Sabine Bohlig, Inspizientin; Zeichnung Semperoper
Pausengespräch

»Eine Pause ist auch Musik«

Pausengespräch mit der Inspizientin Sabine Bohlig

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Jede*r Opern- und Ballettbesucher*in kennt das: sich öffnende und schließende Vorhänge, sich drehende Bühnenbilder oder herunterrieselnden Bühnenschnee oder die schrill läutende Klingel gegen Ende einer Vorstellungspause, die dazu auffordert, sich wieder in den Zuschauerraum zu begeben. All diese Vorgänge werden von der »Schnittstelle zwischen Kunst und Technik« koordiniert: der Inspizienz.

Sabine Bohlig war 19 Jahre lang als Berufstänzerin in der Gruppe und als Solistin tätig. Mit Anfang 30 stellte sich ihr die Frage, mit der jede*r Tänzer*in früher oder später konfrontiert wird: Was mache ich nach meiner aktiven Bühnenlaufbahn? Mit ihrem Wechsel in die sogenannte Inspizienz bot sich ihr die Gelegenheit, sich innerhalb des Opernbetriebes neu zu orientieren und dennoch einen sehr bühnen-nahen Beruf auszuüben. Ihren Arbeitsplatz, das Inspizient*innen-Pult auf der Seitenbühne, vergleicht Sabine Bohlig bildhaft mit »Cockpit und Brücke auf einem Schiff, aber ohne Autopilot«. Von dieser »Schaltzentrale« aus sorgt sie mit Hilfe eines im 5-Minuten-Takt eingerichteten und bis ins kleinste Bühnendetail beschriebenen Klavierauszugs sowie einem scharf ausgeprägten Sinn für die Dauer technischer Vorgänge dafür, dass Auftritte, Umzüge und Umbauten rechtzeitig und ordnungsgemäß vonstattengehen – und schließlich auch die Pausenklingel pünktlich wieder zur Fortsetzung einer Vorstellung einsetzt. Bei all diesen Tätigkeiten kommen Sabine Bohlig ihre eigene bühnenpraktische Berufserfahrung und ihr schon früh geschultes Improvisationstalent sehr zugute. Mehr zu den umfangreichen Aufgaben der Inspizienz verrät Sabine Bohlig im Pausengespräch mit Ballettdramaturgin Regina Genée.

Das Gespräch fand am 3. Juli 2023 statt.

Jede*r Opern- und Ballettbesucher*in kennt das: sich öffnende und schließende Vorhänge, sich drehende Bühnenbilder oder herunterrieselnden Bühnenschnee oder die schrill läutende Klingel gegen Ende einer Vorstellungspause, die dazu auffordert, sich wieder in den Zuschauerraum zu begeben. All diese Vorgänge werden von der »Schnittstelle zwischen Kunst und Technik« koordiniert: der Inspizienz.

Sabine Bohlig war 19 Jahre lang als Berufstänzerin in der Gruppe und als Solistin tätig. Mit Anfang 30 stellte sich ihr die Frage, mit der jede*r Tänzer*in früher oder später konfrontiert wird: Was mache ich nach meiner aktiven Bühnenlaufbahn? Mit ihrem Wechsel in die sogenannte Inspizienz bot sich ihr die Gelegenheit, sich innerhalb des Opernbetriebes neu zu orientieren und dennoch einen sehr bühnen-nahen Beruf auszuüben. Ihren Arbeitsplatz, das Inspizient*innen-Pult auf der Seitenbühne, vergleicht Sabine Bohlig bildhaft mit »Cockpit und Brücke auf einem Schiff, aber ohne Autopilot«. Von dieser »Schaltzentrale« aus sorgt sie mit Hilfe eines im 5-Minuten-Takt eingerichteten und bis ins kleinste Bühnendetail beschriebenen Klavierauszugs sowie einem scharf ausgeprägten Sinn für die Dauer technischer Vorgänge dafür, dass Auftritte, Umzüge und Umbauten rechtzeitig und ordnungsgemäß vonstattengehen – und schließlich auch die Pausenklingel pünktlich wieder zur Fortsetzung einer Vorstellung einsetzt. Bei all diesen Tätigkeiten kommen Sabine Bohlig ihre eigene bühnenpraktische Berufserfahrung und ihr schon früh geschultes Improvisationstalent sehr zugute. Mehr zu den umfangreichen Aufgaben der Inspizienz verrät Sabine Bohlig im Pausengespräch mit Ballettdramaturgin Regina Genée.

Das Gespräch fand am 3. Juli 2023 statt.