Biografien

Tom Waits

Tom Waits wurde als einer der großen amerikanischen Songwriter bekannt, doch in seiner vier Dekaden umspannenden Karriere wirkte er auch in Theater und Film (sowohl als Komponist als auch als Schauspieler), Live-Performance und Literatur. Seine Musik, gleichermaßen gelobt für ihre innovativen Arrangements und Orchestrationen als auch für literarische Innovation, reicht von Country, Blues, Kabarett und Walzer bis zu Gospel, Polka und Märschen. Er nahm über 20 Alben auf, eingeschlossen »The Black Rider«, »Alice« und »Blood Money« (dieses Album nutzt seine Songs für das Drama »Woyzeck«), alle drei basierend auf Liedern und Musik von vorangegangenen Arbeiten mit Robert Wilson.

Kathleen Brennan

Kathleen Brennan ist eine amerikanische Künstlerin. Brennan und Tom Waits lernten sich im Jahr 1980 während der Dreharbeiten zu Francis Ford Coppolas Film »One from the heart« kennen. Waits komponierte zusammen mit Crystal Gayle den Soundtrack, Brennan arbeitete im Filmstudio als Skript-Assistentin. Bereits am 10. August 1980 heirateten sie. Obwohl Brennan die Öffentlichkeit meidet, wird sie in vielen Songs von Tom Waits als Ko-Autorin und Ko-Produzentin angeführt. Waits sagte, dass sie das Rampenlicht nicht liebe, aber dass ihre Präsenz in allen Songs spürbar sei, an denen sie gemeinsam gearbeitet haben. Ihrem Geburtstort Johnsburg in Illinois widmete Tom Waits den gleichnamigen Song auf dem Album »Swordfishtrombones«. Brennan arbeitet auch als Malerin und steuerte u. a. Bilder zum Album »The Black Rider« bei.

Robert Wilson

Robert Wilson ist ein amerikanischer Regisseur, Theaterautor, Bühnenbildner, Lichtdesigner, Choreograph, Maler und Architek. Durch die gemeinsame Arbeit an der Oper "Einstein on the Beach", die 1976 in Avignon ihre Uraufführung feierte, wurden sowohl der Komponist Philip Glass als auch der Regisseur Robert Wilson international bekannt. Nach diesem Erfolg inszenierte Wilson verstärkt an großen europäischen Bühnen und Opernhäusern. Neben der Inszenierung von Repertoirestücken, auf die er durch seinen ästhetisch-visuellen Regiestil neue Blickweisen ermöglichte, kreierte er eigene Werke, die beispielsweise auf dem Festival d’Automne in Paris, im Berliner Ensemble oder bei den Salzburger Festispielen gezeigt wurden; und am Thalia Theater präsentierte er die musikalischen Werke »The Black Rider« (1990) und »Alice« (1992), am Betty Nansen Teatret in Kopenhagen »Woyzeck« (2000), die in Zusammenarbeit mit Tom Waits entstanden waren. Zu den zahlreichen Ehrungen und Preisen, die Wilson im Laufe seiner Karriere erhielt, gehören der Obie-Award für Regie, der Deutsche Kritikerpreis und Deutsche Presse-Preis, der »Goldene Löwe« für Bildhauerei auf der Biennale in Venedig, der Tadeusz-Kantor-Preis, der Preis von Dorothy und Lilian Gish für den Dienst an der Kunst, die Prämie »Europa für das Theater« (Taormina), sowie die Ernennung zum Ehrenmitglied der American Academy of Arts and Letters und zum französischen Commandeur des Arts et des Lettres.