Naomi Shamban, Solorepetitorin der Sächsischen Staatsoper, und Alfredo Miglionico, Ballettrepetitor © Zeichnung Semperoper
Pausengespräch

Zwischen »Zauberflöte« und »Zuckerfee«

Pausengespräch mit den Repetitor*innen Naomi Shamban und Alfredo Miglionico vom 13. Dezember 2022

»Übung macht den Meister!«: Jeder Mensch, der einmal ein Musikinstrument gelernt hat, Ballett- oder Gesangsunterricht genommen hat, kennt diese Devise. Denn Disziplin und die damit verbundene, stetige Wiederholung von Musik-, Schritt- und Vokalphrasen gehört zum Alltag aller ambitionierten Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen. Damit Opern, Musicals, Operetten, Ballette und reine Instrumentalwerke überhaupt erst zur Aufführung kommen können, müssen die Mitwirkenden rund um die Bühne einige Stationen durchlaufen, wobei die ersten Vorbereitungen nicht selten über ein Jahr lang Vorlaufzeit benötigen. Zu einem dieser Schritte gehört die Einstudierung von Gesangstexten oder choreografischen Einheiten zu musikalischer Live-Begleitung. An den Flügeln in den Studienzimmern oder auf den Probebühnen spielen dann die sogenannten Repetitor*innen, zu denen an der Semperoper auch Naomi Shamban (Oper) und Alfredo Miglionico (Ballett) zählen, die in der aktuellen Folge zu Wort kommen.

Naomi Shamban ist Solorepetitorin der Sächsischen Staatsoper und Alfredo Miglionico arbeitet als Ballettrepetitor für das Semperoper Ballett. Das Wort ›Repetitor‹ leitet sich von dem lateinischen Verb ›repetere‹ ab, das ›wiederholen‹ bedeutet. Im Pausengespräch mit Dramaturgin Regina Genée liefern die beiden Pianist*innen Einblicke in ihren jeweiligen Werdegang: Während Naomi aus einer Musikerfamilie stammt, war Alfredo durch seine Musikalität eine Besonderheit. Dennoch fanden beide in ihren Berufen als Repetitor*in die Möglichkeit, ihre Liebe zu Musik, Tanz und Gesang auszuleben. Ob im Ballettsaal am Flügel oder an der Stereoanlage, im Musikzimmer am Klavier mit Opernsänger*innen, auf der Bühne mit dem Sächsischen Staatsopernchor oder im Orchestergraben an der Celesta ›als Zuckerfee‹ ̶  das Berufsfeld von Solo- und Ballettrepetitor*innen ist sehr abwechslungsreich. Doch obwohl dieser Beruf das aktive Ausleben von Emotionen und Leidenschaften sowie das Mitgestalten individueller Theaterproduktionen von Beginn an ermöglicht, hat diese Kunstform leider mit einem Nachwuchsproblem zu hadern.

Das Gespräch fand am 13. Dezember 2022 statt.

»Übung macht den Meister!«: Jeder Mensch, der einmal ein Musikinstrument gelernt hat, Ballett- oder Gesangsunterricht genommen hat, kennt diese Devise. Denn Disziplin und die damit verbundene, stetige Wiederholung von Musik-, Schritt- und Vokalphrasen gehört zum Alltag aller ambitionierten Musiker*innen, Sänger*innen und Tänzer*innen. Damit Opern, Musicals, Operetten, Ballette und reine Instrumentalwerke überhaupt erst zur Aufführung kommen können, müssen die Mitwirkenden rund um die Bühne einige Stationen durchlaufen, wobei die ersten Vorbereitungen nicht selten über ein Jahr lang Vorlaufzeit benötigen. Zu einem dieser Schritte gehört die Einstudierung von Gesangstexten oder choreografischen Einheiten zu musikalischer Live-Begleitung. An den Flügeln in den Studienzimmern oder auf den Probebühnen spielen dann die sogenannten Repetitor*innen, zu denen an der Semperoper auch Naomi Shamban (Oper) und Alfredo Miglionico (Ballett) zählen, die in der aktuellen Folge zu Wort kommen.

Naomi Shamban ist Solorepetitorin der Sächsischen Staatsoper und Alfredo Miglionico arbeitet als Ballettrepetitor für das Semperoper Ballett. Das Wort ›Repetitor‹ leitet sich von dem lateinischen Verb ›repetere‹ ab, das ›wiederholen‹ bedeutet. Im Pausengespräch mit Dramaturgin Regina Genée liefern die beiden Pianist*innen Einblicke in ihren jeweiligen Werdegang: Während Naomi aus einer Musikerfamilie stammt, war Alfredo durch seine Musikalität eine Besonderheit. Dennoch fanden beide in ihren Berufen als Repetitor*in die Möglichkeit, ihre Liebe zu Musik, Tanz und Gesang auszuleben. Ob im Ballettsaal am Flügel oder an der Stereoanlage, im Musikzimmer am Klavier mit Opernsänger*innen, auf der Bühne mit dem Sächsischen Staatsopernchor oder im Orchestergraben an der Celesta ›als Zuckerfee‹ ̶  das Berufsfeld von Solo- und Ballettrepetitor*innen ist sehr abwechslungsreich. Doch obwohl dieser Beruf das aktive Ausleben von Emotionen und Leidenschaften sowie das Mitgestalten individueller Theaterproduktionen von Beginn an ermöglicht, hat diese Kunstform leider mit einem Nachwuchsproblem zu hadern.

Das Gespräch fand am 13. Dezember 2022 statt.