Das Semperoper Ballett trauert um seinen ehemaligen Ballettdirektor und Chefchoreograf Tom Schilling

Tom Schilling © Erwin Döring

Mit großer Trauer nimmt das Semperoper Ballett Abschied von Tom Schilling. In seiner Zeit als Ballettdirektor und Chefchoreograf der Sächsischen Staatsoper (1956 bis 1964) hat Tom Schilling mit seinem Engagement und seiner Leidenschaft für den Tanz unvergessliche Spuren hinterlassen und das Ballett in Dresden nachhaltig geprägt.

Mit Tom Schilling verliert die Tanzwelt eine prägende Persönlichkeit. In den Jahren 1957 bis 1963 brachte Tom Schilling neun Ballettneuproduktionen, darunter sechs Erstaufführungen und eine Uraufführung, auf die Bühne der Staatsoper Dresden. Für die Dresdner Erstaufführung von Wahlverwandtschaften kehrte er 1997 noch einmal an die jetzige Semperoper zurück, wo sein Vermächtnis mit Werken wie Abraxas und Gajaneh und vielen weiteren bedeutenden Ballettaufführungen in lebendiger Erinnerung bleibt.

„Auch nach seiner Zeit in Dresden blieb Tom Schilling der Company des heutigen Semperoper Balletts verbunden und hat uns mit Lob, konstruktiven Anmerkungen und seiner spürbaren Begeisterung bei vielen unserer Premieren immer wieder begleitet“, so Adi Luick, Ballettbetriebsdirektor des Semperoper Ballett.

Das Semperoper Ballett spricht seiner Familie und allen, die ihm nahestanden, sein tiefes Mitgefühl aus. Sein Name bleibt für immer mit dem Semperoper Ballett verknüpft, dessen Profil und künstlerische Ausstrahlung er früh entscheidend mitprägte.