Persönliche Empfehlungen

Wir haben einige Opern- und Ballettbesucher*innen gefragt, was sie sich unbedingt ansehen wollen – hier, was sie uns geantwortet haben:

Marianne und Thomas Thielemann empfehlen:

„Die Garantie eines besonderen Opernerlebnisses sollte die Science-Fiction-Opern-Neuinszenierung von Leonard Evers humanoid bringen, zumal die angesprochenen Problemkreise eigentlich bereits zunehmend aktuell, kaum noch Fiktion, sind. Die besondere Atmosphäre von Semper Zwei könnte der kreativen Musik besondere Wirkung verschaffen. Und für eine Vervollkommnung unserer inzwischen reichen Opernerfahrungen dürfte das Intermezzo von Richard Strauss sorgen.“

Nora Schmid, Intendantin, empfiehlt: 

„Am 29. August wird Der fliegende Holländer mit dem großartigen Michael Volle in See stechen und in die neue Saison starten. Richard Wagners sagenumwobene Oper wurde 1843 in Dresden uraufgeführt und reißt mich immer wieder aufs Neue mit. Von Richard Wagner inspirieren lassen hat sich der italienische Autor und Komponist Arrigo Boito. Sein Mefistofele nach Goethes Faust ist wahrhaft große italienische Oper – himmlische Chöre, berührende Arien, herrliche Ensembles und farbenreiche Klangwelten lassen dieses Meisterwerk in der bildgewaltigen Inszenierung von Eva Maria Höckmayr gewiss zu einem ganz besonderen Erlebnis werden. Diese Eröffnungspremiere möchte ich Ihnen besonders ans Herz legen, sie ist zugleich die Dresdner Erstaufführung.“

Emma Petersen, Studentin, empfiehlt:

„Da gute Laune bekanntlich ansteckend ist, empfehle ich einen Besuch von Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen. Diese Oper ist ein Fest für die Sinne, das Ihr Herz zum Klingen und Ihre Fantasie beflügeln wird. Sind Sie bereit, Ihre Lachmuskeln zu trainieren?

In äußerster Vorfreude erwarte ich die Wiederaufnahme von Strauss' Salome. Musikalische Raffinesse trifft auf die mitreißende Geschichte über menschliche Begierde und moralischen Verfall. Mit 100 Minuten pausenloser Spannung ein Muss für alle Opernenthusiasten!“

Dr. Norbert Rauch und Siglinde Rauch-Liebich, Proszenio-Freundeskreis, empfehlen:

„Auf den bunt-musikalisch-literarischen Abend bei Candide sind wir sehr gespannt. Schon die außergewöhnliche Bandbreite der Musik und der Literatur lässt ein unvergessliches Opernerlebnis erwarten.

Die Musikalität von Hector Berlioz nimmt uns immer wieder gefangen. Seine Komposition sowie das Thema von Benvenuto Cellini versprechen einen spannenden Opernabend. Wir freuen uns schon jetzt darauf.“

Matthias Berthold, Liebhaber von Oper, Theater und Klassik, empfiehlt: 

humanoid von Leonard Evers wird für mich als Sci-Fi-Fan mit IT-Hintergrund ein absolutes Muss! Ich bin gespannt, wohin mich zeitgenössisches Musiktheater zu Fragen rund um Mensch vs. Maschine führen wird. Als Alternative zu Netflix wird der Abend sicherlich nicht nur für junges Publikum oder opernaffine Besucher*innen eine aufregende Reise in Utopie oder Dystopie.

Eine der spannendsten Wiederaufnahmen für mich ist Fidelio. Die Inszenierung aus dem Jahr 1989 ist in etwa so alt wie ich und stammt aus einer Zeit, die ich nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen kenne. Es wird hochinteressant sein, dieses so eng mit der Semperoper und der Stadt Dresden verbundene Stück nach all der Zeit zu erleben - wie viel es uns über unsere heutige Zeit zu sagen haben wird? Wahrscheinlich mehr als uns lieb ist.“

Brigitte & Olaf Barthier, Proszenio Freundeskreis, empfehlen: 

„Es ist für uns total genial, dass man mit dem Stoff aus Goethes Faust beginnt. Ein Komponist, der Wagner und Meyerbeer als Vorbilder nimmt und sich mit Rienzi beschäftigt hat, erweckt unser besonderes Interesse, weil diese auch unsere musikalischen Idole sind. Die Uraufführung von Mefistofele von Arrigo Boito fand am 5. März 1868 in Mailand an der Scala statt, wir freuen uns auf die Premiere in Dresden.

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Als nächste Premiere folgt Intermezzo von Richard Strauss. Das Besondere an diesem Stück ist, dass der hochverehrte Herr Hofmannsthal die Verfassung des Librettos verweigert und Herr Strauss das Libretto von Hermann Bahr verworfen hatte und er somit das Libretto schließlich selbst verfasst hat. Weiterhin ist es trefflich, dass nach der Premiere der Frau ohne Schatten in dieser Spielzeit, die darauffolgende Oper von Strauss zur Premiere kommt. Das begeistert Straussliebhaber wie uns ganz besonders. Mit dieser bürgerlichen Komödie gibt uns Strauss einen speziellen Einblick in sein Zusammenleben mit Pauline. Ganz besonders gespannt sind wir auf die Besetzung von Robert Storch (Strauss) mit unserem sehr geschätzten Bariton Christoph Pohl.

Von der von uns sehr verehrten Regisseurin, Christine Mielitz, gibt es drei Repertoirestücke in der neuen Spielzeit, die zu den Urgesteinen des Hauses zählen und zeitlos schön sind. La Bohème, der Semperoper-Klassiker Fidelio und Lohengrin. In der ersten Pause von Lohengrin im Jahr 2006 haben wir uns verlobt. Die Besetzungsliste damals hatte für uns zwei Höhepunkte, Stephen Gould als Lohengrin und Markus Butter als Heerrufer des Königs. 2016 war die Besetzung dann sensationell, Dirigent war Christian Thielemann, Heinrich sang Georg Zeppenfeld, Lohengrin war Piotr Beczala und ihr erstes Wagnerrollen Debüt gab Anna Netrebko als Elsa, die Ortrud sang Evelyn Herlitzius. Die Aufführung in 2025 präsentiert neben Georg Zeppenfeld und Markus Marquardt weitere ausgezeichnete Solisten.

Ines Kadner, Freundeskreis des Semperoper Ballett, empfiehlt: 

„Ich bin besonders neugierig und gespannt auf Wonderful World als Auftakt des neuen Ballettdirektors Kinsun Chan. Welche „wundervolle Welt“ vom klassischen bis zum zeitgenössischen Ballett wird er zukünftig mit der Ballettcompany erarbeiten? Ich freue mich sehr drauf.

Beide besitzen Weltgeltung : Vaslav Nijinsky (1890-1950) Tänzer & Choreograf des legendären Ensembles Ballets Russes sowie John Neumeier, Tänzer, Choreograf und scheidender Ballettdirektor des Hamburg Balletts. In Nijinski wird es faszinierend sein zu sehen, wie das bewegte Leben von Nijinsky vom Choreografen John Neumeier umgesetzt wird. Unbedingte Empfehlung!“