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Ariadne auf Naxos

Fotogallerie für Ariadne auf Naxos     - Insgesamt 4 Fotos.

Oper in einem Akt nebst einem Vorspiel von Hugo von Hofmannsthal, Musik von Richard Strauss
In deutscher Sprache

Ausführliche Inhaltsangabe

Vorspiel

Ein reicher Sponsor will anlässlich einer Vernissage seine Gäste mit einem besonderen Event unterhalten. In einem neueröffneten Museum für zeitgenössische Kunst soll die Oper
»Ariadne auf Naxos« aufgeführt werden, die ein junger Komponist eigens für diesen Anlass komponiert hat. Um dem Publikum das anspruchsvolle Werk mundgerecht zu servieren, wurde zusätzlich eine Komödiantentruppe eingeladen, die mit der Komödie »Zerbinetta und ihre vier Liebhaber« für Aufheiterung sorgen soll. Vergeblich protestiert der Musiklehrer dagegen, dass nach dem ernsthaften Werk seines Schülers die Aufführung eines Boulevardstücks und ein Feuerwerk vorgesehen sind. Die Situation spitzt sich zu, als der Haushofmeister den eingetroffenen Künstlertruppen mitteilt, dass der Mäzen die gleichzeitige Aufführung beider Werke angeordnet hat. Das Opernpersonal ist entrüstet. Nur Zerbinetta und der Tanzmeister wittern sofort die Gelegenheit, mit ihren Improvisationen die Oper auszustechen und das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Der unglückliche Komponist sieht sich vor die Frage gestellt, ob er sein Werk fragmentarisch oder überhaupt nicht aufgeführt sehen will.
Zerbinetta widmet sich, sehr zum Ärger Harlekins, dem jungen Genius und lässt ihn für einen Augenblick »alles mit anderen Augen sehen«. Doch als dem Komponisten klar wird,
wie seine Oper vereinnahmt werden soll, kommt jeder Einspruch zu spät. Die Vorstellung hat bereits begonnen.

Die Oper

Der Schauplatz der Oper ist eine öde Insel, wo die von Theseus verlassene Ariadne sich ihrem Schmerz hingibt. Najade, Dryade und Echo können sie nicht trösten. Ariadne wünscht sich Erlösung durch den Tod. Auch die Komödianten sind machtlos. Ihr heiteres Lied vermag nicht, Ariadne aus ihrer Trauer herauszureißen. Da entschließt sich Zerbinetta, mit Ariadne, »von Frau zu Frau« zu reden. Doch zu verschieden sind die beiden, als dass sie solidarisch werden könnten. Ariadne zieht sich zurück. Zerbinetta spielt ihr heiteres Spiel mit den Komödianten und hat dabei längst schon ein Auge auf den Komponisten geworfen.
Die Szene wechselt, und die Nymphen melden die bevorstehende Ankunft des Bacchus.
Er ist der Zauberin Circe, die Männer verführt und sie danach in Schweine verwandelt,
nur knapp entkommen und fürchtet, erneut einer gefährlichen Verführungskünstlerin zu begegnen. Ariadne dagegen glaubt, in Bacchus den Todesboten zu erkennen. Verwirrt geben sich beide dem Rausch der »Verwandlung« hin. Der junge Komponist hatte sich das Ende seiner ersten Oper wie ein Mysterium vorgestellt. Doch seine Musik erstarrt in tönender Form. Durch Zerbinetta hat er eine Ahnung davon bekommen, was Leben auch sein kann.

Übersicht

Fotogalerie

Markus Butter|Ariadne auf Naxos|© David Brandt