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Dominique Mercy

Der französische Tänzer Dominique Mercy wurde 1950 in Mauzac geboren. 1965 wurde er nach nur dreijährigem Ballettunterricht bei der ehemaligen Primaballerina Germaine Lalande Mitglied der Company am Grand Théâtre de Bordeaux, wo ihm die Gastchoreografin Françoise Adret erste Solorollen gab. Adret holte ihn 1968 an das neu gegründete Ballet Théâtre Contemporain, wo er auch Manuel Alum traf, der ihn nach New York einlud. 1972 begegnete Mercy hier beim »Saratoga Sommer Festival« zum ersten Mal Pina Bausch, die ihn 1973 an ihr neu gegründetes Tanztheater Wuppertal holte. Er prägte die Company entscheidend mit und tanzte in fast allen Produktionen. Seine erste Hauptrolle tanzte Mercy 1974 als Orest in der Uraufführung von »Iphigenie auf Tauris«. Von 1988 bis 2009 lehrte er Tanz an der Folkwang Universität der Künste Essen und leitete u.a. 1997 die Neueinstudierungen von »Le Sacre du printemps« und ein paar Jahre später von »Orpheus und Eurydike« an der Pariser Oper. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Choreograf*innen Carolyn Carlson (»Wind Water Sand«, 1976 und »The Architects«, 1980, beide für die Pariser Oper entstanden) und Josef Nadj (»Petit Psaume du matin« für das Festival in Avignon). Im Auftrag der Pina Bausch Foundation studiert Mercy immer wieder als Probenleiter und -berater verschiedene Stücke mit anderen Companys ein, u.a. 2017 »Le Sacre du printemps« mit dem English National Ballet oder die Inszenierung von »Café Müller« mit dem Opera Ballet Vlaanderen im selben Jahr. Nach dem Tod von Pina Bausch übernahm er gemeinsam mit Robert Sturm die Leitung des Tanztheater Wuppertal bis 2013. Als Tänzer ist er bis heute immer wieder Gast in Wuppertal. Dominique Mercy wurde 2001 mit dem Chevalier des Arts et des Lettres und 2002 mit einem Bessie Award ausgezeichnet. Seit 2013 ist er Mitglied der Légion d‘honneur.

Dominique Mercy