„Einblicke in die Rollschubanlage des Historischen Archivs“ – spannend moderierter Einblick in historisches Bildmaterial, Programmhefte, Korrespondenzen, Presseberichte und Anekdoten.
Aktenzeichen zu Leonora
Dates & Cast
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In brief
Momente des Umbruchs gibt es zu allen Zeiten: Politische Systeme etablieren sich und scheitern, gesellschaftliche Ordnungen werden erschüttert und neu formiert, künstlerische Ideen zerschlagen sich zugunsten neuer Visionen. Solche Veränderungsprozesse wurden von Künstler*innen aller Epochen intensiv reflektiert. Viele Werke der Theater und Musikliteratur handeln von solchen spannungsgeladenen Umbruchszeiten und wirken als Reflexionsräume ihrer Schöpfer. Die Veranstaltungsreihe „Aktenzeichen“ wird in dieser Spielzeit aktuelle Premieren zu ihren historischen und werkimmanenten (Um-)Brüchen befragen.
Wussten Sie?
Es ist ebenfalls die Freiheit als Utopie, die sich sowohl in Ferdinando Paërs Leonora als auch in Beethovens Fidelio widerspiegelt. Die spannende Dresdner Rezeptionsgeschichte des Stoffes gipfelt in der bewegenden Inszenierung von Christine Mielitz im Oktober 1989. Die Regisseurin brachte damals, am 40. Jahrestag der DDR, provokant die brodelnde Stimmung innerhalb des maroden Regimes seismografisch auf die Bühne.

