Opera

Hänsel und Gretel / Hansel and Gretel

Engelbert Humperdinck

Fairy tale drama in three acts After the poetry by Adelheid Wette

Performed in German with German and English supertitles

 

No coming shows this season.

In the fairytale forest, we encounter the familiar figures of the poor siblings who have lost their way as well as the Gingerbread Witch. The story comes to a head in the famous edible house, which is sweet on the outside but a death trap within. In 1893 Engelbert Humperdinck transformed the tale by the Brothers Grimm into a work which is probably the most famous fairy-tale opera in the repertoire. In this production by Katharina Thalbach, the action is enlivened by additional figures from Grimms’ fairy tales to create a brilliant show for the whole family. Little Red Riding Hood, Snow White and the Big Bad Wolf take children and adults on a musical journey that ends with the fall of the Witch’s realm and the victory of good over evil, proclaimed by the gingerbread children: »We’re saved, we’re freed, for ever more«.

Plot

Es war einmal. Nein, es ist immer noch das beliebteste Märchenstück der Operngeschichte. Schon die Entstehung dieser Oper erklärt, warum sie auf Kinder wie auf Erwachsene gleichermaßen einen unwiderstehlichen Zauber ausübt: Die Schwester des Komponisten, Adelheid Wette, entwarf eine Adaption des Märchens der Gebrüder Grimm für eine häusliche Theateraufführung im Familienkreis. Humperdinck vertonte zu diesem Zweck zunächst nur einige Verse. Doch später ließ ihn die Idee, aus dem Märchenstoff eine große Oper zu machen, nicht mehr los. Ergebnis dieser geschwisterlichen Zusammenarbeit ist eine einzigartige Kombination von poetischer Naivität und musikalischem Tiefgang.
Adelheid Wette erzählt die bekannte Geschichte mit einigen Ergänzungen. Bei ihr wird die kindliche Phantasie zum Hauptthema des Märchens. Schon zu Beginn der Oper überwinden Hänsel und Gretel die drückende Armut mit Spiel und ausgelassenem Tanz – sehr zum Ärger der heimkehrenden Mutter. Die schickt die Geschwister in den Wald zum Beerenpflücken. Die Kinder verirren sich und müssen die Nacht in der Wildnis verbringen. Das Sandmännchen verhilft ihnen zu einem tiefen Schlaf, in dem die 14 im Abendsegen beschworenen Schutzengel der Kinder vom Himmel hernieder steigen. Am Morgen werden sie vom Taumännchen geweckt und entdecken das phantastische Haus der Hexe. Die ist zunächst sehr lieb zu den Kindern, schließlich ernährt sie sich von Menschenfleisch. Ihr kannibalischer Plan geht natürlich nicht auf. Die Kinder halten zusammen und überwinden die böse Alte: Durch einen Trick der beiden landet sie selbst im Backofen. Der Vater, in verständlicher Sorge um das Wohl seiner Kinder, findet sich am Tatort ein, als der Sieg über das Böse schon errungen ist. Mit dem Tod der Hexe endet auch die Verzauberung zahlreicher weiterer kindlicher Opfer, die nun aus Lebkuchenfiguren zurück in ihre menschliche Gestalt verwandelt werden. «Hänsel und Gretel» passt ganz besonders gut in das Repertoire der Semperoper. Diese Oper stellt gewissermaßen das Bindeglied zwischen der musikalischen Sprache Richard Wagners und der unseres Hauskomponisten Richard Strauss dar. In Humperdincks Person überschneiden sich die Biografien der beiden so eng mit Dresden verbundenen Meister: Er arbeitete zeitweise als Assistent in Bayreuth und hat hier sogar ein Stück des «Parsifal» instrumentiert. Richard Wagner war mit der Arbeit zufrieden und übernahm sie in seine Partitur. Und der junge Richard Strauss wiederum dirigierte die Uraufführung von »Hänsel und Gretel« 1893 in Weimar. «Wahrlich ein Meisterwerk erster Güte, seit langer Zeit etwas, was mir imponiert hat. Welch herzerfrischender Humor, welch köstlich naive Melodik, welche Kunst der Feinheit in der Behandlung des Orchesters, welch prachtvolle Polyphonie ...» äußerte er enthusiastisch. Und tatsächlich gibt es Stellen in dieser Oper, die Strauss nicht hätte besser komponieren können.
So bietet die Neuinszenierung von »Hänsel und Gretel« sowohl dem Opernkenner als auch dem Operneinsteiger Gelegenheit, die Wirklichkeit mit den Mitteln der Phantasie neu zu entdecken.

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