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Christian Thielemann dirigiert den »Rosenkavalier«

Operneinstand an der Semperoper:

Am 18. November 2012 gibt Christian Thielemann am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden mit der Wiederaufnahme von Richard Strauss’ »Rosenkavalier« als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden an der Semperoper seinen Operneinstand.
In der Inszenierung von Uwe Eric Laufenberg singt Soile Isokoski die Feldmarschallin, Daniela Sindram den Octavian, Wolfgang Bankl den Baron Ochs auf Lerchenau und Daniela Fally die Sophie.
Weitere Aufführungstermine sind der 21. und der 27. November 2012.
Bis dahin präsentieren wir an dieser Stelle Etappen der Aufführungshistorie des Strauss-Klassikers am Ort seiner Uraufführung, Dresden, im Jahr 1911.


Uraufführung am 26. Januar 1911

Ein Stück Operngeschichte wird geschrieben: Am 26. Januar 1911 kommt erstmals der »Rosenkavalier«, eine Komödie für Musik in drei Aufzügen von Hugo von Hofmannsthal, in der Regie von Georg Toller in Dresden auf die Bühne. Zu diesem Weltereignis ist auch der Komponist Richard Strauss anwesend. Zahlreiche, ausgebuchte Sonderzüge fahren eigens zu den Dresdner Vorstellungen. Generalmusikdirektor Ernst von Schuch, Dirigent der Uraufführung, sagt über die ersten Aufführungen: »Nach dem ersten Akt ist jetzt jedesmal ein beispielsloser Jubel im Theater, ich glaube, wir alle sind mit solcher Liebe und Begeisterung dabei, dass es nicht anders sein kann. Das ist wohl das Schönste, was je geschrieben wurde.« Einen Tag später wird Premiere in Nürnberg gefeiert; es folgen allein im ersten Rosenkavalier-Jahr Aufführungen in Basel, Hamburg, Bremen, Frankfurt, Mailand, Zürich, Prag, Leipzig, Wien, Budapest, Krefeld, Düsseldorf, Berlin, Rom und Den Haag – der große Welterfolg lässt nicht auf sich warten.

Neuinszenierung 1934

Am 27. April 1934 kommt der »Rosenkavalier« in neuer Einstudierung und Inszenierung von Hans Strohbach in Dresden auf die Bühne. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Karl Böhm (Foto), der im selben Jahr als Generalmusikdirektor und Operndirektor die Leitung des Dresdner Ensembles übernimmt.
Die Kritiker jubeln: »Verjüngt, in unbeschreiblichem Glanz steht der Rosenkavalier wieder vor uns.« (Anzeiger, 28.4.1934)

Neuinszenierung 1948

Elfriede Weidlich (Sophie) und Christel Goltz (Octavian) in der Neuinszenierung von Heinz Arnold, die am 4. November 1948 im Großen Haus der Staatstheater Dresden Premiere feiert. Die musikalische Leitung hat Joseph Keilberth inne, die Gesamtausstattung verantwortet Karl von Appen.


Wiederaufnahme 1961

50 Jahre »Rosenkavalier«: 1961 wird Heinz Arnolds Inszenierung wieder ins Repertoire aufgenommen, am Pult der Staatskapelle steht Otmar Suitner.
»Mit tiefer innerer Befriedigung kam ich von den Bühnenproben de jubilierenden Rosenkavaliers nach München zurück; konnte ich doch mit großer Freude feststellen, daß noch die alte Begeisterung für dieses immer junge Werk in Dresden lebendig ist. Der Funke zündete bei allen Beteiligten, möge er überspringen auf das Dresdner Publikum wie in den vergangenen fünfzig Jahren.« (Prof. Heinz Arnold über die Proben zur Wiederaufnahme)


Neuinszenierung 1985

Nach dem »Freischütz« am Tag zuvor ist der »Rosenkavalier« am 14. Februar 1985 die zweite Premiere im wiedereröffneten Opernhaus. Es dirigiert Hans Vonk.
Regie führt Joachim Herz:
»Wir sehen unsere Inszenierung durchaus in der Linie der Dresdner Tradition. Der >Rosenkavalier< gehört nicht zu den Stücken, bei denen man bilderstürmerisch vorgehen sollte.«


Neuinszenierung 2000

Unter der musikalischen Leitung von Semyon Bychkov (Foto) wird im Jahr 2000 die 5. Neuinszenierung des »Rosenkavaliers« an der Semperoper Dresden gegeben. Regie führt Uwe Eric Laufenberg. Für diese Vorstellungen werden die Uraufführungsnoten eigens aufwändig restauriert.

Operneinstand 2012

Am 18. November 2012 gibt Christian Thielemann an der Semperoper seinen Operneinstand mit dem »Rosenkavalier«: Das Publikum applaudiert langanhaltend und bittet den Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden vor den Vorhang.