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Aida

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi

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Erster Akt

Ägypten rüstet zum Krieg gegen Äthiopien.
Der Oberpriester Ramphis hat die Göttin Isis befragt und weiß, wer das Oberkommando des Heeres haben wird.
Radames, Hauptmann der Wache, hofft der Auserwählte zu sein. Er hat den Traum, als Sieger zurückzukehren und für Aida, die er liebt, einen Thron nahe der Sonne zu errichten. Aida ist äthiopische Sklavin am Hofe Ägyptens.
Die ägyptische Königstochter Amneris liebt Radames, sie ist entschlossen, ihn für sich zu gewinnen. In Aida vermutet sie eine Konkurrentin.
Ein Bote bringt die Nachricht vom Überfall der Äthiopier.
Der König ernennt Radames zum Feldherren. Die Folge sind Massenhysterie und Kriegsbegeisterung bei den Ägyptern. Auch Aida lässt sich von dieser Hochstimmung mitreißen. Sie gerät in einen Teufelskreis: Auf der einen Seite hofft sie auf die glückliche Heimkehr des Geliebten. Dies bedeutet auf der anderen Seite aber die Vernichtung ihrer Heimat und des eigenen Volkes. Klar erkennt sie: Es gibt keinen Ausweg. Ihre Liebe darf nicht sein. Sie ist bereit zu sterben. In einem rituellen Akt wird der neue Feldherr Radames, von den Priestern initiiert, auf Vaterlandstreue eingeschworen, und die Waffen werden gesegnet. Radames zieht an der Spitze des Heeres in den Krieg.

Zweiter Akt

Zwei Frauen warten auf die Rückkehr von Radames.
Amneris lässt sich festlich kleiden. Sie weiß, dass Radames als Sieger zurückkehren wird. Aida weiß es nicht.
Amneris ahnt die Gefühle ihrer Lieblingssklavin und will endlich Klarheit: Mit der Lüge von Radames’ Tod entlockt sie Aida das Eingeständnis ihrer Liebe zu dem Feldherrn. Aus Vertrauten werden Rivalinnen. Sieg für Ägypten, Grund genug, dies triumphal zu feiern. Die Sieger fühlen sich als Überlebende und in ihrer gesellschaftlichen Organisation bestätigt. Sie preisen ihr Land, den König, die Götter, die Krieger und erwarten den heimkehrenden Feldherren. Radames kehrt verändert aus dem Krieg zurück und zögert mit der Annahme der Siegessymbole. Den Siegern werden die Besiegten vorgeführt.
Als Siegespreis fordert Radames die Freilassung aller Gefangenen, auch Aidas. Die hohe Gesellschaft der Ägypter solidarisiert sich mit diesem Wunsch. Dieses Politikum erzwingt die Konfrontation mit der politischen Macht, mit Ramphis und den Priestern, die die Vernichtung aller Feinde fordern. Schließlich ist Ramphis zu einem Kompromiss bereit: Die Gefangenen werden freigelassen. Als Geiseln bleiben Aida und ihr Vater Amonasro, als äthiopischer König noch unerkannt. Der König der Ägypter zeigt Milde und folgt diesem Vorschlag. Er bietet Radames die Hand seiner Tochter Amneris an und die Aussicht auf eine gemeinsame Herrschaft über Ägypten.

Dritter Akt

Amneris sucht in Begleitung von Ramphis am Vorabend ihrer Hochzeit Zuversicht und göttlichen Beistand im Tempel der Isis. Noch hofft sie, von Radames geliebt zu werden.
Voller Ungewissheit erwartet Aida Radames am Ufer des Nil. Wieder sieht sie keinen Ausweg für ihre Liebe. Wieder ist sie bereit zu sterben.
Da wird sie von ihrem Vater überrascht, dem die Liebe seiner Tochter zu dem Feldherren des Feindeslandes nicht entgangen war. Amonasro fordert von Aida, durch Radames die Strategie des nächsten Feldzuges der Ägypter gegen die Äthiopier in Erfahrung zu bringen. Ein hoher Preis für ihre Liebe.
Radames erscheint und beteuert Aida seine Liebe. Er will sie davon überzeugen, dass er nochmals in den Krieg gegen ihr Land ziehen muss. Nach einem erneuten Sieg über ihr Volk will er sich dem König zu Füßen werden und Aida als Siegpreis fordern. Aida kann diesen irrealen Vorstellungen nicht glauben und bedrängt Radames, mit ihr zu fliehen. Von Aida nach dem möglichen Fluchtweg befragt, verrät Radames den Weg der Ägypter für den nächsten Überfall. Amonasro hat alles belauscht und gibt sich als König der Äthiopier zu erkennen. Aida hat ihre Liebe und Radames sein Land verraten.
Amneris und Ramphis überraschen die drei. Der Verrat ist offensichtlich. Nach einem Attentatsversuch von Amonasro an Amneris können er und seine Tochter fliehen, weil Radames sich den Wachen entgegenstellt und den Priestern ausliefert.

Vierter Akt, erste Szene

Amneris weiß nicht, wie sie Radames’ Verurteilung verhindern kann, zumal dieser jede Fürbitte ablehnt und sie nicht lieben kann. Für ihn gibt es nur die Liebe zu Aida.
In der Gerichtsverhandlung verweigert sich Radames, er schweigt. So kann das Priesterurteil nur lauten: Dreifache Schuld und Tod durch Einmauern. Amneris verflucht sich und ihre Eifersucht, beschwört die Unschuld ihres Geliebten und verflucht die blutdurstigen Priester, die Mörder aller Liebe.

Vierter Akt, zweite Szene

Der Stein hat das Grab über Radames geschlossen. Aida ist zu ihm in die Gruft geflohen und veratmet in seinen Armen. Im Angesicht des Todes erfüllt sich ihre Liebe. Amneris ist zum Weiterleben verdammt.

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