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Iolanta / Jolanthe

Fotogallerie für Iolanta/ Jolanthe       - Insgesamt  Fotos.

Lyrische Oper konzertant in einem Aufzug von Peter I. Tschaikowsky. In russischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Ausführliche Inhaltsangabe

Handlung

In einem paradiesischen Garten vertreiben Marta, Brigitta und Laura der Königstochter Iolanta mit Musik und Spielen die Zeit. Doch Iolanta ist melancholisch und unruhig. Von einer unbestimmten, unstillbaren Sehnsucht verwirrt, hat sie das Gefühl, dass ihr von den Gespielinnen etwas verheimlicht wird. Die Amme und ihre Freundinnen schenken ihr Blumen, um sie aufzuheitern, und singen sie schließlich in den Schlaf.

Derweil erscheint Almerich, der neue Waffenträger des mächtigen provenzalischen Königs René, und überbringt Bertram, dem Pförtner des Schlosses und Gartens, die Nachricht, sein Herr werde bald eintreffen. Bertram weiht daraufhin den verwunderten Almerich in das Geheimnis des Ortes ein: König Renés Tochter Iolanta, die angeblich in einem Kloster in Spanien lebt, ist blind und wird in jenem Schloss von ihrem Vater vor der Außenwelt verborgen. Bei Todesstrafe ist es verboten, sie über ihre Blindheit und die Schönheit des Sehens und des Lichtes aufzuklären.

König René erscheint in Begleitung eines maurischen Arztes, der seine Tochter heilen soll. Ebn-Chakia weigert sich jedoch, Iolanta zu operieren, solange sie nichts von ihrer Blindheit weiß und sich nicht wünscht, zu sehen. René lehnt empört ab.

Kurz darauf gelangen zwei Ritter, die sich in den Vogesen verirrt haben, an das Tor zum Garten: Robert,
der Herzog von Burgund, und sein Freund Graf Vaudémont. Sie sind auf dem Weg zu König René, um Roberts im Kindesalter geschlossene Verlobung mit Iolanta einzulösen. Robert, der Iolanta nie gesehen hat, liebt inzwischen Mathilde, Gräfin von Lothringen, und beklagt sein Schicksal, statt der Angebeteten eine scheinbar gefühlskalte Novizin heiraten zu müssen. Vaudémont kann seine feurige Leidenschaft für Mathilde nicht nachvollziehen und schwärmt von einer sanften, engelgleichen Frau. Gegen das Verbot dringen beide in den Garten ein und finden die schlafende Iolanta, von deren Anblick Vaudémont sofort gebannt ist. Robert, dem die Anziehungskraft, die Iolanta auf seinen Freund ausübt, nicht geheuer ist, eilt fort, um mit einer bewaffneten Truppe Vaudémont und seine Schöne zu »retten«.

Vaudémont bleibt bei der inzwischen erwachten Iolanta zurück. Auch sie fühlt sich auf ihr unerklärliche Weise zu dem Fremden mit der sanften Stimme hingezogen. Als Vaudémont sie jedoch zur Erinnerung um eine rote Rose bittet und Iolanta ihm dreimal hilflos eine weiße reicht, erkennt er, dass sie blind ist. Arglos erklärt er ihr, was Sehen bedeutet und dass ohne das Licht die Erkenntnis Gottes und der Herrlichkeit seiner Schöpfung nicht möglich sei. Iolanta weist das nachdrücklich zurück. Sie ist überzeugt, auch ohne das Augenlicht, Gott preisen zu können.

Beide werden von René, Ebn-Chakia und dem Hofstaat überrascht. Entsetzt erfährt der König, dass seine Tochter nun alles weiß. Der Arzt hingegen schöpft Hoffnung, Iolanta würde sich nun nach Heilung sehnen. Sie zögert jedoch und willigt erst in die Operation ein, als René mit Vaudémonts Tod droht, solle sie sich weigern. Bereit, für den Liebsten alle Qualen auf sich zu nehmen, lässt sie sich von Ebn-Chakia wegführen.

Derweil erscheint Robert mit seinen Soldaten. Vaudémont fleht ihn an, René um die Auflösung der Verlobung zu bitten. Er, Vaudémont, würde Iolanta ewig lieben, egal ob sie sehen könne oder nicht. René stimmt zu.

Da erscheint die geheilte Iolanta, verwirrt und verängstigt vom Licht und den vielen Eindrücken. Erst an der Stimme und den Berührungen erkennt sie ihren Vater, die Freundinnen und Vaudémont. Der Blick zum Nachthimmel beruhigt sie schließlich vollends. Mit allen anderen fällt sie in einen Lobgesang der Schöpfung ein.

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