Mit dem Titel »Dead Man Walking« verbinden viele wohl als erstes den Oscar-preisgekrönten Kinofilm von Tim Robbins aus dem Jahr 1995 mit Susan Sarandon und Sean Penn in den Hauptrollen. Ein Film, der nicht reine Fiktion ist, sondern auf realen Erlebnissen von Sister Helen Prejean, einer katholischen Ordensfrau, basiert. Wie der Film basiert auch Jake Heggies und Terrence McNallys gleichnamige Oper auf dem Augenzeugenbericht von Sister Helen, der das kontrovers diskutierte Thema Todesstrafe in Amerika ins öffentliche Bewusstsein gerückt hat.
Im Mai 2006 gelangte »Dead Man Walking« als europäische Erstaufführung an der Semperoper Dresden in der umjubelten Inszenierung von Nikolaus Lehnhoff auf die Bühne. Lehnhoffs Regiearbeit blieb dabei nicht in einem vordergründigen Plädoyer gegen die Todesstrafe stecken, sondern erzählt, ganz im Geist großer literarischer Vorbilder, von Verbrechen und Strafe, Selbsterkenntnis und individueller Verantwortung.
Der amerikanische Bariton John Packard singt bei der Wiederaufnahme an der Semperoper die Partie des Joseph De Rocher. Er gestaltete sie bereits weit über fünfzig Mal, so auch bei der gefeierten Uraufführung an der San Francisco Opera im Jahre 2000.
Aufführungstermine: 1., 4., 9., 18. und 23.3.2012
Karten ab 5 Euro