein binden« op. 68 Nr. 2 (Clemens von Brentano) Tuuli Takala
»Ständchen« op. 17 Nr. 2 (Adolf Friedrich von Schack) Sebastian Wartig
»Ruhe, meine Seele« op. 27 Nr. 1 (Karl Friedrich Henckell) Christa Mayer
»Amor« op. 68 Nr. 5 (Clemens von Brentano) Tuuli Takala
»Wie sollten wir geheim sie halten« op. 19 Nr. 4 (Adolf Friedrich von Schack) Sebastian Wartig
»Zueignung« op. 10 Nr. 1 (Hermann von Gilm) Christa Mayer

Aufzeichnung vom 22. Mai 2020 in der Semperoper

Ausblick

Open Air-Probe des Sächsischen Staatsopernchores

»Zigeunerlieder« op. 103 von Johannes Brahms

Der Sächsische Staatsopernchor kann zurzeit auf Grund der Hygienebestimmungen in Innenräumen nur in kleinen Gruppen proben. Deshalb präsentiert er sich dem Publikum mit einer Open Air-Probe mit den »Zigeunerliedern« von Johannes Brahms. So ungewöhnlich die Situation, so besonders der Ort der Probe: Erleben Sie den Sächsischen Staatsopernchor in der Ladezone an der Rückseite der Semperoper. Dort, wo normaler Weise in enger Taktung große LKW die Bühnenbilder an- und abliefern leitet nun Chordirektor Jan Hoffmann die Probe.