Oper

Les Troyens / The Trojans

Hector Berlioz

Grand opéra in five acts Libretto by the composer based on parts of the epic »Aeneid« by Virgil and the drama »The Most Excellent Historie of the Merchant of Venice« by William Shakespeare

Premiere 3. October 2017

Performed in French with German and English supertitles

Troy and Carthage are enjoying an uneasy truce. After a time of siege, war and strife, both peoples are looking forward to peace and prosperity. Fallen heroes are praised in song, while the grief at their death serves to admonish the living. Yet, ignoring clear omens, Troy and Carthage are soon to be destroyed. At the heart of this tale are two strong female characters who have tied their fate to that of their peoples: Cassandra, the prophetess, who vainly attempts to warn her vainglorious Trojans of the dangers of the wooden horse, and who takes her life after Troy is conquered by the Greeks; and Dido, the dutiful queen of Carthage, whose adoration of Aeneas makes her forget her people and herself. After the destruction of Troy, Aeneas flees to Carthage where he requites Dido’s love, and yet does not stay; instead he must travel to Italy, founding there a new city: Rome. Here, too, peace is threatened when the dying Dido, proclaiming her eternal hatred of the Carthaginians, appoints Hannibal to be the future avenger. In his vibrant and musically gripping »grand opéra«, Berlioz tells an epic story of war and peace, true to the spirit of French Romanticism. The ancient peoples in Berlioz’s massive choral tableaux, performed by 120 singers, constantly draw our attention to the actions of the main figures, ground down by the conflicting forces of private and public interest.

Extra »The John Fiore Show«
John Fiore analyses and explains the music in Hector Berlioz’ Grand opéra
»Les Troyens/Die Trojaner«

(In German Language)
The destruction of Troy
1. Akt
2. Akt
The Trojans in Kathargo
3. Akt
4. Akt
5. Akt

Plot

Erster Akt
Nach zehn Jahren Belagerung und Krieg feiert das trojanische Volk den Frieden. Die Griechen sind abgezogen, zurückgelassen haben sie eine große Pferdeskulptur. Man erzählt sich, es sei eine Opfergabe an die Göttin Pallas Athene für eine sichere Heimfahrt. Nur die Seherin Cassandre, Tochter des Trojanerkönigs Priam, warnt: Sie glaubt nicht an den plötzlichen Abzug der Griechen, sieht Troja schon am kommenden Tag in Tod und Zerstörung zugrunde gehen. Doch niemand schenkt ihr Glauben, weder ihr Vater, das Volk noch ihr eigener Verlobter Chorèbe. Vergeblich versucht sie, ihn zur Flucht zu bewegen. Die siegestrunkene Friedensfeier kann nichts wirklich stören: weder die trauernde Andromache, die Witwe des gefallenen Helden Hector, noch die Tatsache, dass der Kriegsheld Énée das Pferd der Griechen in die Mitte der Stadt bringen lässt. Er erzählt die Geschichte vom grausamen Tod des Zweiflers Laokoon, der wie Cassandre in dem Pferd einen griechischen Hinterhalt sah. Um die ob der Zweiflers wütende Göttin Pallas Athene zu besänftigen, habe Énée das Pferd mitgebracht. Das wird leichter Hand für richtig befunden, der Held vom Volk bejubelt und die Feier fortgesetzt. Cassandres Warnungen will keiner hören.

Zweiter Akt
Énée schläft. Der Geist des getöteten Helden Hector teilt Énée mit, dass die Invasion und Zerstörung Trojas durch die Feinde bereits in vollem Gange ist. Énée solle mit den überlebenden Trojanern nach Italien flüchten und dort ein neues Reich gründen: Rom. Panthée und Énées Sohn Ascagne berichten von dem Ausmaß des Grauens. Die brennende Stadt ist in Blut getaucht. Die zurückgelassenen trojanischen Frauen suchen mit Polyxène, Cassandres jüngerer Schwester, Schutz vor den marodierenden Feinden. Cassandres Verlobter Chorèbe ist gefallen, Énée und seine verbliebenen Männer sind auf dem Weg nach Italien. Die Frauen entschließen sich unter der Führung von Cassandre zum gemeinschaftlichen Suizid, um der Schändung durch die Eroberer zu entgehen.
Dritter Akt
Auch in Karthago wird gefeiert. Der Aufbau der Stadt ist fast abgeschlossen, das karthagische Volk feiert mit ihrer Königin Didone eine prosperierende Zukunft. Didone bittet ihr Volk um Unterstützung gegen den numidischen König Jarbas. Der will sie, die Witwe, heiraten, um die Karthager zu unterwerfen. Das Volk stellt sich hinter sie. Didone fühlt sich an den verstorbenen Gatten gebunden, obwohl sie gern noch einmal lieben möchte. Die Botschaft ihrer Schwester Anna ist klar: „Karthago wünscht sich einen König.“ Der Dichter Iopas kommt mit der Nachricht, dass eine unbekannte Flotte an die Gestade von Kathargo getrieben wurde. Didone gewährt den Fremden Asyl. Als ihr Minister Narbal vom Einfall der Numider berichtet, gibt sich Énée als trojanischer Krieger zu erkennen und bietet seine Unterstützung im Kampf gegen die Eindringlinge an. Seinen Sohn belässt er in Didones Obhut.
Vierter Akt
Die Trojaner haben die Numider in die Flucht geschlagen und genießen nun als Sieger ihren Aufenthalt in Karthago. Didone und Énée haben sich verliebt. Narbal ist über diese Entwicklung nicht glücklich, er macht sich Sorgen um die Zukunft Karthagos: Die verliebte Didone kümmert sich nicht mehr um den Aufbau und ihr Volk, das den verlängerten Aufenthalt der Trojaner mit wachsendem Misstrauen und Angst erlebt. Und was wird werden mit der Königin, wenn Énée nach Italien aufbricht, um seine Mission zu erfüllen? Didone erfährt durch Énée von Hectors Witwe Andromache. Diese hat den Sohn des Mörders ihres Mannes geheiratet hat. Das vertreibt ihre letzten Gewissensbisse, sich als Witwe dem neuen Mann, ihrem geliebten Énée zuzuwenden. Ihr gemeinsames Liebesglück erfüllt sich, doch dann wird Énée erneut an seine göttliche Mission erinnert: Italien!
Fünfter Akt
Hylas beschwört die Erinnerung an die untergegangene Heimat Troja. Panthée ruft zum baldigen Aufbruch Richtung Italien. Die trojanischen Soldaten haben sich allerdings gut in Karthago eingerichtet und wollen lieber dort bleiben. Énée befindet sich im Zwiespalt zwischen seiner göttlichen Pflicht und seiner Liebe zu Didone. Als er Didone noch einmal sehen will, treten die Schatten Cassandres, Chorèbes, Hectors und Priams dazwischen. Trotz Didones Flehen entscheidet er sich zur Abreise. Als Dido die Nachricht von der Abreise der Trojaner erhält, verflucht sie Énée und seine Götter. Sie lässt einen Scheiterhaufen errichten und opfert alles, was an Énée erinnert, den Göttern der Unterwelt. In einer Vision sieht sie Hannibals rächenden Zug gegen Rom voraus, bevor sie sich das Leben nimmt. Das karthagische Volk schwört den Trojanern ewigen Hass und endlosen Krieg zwischen allen künftigen Generationen.

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