Opera

Die tote Stadt

Erich Wolfgang Korngold

Opera in three acts Loosely adapted from Georges Rodenbachs novel »Bruges-la-Morte«, Libretto by Paul Schott

Performed in German with German and English supertitles

 

No coming shows this season.

In the city of Bruges, the grieving widower Paul, caught up in a strange death cult, is living alone and in seclusion after losing his wife Marie. Then an encounter with the dancer Marietta turns his life upside down: The young woman becomes a mirror upon which he projects a longing for the »return« of his dead wife. Paul only comes to his senses after awakening from a nightmare in which he commits a murderous act. Can he find a way back to normality, free of his psychological burden? Following the simultaneous premiere of »Die Tote Stadt« in Hamburg and Cologne in 1920, the wunderkind Erich Wolfgang Korngold became, after Richard Strauss, Germany’s most frequently performed opera composer of the following decade. Emotionally taut and with powerful imagery, director David Bösch tells of Paul’s journey into himself, where dreams and reality gradually merge into one.

Plot

1. Bild
Seit langem lebt der Witwer Paul in Abgeschiedenheit und hegt einen Kult um Marie, seine verstorbene Frau. In einem Zimmer, der »Kirche des Gewesenen«, erinnert ihn alles an die Tote. Seine Haushälterin Brigitta berichtet Frank, Pauls Freund, dass sich in dem Witwer eine sonderbare Wandlung vollzogen habe. Aufgebracht erzählt dieser dem ungläubigen Freund davon, wie er die Tänzerin Marietta kennenlernte, in der er seine verstorbene Frau wiederzuerkennen glaubt. Auf Marietta projiziert Paul nun das Wunder der irdischen Wiederkehr seiner Gattin. Die junge Frau stattet Paul erstmals einen Besuch ab. Ihre Präsenz lässt den Witwer an das Unerklärliche glauben: »In dir, die kam, kam meine Tote, kam Marie.« Wunschtraum und Wirklichkeit verschwimmen für Paul: Es erscheint ihm seine tote Gattin. In einem Zwiegespräch mit ihr versichern sie sich ihrer gegenseitigen Liebe. Marietta kommt in dieser Situation einem Eindringling gleich.

2. Bild
In Pauls Unterbewusstsein brechen sich Verdrängtes und Schuldgefühle Bahn. Bilder ziehen an ihm vorbei. Im Nebulösen begegnet er seiner Haushälterin Brigitta, die ihm mitteilt, ihren Dienst aufzugeben, um Beghine zu werden. Nicht weniger rätselhaft, vor allem aber enttäuschend ist Pauls Zusammenkunft mit Frank. Dieser offenbart ihm wie verwandelt, dass – wie offenbar Paul – nun auch er ein Verhältnis mit Marietta habe. Er kündigt Paul die Freundschaft. Unter ihren Theaterkollegen stellt Marietta den absoluten Mittelpunkt dar. Skurril beleben sie das Dunkel der Stadt mit einem ausgelassenen Fest, das jedoch auch die Melancholie kennt. Fritz, der Pierrot, singt aus dieser Stimmung heraus ein Lied über vergangenes Glück. Immer tiefer zieht es Paul in die Schichten seiner Seele hinein. Vor seinem Auge vollzieht sich ein schauerliches Spektakel, in dem Marietta von den Toten aufersteht. Der üble Spaß und die Theatergesellschaft lösen sich auf. Marietta und Paul geraten über Eifersüchteleien und Vorwürfe in einen Streit, bis er offenbart, in ihr nur seine verstorbene Gattin gesucht zu haben. Marietta lenkt ein, erkennt sie doch ihr größtes Pfund gegenüber der Toten: das Leben. Das Vergessen des Vergangenen verlangend, steigern sich beide in einen Rausch.

3. Bild
Am Bild der verstorbenen Gattin fordert Marietta die Tote heraus. Kann sie, das Leben, siegen? Wie abwesend lässt sich Paul von der religiösen Stimmung einer Prozession vor seinem Haus einfangen und geht seiner Erinnerung an Marie nach. Marietta spottet über seine Frömmigkeit: »Wer dich liebt, der muss teilen mit Toten und mit Heilg’en.« Immer weiter provoziert sie Paul, bis er Marietta erdrosselt. Paul erwacht aus seinem Tagtraum. Langsam kommt er wieder zu sich in der Situation, in der er sich befand, als sich Marietta bei ihrem Besuch von ihm verabschiedete. Frank rät Paul, die Stadt zu verlassen und ein neues Leben zu beginnen. Paul erkennt die Endlichkeit irdischen Daseins an.

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