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Verleihung des 4. Internationalen Friedenspreises »Dresden-Preis«

Fotogallerie für Verleihung des 4. Internationalen Friedenspreises »Dresden-Preis« - Insgesamt  Fotos.

Das Schicksal Dresdens als Mahnung verstehend, würdigt der Preis außergewöhnliche Leistungen herausragender Persönlichkeiten, die präventiv wirken und Eskalationen verhindern helfen. Die bisherigen Preisträger waren der Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow, der Dirigent Daniel Barenboim und der Fotograf James Nachtwey. Der vierte »Dresden-Preis«, gestiftet von der Klaus-Tschira-Stiftung, wird am 17. Februar 2013 erneut in der Semperoper Dresden vergeben werden, und zwar an Stanislaw Petrow - den stillen Helden, der 1983 den Ausbruch eines Atomkriegs verhinderte.

Der Journalist, Buchautor und Fernsehmoderator Claus Kleber wird die Laudatio auf Stanislaw Petrow halten. Kleber ist Moderator des ZDF heute-journals und Autor mehrerer Bücher. Zuletzt erschien sein Buch »Spielball Erde – Machtkämpfe im Klimawandel«. Im Jahr 2009 wurde erstmals sein dreiteiliger Film »Die Bombe« ausgestrahlt, der die nukleare Bedrohung der Welt zum Thema hat.

Seit der »Dresden-Preis« 2010 ein erstes Mal vergeben wurde, ist es Tradition, dass die Bronzeskulptur von einem Dresdner überreicht wird. In diesem Jahr wird dies Kristin Alschner tun. Die 25-jährige Dresdnerin sagt: »Ich gehöre zu der Generation, die es ohne Stanislaw Petrows Tat vor 30 Jahren vielleicht nie gegeben hätte.« Die Studentin engagiert sich in der Save-me-Kampagne, die sich für Flüchtlinge einsetzt. »Nicht jeder kann wie Stanislaw Petrow die Welt retten«, erklärt sie. »Aber jeder sollte versuchen, etwas zu tun, zum Beispiel für Flüchtlinge, die keine eigene Stimme haben.«

Eintrittskarten für die Verleihung des 4. Dresden-Preises am 17. Februar um 11 Uhr sind zum Preis von 5 Euro an der Kasse der Semperoper in der Schinkelwache erhältlich.

Der diesjährige Träger des Dresden-Preises, Stanislaw Petrow, war der verantwortliche Diensthabende im Luftüberwachungszentrum nahe Moskau, als in der Nacht vom 25. zum 26. September 1983 ein Computer vermeintlich den Abschuss von fünf amerikanischen Raketen Richtung Sowjetunion anzeigte. An Petrow war es, diese Meldung zu bewerten. Später sagte er: »Ich wollte nicht schuld sein am Dritten Weltkrieg«. Deshalb habe er in jener Nacht 1983 beschlossen zu lügen. Er meldete dem Generalstab das Ereignis als Fehlalarm, obwohl die Chancen 50 zu 50 standen, dass es sich um einen Irrtum oder Ernstfall handelte. Niemals sei die Welt der atomaren Vernichtung näher gewesen als in dieser Nacht, sagte Bruce Blair, US-Abrüstungsexperte, Co-Gründer von Global Zero und Chef des World Security Institute. Die Geschichte wurde erst Jahre später öffentlich. Seither wird Stanislaw Petrow gefeiert als »der Mann, der die Welt rettete«.

Für den musikalischen Teil der Veranstaltung sorgt die junge russische Band »Skazka Orchestra« aus Berlin mit Valentin Butt, der als einer der besten Akkordeonspieler Europas gilt und unter anderem mit den Berliner Philharmonikern spielt. Ihre Musik ist eine Mischung aus Ska, Jazz, Klezmer, Reggae und russischer Folklore, die zu einer ganz besonderen melancholischen bis wilden Variante der neuen russischen Musik verschmelzen, die in Deutschland zum Kult wurde.

Die Veranstaltung wird moderiert vom ehemaligen Bundesinnenminister Gerhart Baum.

Der mit 25 000 Euro dotierte Preis wird jährlich in der Semperoper vergeben. Die bisherigen Preisträger waren Michail Gorbatschow, Daniel Barenboim und James Nachtwey. Die Preisverleihung ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der Organisation Friends of Dresden Deutschland und der Semperoper Dresden.

Eine Veranstaltung der Friends of Dresden Deutschland e.V. und der Semperoper Dresden.

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