Iphigenie auf Tauris

Pina Bausch

Dance-opera in four acts after Christoph Willibald Gluck’s opera of the same name Libretto by Nicolas Francois Guillard, German version J. B. v. Alxinger and Ch. W. Gluck

 

No coming shows this season.

Abducted by the goddess Diana and taken to the island of Tauris, the king’s daughter Iphigenia serves as a priestess in the temple. When the two young Greek men Pylades and Orest become stranded on Tauris, they are taken captive and are to be sacrificed. Iphigenie feels a certain affection for Orest, without realizing that he is her brother. She decides to let one of them escape. Wishing to save his friend, Orest convinces Iphigenie to help Pylades. On the way to the sacrificial bench, he talks about his sister, named Iphigenie. Finally recognizing each other, the siblings are rescued by the returning Pylades. In 1974 Pina Bausch created her first dance-opera with this choreography to Christoph Willibald Gluck’s opera »Iphigenie auf Tauris« from 1781. The singers frame the dancers on the black and white stage, while the tragic story is told using only a few props. The Semperoper Ballett is the first company to which the Pina Bausch Foundation has entrusted the work, previously the exclusive property of the Tanztheater Wuppertal Pina Bausch.

Plot

Vorgeschichte
Agamemnon segelt mit seinem Heer nach Troja. Er will die Götter versöhnlich stimmen, die ihm den Wind versagen, und opfert seine Tochter Iphigenie der Göttin Diana. Während der Opferhandlung entführt Diana jedoch Iphigenie unbemerkt von allen nach Tauris. Sie soll hier als Priesterin dienen. Klytämnestra, die Mutter, rächt den vermeintlichen Tod der Tochter; sie erschlägt den aus dem Krieg heimgekehrten Agamemnon im Bad. Die zweite Tochter, Elektra, überredet Orest, den Bruder, Klytämnestra zu ermorden. Seither wird Orest von den Eumeniden verfolgt. Mit seinem Freund Pylades fährt er nach Tauris. Zur Sühne seiner Tat soll er hier die Statue der Diana entwenden und nach Griechenland bringen. So hat es das Orakel von Delphi verkündet.

Erster Akt
Auf Tauris tobt ein Unwetter. Iphigenie, seit 15 Jahren Priesterin der Skythen, wurde von einem bösen Traum gequält: Agamemnon wäre tot, ihre Mutter hätte ihr ein Schwert in die Hand gedrückt. Ihre Pflicht, jeden ankommenden Fremdling zu opfern, ist ihr unerträglich geworden. Auch Thoas, König von Tauris, wird von Furcht vor der Rache der Götter gequält. Orest und Pylades sind in dem Unwetter gestrandet, Thoas und das Volk sehen sie als willkommenes Opfer zur Besänftigung der zürnenden Götter an.

Zweiter Akt
Orest und Pylades erwarten ihre Opferung. Orest beklagt den Freund, der seinetwegen sterben müsste. Pylades wird abgeführt. Orest wird von Visionen heimgesucht. Im Traum erscheinen ihm die Ermordeten, Klytämnestra und Agamemnon. Vor Iphigenie und den Priesterinnen gibt er sich als Grieche zu erkennen, berichtet vom Tod Agamemnons und dem Muttermord Orests; Orest habe seine Strafe erhalten und Elektra sei die einzige Überlebende.

Dritter Akt
Iphigenie will einen der Fremden entkommen lassen und ihn mit einer Nachricht zu ihrer Schwester Elektra senden. Sie entscheidet sich für Orest. Er ist ihrem Bruder so ähnlich. Als die Freunde voneinander Abschied nehmen, gibt auch sie sich als Griechin zu erkennen; sie bietet Orest die Freiheit an. Orest will den Freund retten, Pylades sein Opfer nicht annehmen. Schließlich überredet Orest Iphigenie, Pylades an seiner statt entfliehen zu lassen. Pylades eilt davon, Hilfe zu holen.

Vierter Akt
Iphigenie betet zu Diana. Sie möge ihr Herz mit Grausamkeit erfüllen, damit sie ihrer Opferpflicht nachkommen könne. Orest ist bereit zur Opferung. Er spricht von seiner Schwester Iphigenie. Sie habe den gleichen Tod erlitten. Die Geschwister erkennen einander. Thoas hat von der Flucht des Pylades erfahren. Er stürzt herbei, um Iphigenie für ihren Verrat zu strafen. Pylades kehrt im letzten Augenblick zurück, wirft sich dazwischen, und will Thoas töten. Die Göttin Diana erscheint, Orest ist entsühnt. Die Geschwister und Pylades kehren nach Griechenland zurück.

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